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Zielgruppeneinstiege

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App

Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung

Corona-Warn-App auf einem Smartphone. Quelle: Bundesregierung

Ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung jeder Pandemie ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Die Corona-Warn-App kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten und die zentrale Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte unterstützen.

Die Gesundheitsämter ermitteln mit Angaben der Corona-positiv getesteten Person die Menschen, die mit der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen. Die Corona-Warn-App ist eine wichtige Ergänzung, weil sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt aufzuzeigen:

  • auch Begegnungen mit Unbekannten im öffentlichen Raum werden erfasst und
  • schneller identifiziert, weil dies automatisch in der Corona-Warn-App geschieht.

Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter bleibt weiterhin nötig, z.B. um Personen zu ermitteln bzw. zu informieren, die die App nicht nutzen oder kein Smartphone besitzen. Auch ersetzt die Kontaktnachverfolgung und Benachrichtigung über die App selbstverständlich nicht die nach dem Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege.

So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben.

Für die vergangenen Wochen seit der Veröffentlichung der Corona-Warn-App liegen nun auch Kennzahlen zur Nutzung der Hotlines vor.

Aktuelle Kennzahlen zur Corona-Warn-App, u.a. Downloadzahl (PDF, 592 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung!

Zum Download der Corona-Warn-App:
Corona-Warn-App für iOS
Corona-Warn-App für Android

Die Verifizierungshotline benötigen Sie nicht bei der Installation der App. Die Hotline bitte nur anrufen, wenn Sie ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorliegen haben.

Das Robert Koch-Institut wird wöchentlich weitere Informationen zur Corona-Warn-App über diese Themenseite veröffentlichen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Corona-Warn-App (28.9.2020)

Allgemeine Fragen

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch nicht überstanden. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden. Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Sie hilft mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter und kann auch einen Beitrag zur Steuerung der Testkapazitäten für SARS-CoV-2 leisten.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Stand: 16.06.2020

Wie die Nutzung der Corona-Warn-App bei der Eindämmung der Pandemie hilft

Wenn Menschen schnell über eine mögliche Infektion informiert werden, können sie schnell reagieren und sich und andere schützen. Die App hilft also, die eigene Familie, Freunde und das gesamte Umfeld zu schützen.

Bisher ermittelten die Gesundheitsämter mit den Informationen über Corona-positiv getesteter Personen die Menschen, die mit ihnen in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers nachzuverfolgen und einzudämmen. Die Corona-Warn-App ist dafür ein wichtiger Beitrag. Sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt aufzuzeigen, weil sie Personen schneller als bei der klassischen Nachverfolgung identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Sie hilft zudem, den zeitlichen Verzug zwischen Positivtest einer Person und Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Die Corona-Warn-App kann außerdem Begegnungen mit Unbekannten im öffentlichen Raum, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen im Supermarkt, erfassen, was bislang nicht möglich war.

Stand: 14.07.2020

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben, und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufällige Geräteschlüssel (oder Tagesschlüssel) werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel oder Tagesschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Werden Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sie sich dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel des positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Nutzers auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden mehrfach täglich vom Corona-Warn-App-Server die dort veröffentlichten sogenannten Positivkennungen herunter und übergeben sie gesammelt über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob empfangene und aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode des positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Nutzers passen.

Im Falle einer Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer per Mitteilung über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Funktionsweise der App ist in diesem Erklärfilm dargestellt.

Stand: 09.09.2020

Wie die Corona-Warn-App über ein mögliches Infektionsrisiko informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeige "erhöhtes Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Statusanzeige "niedriges Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse und Name) angeben.

Die dezentrale Datenspeicherung auf den Geräten selbst sowie die vollumfängliche Pseudonymisierung garantieren ein Höchstmaß an Datenschutz. Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben eine Risikoabschätzung für die App-Nutzenden vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die einen Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 16.06.2020

Wo die Corona-Warn-App verfügbar ist

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb von Deutschland ist im Moment aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich. Bei einer Veröffentlichung in internationalen App Stores ist das Recht des entsprechenden Landes zu berücksichtigen und auf die Corona-Warn-App anzuwenden. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App wird diese Einzelfallprüfung veranlassen und die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar machen.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  •     Belgien
  •     Bulgarien
  •     Dänemark
  •     Finnland
  •     Frankreich
  •     Griechenland
  •     Irland
  •     Island
  •     Italien
  •     Kroatien
  •     Lettland
  •     Litauen
  •     Luxemburg
  •     Malta
  •     Niederlande
  •     Norwegen
  •     Österreich
  •     Polen
  •     Portugal
  •     Rumänien
  •     Schweiz
  •     Slowakei
  •     Slowenien
  •     Spanien
  •     Schweden
  •     Tschechische Republik
  •     Ungarn
  •     Vereinigtes Königreich
  •     Zypern

