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Erste durch Stechmücken übertragene West-Nil-Virus-Erkrankung beim Menschen in Deutschland

Erstmals ist eine in Deutschland durch Mücken über­tragene Infektion und Erkrankung mit dem West-Nil-Virus (WNV) bekannt geworden: Die Person aus Sachsen war an einer Gehirn­entzündung erkrankt und ist inzwischen wieder genesen. WNV werden von Stech­mücken zwischen Vögeln übertragen, aber auch Säugetiere (vor allem Pferde) und Menschen können sich über Mückenstiche infizieren. 2018 und 2019 wurden die Viren bei Vögeln und Pferden in Deutschland nachgewiesen (Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklen­burg-Vor­pommern und Hamburg), beson­ders betroffen ist Ost­deutschland. WNV wird von heimischen Stech­mücken der Gattung Culex übertragen. Der Großteil der Infek­tionen beim Menschen verläuft ohne Symptome, bei knapp 20% tritt eine meist milde und un­spe­zifische Sympto­matik wie Fieber oder Haut­ausschlag auf. Nur bei unter 1% aller Betroffenen – in der Regel bei Älteren mit Vorer­kran­kungen – kommt es zu einer Hirnhaut­ent­zündung (Meningitis) oder seltener zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), die tödlich enden kann. Da die Zahl der Stech­mücken im Herbst zurückgeht, nimmt das Risiko weiterer Fälle derzeit ab.

Stand: 27.09.2019

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