Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zum Einsatz von Cookies

Mit dem Klick auf "Erlauben" erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihren Aufenthalt auf der Seite anonymisiert aufzeichnen. Die Auswertungen enthalten keine personenbezogenen Daten und werden ausschließlich zur Analyse, Pflege und Verbesserung unseres Internetauftritts eingesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Zur fortgesetzten SARS-Surveillance in Deutschland

Empfehlung der WHO zur Einrichtung eines Krankenhaus-SARS-Frühwarnsystems, angepasst an die Situation in Deutschland durch das RKI

.....

3.4 Falldefinitionen

Klinischer SARS-Fall

Die folgende klinische Falldefinition wurde für Anforderungen der infektionsepidemiologischen Surveillance entwickelt und gilt nur für Fälle im Rahmen des Krankenhaus-SARS-Frühwarnsystems oder eines vergleichbaren Ausbruchsgeschehens.


Ausschlusskriterium:

Gesicherte alternative Diagnose, die das Krankheitsbild vollständig erklären kann.


Ein klinischer SARS-Fall ist - unter Berücksichtigung des Ausschlusskriteriums - ein Patient mit


Fieber (≥ 38°C)

UND

mindestens einem Symptom einer Atemwegserkrankung (Husten, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit)

UND

radiologischen Zeichen von Lungeninfiltraten vereinbar mit Pneumonie oder Atemnotsyndrom ODER Autopsiebefunden vereinbar mit Pneumonie oder Atemnotsyndrom.


Klinisch-laborbestätigter SARS-Fall

Ein Labortest auf SARS-CoV ist v.a. dann durchzuführen, wenn die Bedingungen einer SARS-Frühwarnung gegeben sind, d.h. zur eventuellen Bestätigung der Fälle, die die klinische Falldefinition im Rahmen einer SARS-Frühwarnung erfüllen. Zusätzlich wäre dann auch bei anderen erkrankten Personen, die der selben Pflege- bzw. Behandlungseinheit zuzuordnen sind, die die klinische Falldefinition aber (noch) nicht erfüllen, die Durchführung eines Labortests sinnvoll, um weitere mögliche SARS-Erkrankungen frühzeitig abzuklären.


Caveat: Ein negatives Testergebnis schließt SARS nicht aus.


Außerhalb einer SARS-Frühwarnung kann in Einzelfällen die Durchführung eines Labortests auf SARS-CoV erwogen werden; sie wird aber nicht als routinemäßige Maßnahme empfohlen.


Ein klinisch-laborbestätigter SARS-Fall ist - unter Berücksichtigung des Ausschlusskriteriums -
ein Patient, der


mindestens eines der drei o.g. Kriterien eines klinischen SARS-Falls erfüllt

UND

bei dem ein SARS-Coronavirus-Nachweis vorliegt.


SARS-Coronavirus-Nachweis

Ein SARS-Coronavirus-Nachweis liegt vor, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

a) positive PCR für SARS-CoV

positive PCR mit einer validierten Methode aus

  • mindestens zwei verschiedenen klinischen Materialien (z.B. Nasen-Rachen-Abstrich und Stuhl) ODER
  • dem gleichen klinischen Material, wenn es bei mindestens zwei Gelegenheiten während des Krankheitsverlaufs entnommen wurde (z.B. aufeinander folgende Nasen-Rachen-Aspirate) ODER
  • mindestens zwei Nukleinsäureaufarbeitungen aus dem selben klinischen Material.

b) Serokonversion im ELISA oder IFA

  • Ein negativer Antikörpertest in Serum aus der Akutphase gefolgt von einem positiven Antikörpertest in Serum aus der Genesungsphase (im Abstand von 10 - 14 Tagen) bei paralleler Testung ODER
  • mindestens vierfacher Titeranstieg zwischen Seren aus der Akut- und Genesungsphase (im Abstand von 10 - 14 Tagen) bei paralleler Testung.

c) Virusisolierung

  • Isolierung des SARS-CoV in Zellkultur aus beliebigem Material UND PCR-Bestätigung mit einer validierten Methode oder durch Sequenzierung nach Amplifizierung geeigneter Genomabschnitte durch PCR.

SARS-CoV-Nachweise sollten in einem der in [2] genannten Labore gemäß den WHO-Empfehlungen

bestätigt werden.

.....


6. Verweise auf ergänzende RKI-Dokumente

[1] "Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Schwerem Akutem Respiratorischem Syndrom (SARS)"

[2] "Diagnostik von SARS-Verdachtsfällen"

[3] "Krankheitsbeschreibung von SARS"

[4] "Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen bei Auftreten von SARS"

Stand: 08.01.2004

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.