Weitere Länder werden im Moment geprüft und schrittweise in den App Stores freigegeben. Das Robert Koch-Institut bittet um Verständnis, dass es während des laufenden Überprüfungsprozesses zu konkreten Ländern und dem Status ihrer Freigabe keine Auskunft erteilen kann.

Stand: 06.07.2020

Wie man mit der Corona-Warn-App im (europäischen) Ausland umgeht

m Die Corona-Warn-App richtet sich sowohl an diejenigen, die dauerhaft in Deutschland leben als auch diejenigen, die sich temporär z.B. als Berufspendler oder Touristen hier aufhalten. Für die Pendlerinnen und Pendler sowie Touristen, die nach Deutschland reisen, wurde die App auch auf ausländischen App-Stores zur Verfügung gestellt.

Die App funktioniert aber auch im europäischen Ausland und kann dort bereits Nutzerinnen und Nutzern der deutschen App Risikobenachrichtigungen anzeigen. In den Regioneneinstellungen des Smartphones muss bei einer Auslandsreise nichts geändert werden. Wichtiger Hinweis: Die daran angeschlossenen Funktionen wie die automatische Benachrichtigung über ein Testergebnis via QR-Code sind auf die Anforderungen des deutschen Gesundheitssystems abgestimmt. Wenn eine Nutzerin/ein Nutzer aus dem Ausland einen Test macht, der in einem deutschen Labor analysiert ist, ist es möglich, dass sie/er das Ergebnis auch über die App automatisch mitgeteilt bekommt.

Zusätzlich kann jeweils nur eine Warn-App aufgrund der API Schnittstelle von Google/Apple aktiv sein. Daher sollte im Einzelfall entschieden werden, welche App in dem Moment den größeren Nutzen hat. Um die Interoperabilität der Anwendungen zu gewährleisten ist es notwendig, dass die Apps über die gleichen Standards verfügen.

Bezüglich der Interoperabilität der Warn-Apps in Europa: Der für die grenzüberschreitende Nutzung der Corona-Warn-App erforderliche europäische Gateway-Server wird nach Planungen der EU-Kommission im Herbst aufgebaut werden, sodass entsprechende Warnungen auch grenzüberschreitend zwischen den verschiedenen nationalen Corona-Warn-Apps ausgetauscht werden können. Dazu wurden die technischen Spezifikationen unter den EU-Nutzerstaaten abgestimmt und bereits eine europäische Rechtsanpassung vorgenommen.

Stand: 15.09.2020

Wo finde ich die rechtlichen Hinweise für die CWA in deutscher Sprache?

Eine Übersetzung der rechtlichen Hinweise, die in der CWA in englischer Sprache zur Verfügung gestellt wird, finden Sie hier:

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_iOS.pdf

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_Android.pdf

Bitte beachten Sie: Rechtlich bindend ist nur die englische Version.

Stand: 17.08.2020

Warum das wöchentliche Update "COVID-19-Begegnungsaufzeichnungen" keine Risiko-Benachrichtigung der Corona-Warn-App ist

Die einmal wöchentlich erscheinende Anzeige "COVID-19-Begegnungsaufzeichnungen" ist keine Meldung der Corona-Warn-App.

Es handelt sich dabei um eine Betriebssystem-spezifische, rein technische Funktion, die über alle Begegnungen mit App-Nutzerinnen und -Nutzern informiert, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Sie berücksichtigt aber nicht, ob es sich um eine nach dem Schema des Robert Koch-Instituts kritische Begegnung handelte oder nicht.

Sie ist deshalb für eine tatsächliche Risikoermittlung unzureichend, da sie auch Begegnungen anzeigt, die unter den Schwellenwerten liegen, die das Robert Koch-Institut definiert hat, um ein erhöhtes Risiko festzustellen. So meldet diese Betriebssystem-spezifische Funktion zum Beispiel auch Begegnungen, bei denen der Abstand mehr als 8 Meter betrug oder die nur wenige Minuten dauerten.

Die Risikobewertung in der Corona-Warn-App orientiert sich dagegen an den etablierten Kriterien für die „konventionelle“ Kontaktpersonenermittlung (Begegnungen von mindestens 15 Minuten unter 2 Metern). Eine zuverlässige Risikoermittlung findet ausschließlich in der Corona-Warn-App unter den wissenschaftlichen Rahmenbedingungen des Robert Koch-Instituts statt. Sie können Ihren aktuellen Risikostatus direkt in der Corona-Warn-App einsehen.

Stand: 19.08.2020

Epidemiologische Fragen

Wie die Risikofaktoren errechnet werden

Während der Entwicklung der App hat das Robert Koch-Institut seine wissenschaftliche Expertise dazu eingebracht, wie Begegnungen, bei denen das Risiko einer Ansteckung bestand, über die App kategorisiert werden und welche Maßnahmen den Nutzern der App für den Fall geraten werden, dass sie eine Begegnung mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten.

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risikobegegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Die Risikobewertung in der App erfolgt auf Basis eines komplexen Modells, in dessen Entwicklung verschiedene Faktoren eingeflossen sind.

Das Übertragungsrisiko wird dabei in einem vierstufigen Verfahren bewertet. Dazu gehören die Auswertungen,

  • wie lange es her ist, dass die Nutzerin oder der Nutzer eine Corona-positive Person getroffen hat,
  • wie lang der Kontakt bestanden hat,
  • wie nah sich die Personen gekommen sind und
  • welches Übertragungsrisiko bei der Corona-positiven Person bestand.

Das Ergebnis ist ein Risikopunktestand (Risk Score), der der Nutzerin oder dem Nutzer als Mitteilung angezeigt wird. Überschreitet dieser „Risk Score“ einen definierten Schwellenwert, bekommt der Nutzer automatisch eine Warnung auf seinen Bildschirm angezeigt.

Stand: 09.09.2020

Warum werden nur die Kontakte der letzten 14 Tage aufgezeichnet und ggf. gewarnt?

Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung auf eine andere Person bereits symptomatisch war, ob sie noch keine Symptome entwickelt hatte oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion). Darüber hinaus steckt sich vermutlich auch ein beträchtlicher Anteil der Personen von anderen, infektiösen Personen in den 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an.

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel (Median) bei 5–6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage). Das serielle Intervall definiert das durchschnittliche Intervall vom Beginn der Erkrankung eines ansteckenden Falles bis zum Erkrankungsbeginn eines von diesem angesteckten Falles. Das Robert Koch-Institut schätzt das serielle Intervall für SARS-CoV-2 im Median auf vier Tage (Interquartilsabstand: 3–5 Tage), was durch verschiedene Studien gestützt wird. Um jedoch alle Eventualitäten in der App abzudecken, wurde die Spannweite von 14 Tagen verwendet. Einen längerer Zeitraum wurde aus Sicht der Epidemiologien und Datenschützer nicht empfohlen.

Weitere Informationen: www.rki.de/covid-19-steckbrief

Stand: 24.08.2020

Wie viele Personen bereits über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden

Es gibt keine Daten dazu, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden, da die App auf einem dezentralen Ansatz basiert.

Alle Daten der Nutzerinnen und Nutzer werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Das Robert Koch-Institut hat somit keinen Zugriff auf diese Daten.

Wird eine Person, die die App nutzt, positiv auf das Coronavirus getestet, kann sie freiwillig andere Nutzerinnen/Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes der infizierten Person allen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen.

Wenn Sie die App installiert haben, prüft die App dann ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Ist die Prüfung positiv, zeigt die App Ihnen – und nur Ihnen – eine Risiko-Benachrichtigung („erhöhtes Risiko“) an.

Da die Prüfung lokal auf den Smartphones der Nutzerinnen und Nutzer erfolgt, ist es nicht möglich zu sagen, wie viele Personen eine Risiko-Benachrichtigung erhalten haben.

Stand: 23.08.2020

Wie soll die Corona-Warn-App vom Personal von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung bzw. vom Personal bei Tätigkeiten wie Krankentransporte verwendet werden?

  1. Behandlung von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patientinnen und Patienten mit adäquater Schutzausrüstung* (vorherige Verifizierung über die Corona-Warn-App)

    Bei der Arbeit mit Personen, die sich bereits über die Corona-Warn-App als positiver Fall verifiziert haben lassen, werden keine weiteren Codes durch die App ausgetauscht und damit keine neuen Warnmeldungen generiert. Ein erhöhtes Risiko wird ausschließlich für Begegnungen für die letzten 14 Tage vor der Verifikation ausgesprochen. Danach wird die Austauschfunktion der Codes über die App des verifizierten Falls deaktiviert. Demnach wird bei der Arbeit mit verifizierten positiven Fällen dem Personal kein erhöhtes Risiko angezeigt und die App kann weiterhin mit vollständigen Funktionen genutzt werden.
    (z.B. Arbeit auf einer Station mit bestätigten COVID-19-Fällen)

    *Bei der direkten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19-Infektion müssen gemäß den Arbeitsschutzvorgaben mindestens FFP2-Masken getragen werden.

  2. Behandlung von positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Patientinnen und Patienten ohne adäquate Schutzausrüstung* (nachträgliche Verifizierung über die Corona-Warn-App)

    Bei der Arbeit mit Personen, die sich nachträglich über die Corona-Warn-App als positiver Fall verifizieren lassen, werden bis zum Zeitpunkt der Verifikation 14-Tage rückwirkend Warnmeldungen für Kontaktpersonen generiert. Demnach wird bei der Arbeit mit positiven Fällen, die sich nachträglich verifizieren lassen, dem Personal eine Risiko-Begegnung und evtl. auch ein erhöhtes Risiko angezeigt. Da die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte nicht möglich ist, ist anzuraten in diesem Fall die Bluetooth-Funktion bei der Behandlung von Corona-positiven getesteten Personen zu deaktivieren, da anderenfalls eine Warnmeldung mit erhöhtem Risiko die Folge ist. Die Warnmeldung kann nachträglich nicht deaktiviert werden und kann nicht von einer anderen Begegnung ohne PSA differenziert werden.
    (z.B. Arbeit auf einer Station mit Verdachtsfällen auf COVID-19-Infektion)

    *Bei der direkten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19-Infektion müssen gemäß den Arbeitsschutzvorgaben mindestens FFP2-Masken getragen werden.

  3. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen mit adäquater Schutzausrüstung*

    Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus mit adäquater Schutzausrüstung ist anzuraten die Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ansonsten ein erhöhtes Risiko angezeigt. Da wie in Punkt 2 aufgeführt, im Nachhinein keine Deaktivierung der Warnmeldung möglich ist und eine Unterscheidung zwischen Kontakt mit Personen mit bzw. ohne PSA nicht mehr differenziert werden kann, sollte die App nicht genutzt werden. Nur so können wahre erhöhte Risikomeldungen gezielt durch die App gesendet werden.
    (z.B. Arbeit auf einer Station mit Verdachtsfällen auf COVID-19-Infektion)

    *Bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die kein wahrscheinlicher oder bestätigter Fall sind, stellt ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz eine adäquate Schutzausrüstung dar, soweit keine aerosolgenerierenden Tätigkeiten ausgeführt werden.

  4. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen ohne adäquate Schutzausrüstung*

    Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus ohne adäquate Schutzausrüstung, kann die App ohne Funktionseinschränkung genutzt werden. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ein erhöhtes Risiko angezeigt. Diese Warnmeldung ist dann als eine adäquate Risikomitteilung zu interpretieren.

    *Bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die kein wahrscheinlicher oder bestätigter Fall sind, stellt ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz eine adäquate Schutzausrüstung dar, soweit keine aerosolgenerierenden Tätigkeiten ausgeführt werden.

Stand: 09.09.2020

Fragen zum Testergebnis

Wie mein Testergebnis übermittelt wird

Über das Testergebnis informiert Sie Ihre Arztpraxis, das durchführende Labor oder die Teststelle. Zusätzlich können Sie das Ergebnis auch in der Corona-Warn-App einsehen, wenn Sie mit deren Übermittlung an die Corona-Warn-App einverstanden sind und das durchführende Labor an die technische Infrastruktur der App angebunden ist.

Dem Robert Koch-Institut selber liegen keine Testergebnisse vor.

Stand: 09.09.2020

Was muss ich in der Corona-Warn-App tun, wenn ich positiv auf SarsCoV-2 getestet wurde?

Auf dem Einsendebogen für die Laborprobe ist ein QR-Code aufgedruckt, sofern die Labore dies technisch darstellen können. Diesen bekommt die Patientin/der Patient, um damit seinen Test in der App zu registrieren.

Liegt das Ergebnis vor, wird dies automatisch über die App zur Verfügung gestellt und die Nutzerin/der Nutzer kann dann entscheiden, ob sie/er diese Information teilen möchte. Der Hausarzt/die Hausärztin erhält selbstverständlich auch den Befund, um den Patienten zu informieren. Parallel laufen die Prozesse zu den gesetzlichen Meldepflichten bei Verdachtsfall bzw. bestätigtem Fall.

Kann das Labor (noch) keinen QR-Code erstellen oder geht dieser verloren, kann ein positiver SARS-CoV-2-Test auch mit einer teleTAN in der App bestätigt werden. Diese erhalten Sie über die Verifikationshotline. Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 7540002 sind unsere Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter rund um die Uhr für Sie erreichbar und werden Ihnen umgehend weiterhelfen.

Siehe dazu auch den Erklärfim: https://www.alm-ev.de/corona-warn-app.html.

Stand: 09.09.2020

In welchen Fällen bekomme ich eine teleTAN und von wem? In welchen Fällen muss ich über die Hotline gehen

Kann das Labor (noch) keinen QR-Code erstellen oder geht dieser verloren, kann die Nutzerin/der Nutzer die Verifizierung des Tests über die telefonische Hotline durchführen lassen. Dabei wird eine teleTAN erzeugt. Die Hotline ist von geschultem Personal besetzt, das eine Plausibilitätsprüfung vornimmt, um Missbrauch zu verhindern. Mit dieser teleTAN kann ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 in der Corona-Warn-App bestätigt werden und somit Warnmeldungen erzeugen. Die Freitschalte-Hotline ist deutschlandweit unter 0800 754 0002 in den Sprachen Deutsch, Englisch oder Türkisch erreichbar.

Stand: 08.09.2020

Soll ich negative und positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 in die App eingeben? Wie sieht es mit zurückliegenden Testergebnissen aus?

Eine Warnung wird durch die App dann generiert, wenn App-Nutzende ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 eingeben und für die Warnung anderer freischalten. In diesem Fall werden Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage gewarnt, die einen relevanten Kontakt mit dieser Person hatten.

Daher sollen nur positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 (PCR-Test) der letzten 14 Tage in die App eingegeben werden. Negative Tests sowie Tests, die vor über 14 Tagen durchgeführt wurden, sollen nicht aufgenommen werden. Negative Ergebnisse oder in der Vergangenheit liegende positive Tests würden bei der Corona-Warn-App nicht das Ziel der Warnung vor einem möglichen Infektionsrisiko erfüllen, da eine potentiell ansteckende Inkubationszeit nicht mehr vorliegt.

Stand: 09.09.2020

Warum mein negatives Testergebnis in der Corona-Warn-App nicht für eine "Gesundschreibung" ausreicht

Die Information über die Corona-Warn-App ersetzt nicht den Befundbrief bzw. die Information vom der Ärztin/dem Arzt oder Labor. Um ein Schreiben für Ihren Arbeitgeber vorweisen zu können, benötigen Sie den personalisierten, schriftlichen Befund des Labors bzw. der Teststelle. Durch den bei der CWA gewählten dezentralen, datensparsamen Ansatz liegen der App keine personenbezogenen Daten vor. Demzufolge ist so dass die Testmitteilung in der App für eine "Gesundschreibung" nicht ausreichend.

Stand: 09.09.2020

Mögliche Gründe, warum Sie Ihr Testergebnis nicht in der Corona-WarnApp einsehen können?

  1. Auf dem Vordruck mit dem QR Code ist das Feld 9 (Einverständnis der/s Versicherten) nicht angekreuzt. In diesem Fall dürfen die Labore das Testergebnis nicht über die Corona-Warn-App vermitteln.

  2. Das angesprochene Labor ist noch nicht an den Testresultats-Server der Corona-Warn-App angebunden. Derzeit sind 70-80% der vorhandenen Testkapazitäten in Deutschland durch den kompletten digitalen Prozess abgedeckt. Wir arbeiten mit den Laboren weiter daran, die Lücken zu schließen und alle Labore für den Prozess anzubinden und aufzurüsten. Deshalb kann es vorkommen, dass ein Labor zwar die Beauftragung für den Test mit dem richtigen Formular bekommt, das Testergebnis aber auf einem anderen Weg an die getestete Person übermitteln muss.

    Darüber hinaus bieten verschiedene Labore und an Apps, eigene Formulare an, die nicht mit der CWA kompatibel sind. Hier kann es zu Verwechslungen kommen.

    Um dieses Missverständnis aufzulösen, könnten Sie bei der Arztpraxis oder bei dem zuständigen Labor nachfragen, ob die technischen Voraussetzungen für die Mitteilung der der CWA gegeben sind.

  3. Es wurde ein falsches Formular für die Beantragung eines Tests verwendet. Derzeit sind noch alte Formulare im Umlauf, mit denen sich der vollständig digitale Prozess mit der Corona-Warn-App nicht durchführen lässt. Ab Mitte August dürfen nur noch die neuen Formulare verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.kbv.de/media/sp/Ansichtsexemplar_Muster10C.pdf
    Auch kopierte oder abfotografierte QR-Codes führen zu Fehlermeldungen. Dies kommt manchmal vor, wenn die Arztpraxis oder Teststellen nicht genügend Formulare vorrätig haben.

Stand: 03.09.2020

Sollen auch positive Antikörper-Tests auf SARS-CoV-2 in der App registriert werden?

Nein. Serologische Antikörper-Tests weisen in der Regel auf eine vergangene Infektion mit SARS-CoV-2 hin und würden daher nicht das Ziel der Corona-Warn-App unterstützen, vor einem möglichen aktuellen Infektionsrisiko zu warnen.
Wenn ein entsprechender Antikörpernachweis aus dem Labor vorliegt, sollte die App nicht genutzt werden. Aktuelle Studien untersuchen gerade, wie lange dieser Schutz anhält. Zukünftige Versionen der App werden den aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigen.

Stand: 09.09.2020

Fragen zum öffentlichen Gesundheitsdienst/Labor

Wie die Anbindung der Labore in die App erfolgt

Die Grundidee ist, dass Labore ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 auch direkt an die jeweilige Nutzerin/dem jeweiligen Nutzer senden können, um diese schneller zu informieren und so das Risiko zu reduzieren, weitere Menschen anzustecken.

Diese Anbindung der Labore hat zwei Aspekte: Erstens müssen die Labore technisch an die Infrastruktur der Corona-Warn-App angeschlossen sein, damit die Ergebnisse in der App übermittelt werden können. Dafür gibt es eine entsprechende Registrierungshotline für Labore. Die Anbindung der Labore an die Corona-Warn-App ist freiwillig. Zweitens werden die QR-Codes benötigt, mit Hilfe derer die Nutzerinnen und Nutzer ihren Test in der App registrieren können. Diese QR-Codes sind Teil eines Formulars der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Die bestehenden Meldewege entsprechend des Infektionsschutzgesetzes im Fall eines positiven Testergebnisses bleiben von der automatischen Übermittlung unberührt.

Stand: 28.09.2020

Welche Information erhält die Nutzerin/der Nutzer der App, die sie/er dem Gesundheitsamt weitergeben kann?

Mit der Risiko-Benachrichtigung „Erhöhtes Risiko“ sind folgende konkrete Angaben verbunden:

  • Anzahl der Risiko-Begegnungen,
  • Zeit seit der letzten Risiko-Begegnung (in Tagen),
  • Anzahl der Tage mit Risikoermittlung (max. 14 Tage),
  • Zeitpunkt des letzten Abrufs der Positivkennungen (Tag/Uhrzeit)

Nur die Nutzerin/der Nutzer selbst sieht diese Informationen in der App. Eine Weitergabe an das Gesundheitsamt ist freiwillig.

Stand: 09.09.2020

Wie kann das Gesundheitsamt verifizieren, dass der Anrufer/Besucher ein "erhöhtes Risiko" auf seiner App hat?

Die Anrufenden werden gebeten, die Risiko-Benachrichtigung in der App zu beschreiben, um den Erhalt der Benachrichtigung zu plausibilisieren. Darüber hinaus gibt es aktuell keine Möglichkeit für die Gesundheitsämter zweifelsfrei zu bestätigen, dass die Anruferin/der Anrufer eine Risiko-Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ über die App erhalten hat.
Meldet sich eine Nutzerin/ein Nutzer beim Gesundheitsamt wird empfohlen im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären. Dazu können die Details der Risiko-Benachrichtigung aus der App genutzt werden, wie z.B. genannte Anzahl der Risiko-Begegnungen und den Zeitpunkt seit der letzten Risiko-Begegnung. Sofern möglich, erfolgen auf dieser Basis eine Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II und entsprechende Maßnahmen.
Sofern die Informationen für die Kategorisierung nicht ausreichen, wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • PCR-Testung auf SARS-CoV-2 anbieten
  • Hinweis geben, dass negativer Test eine Infektion nicht ausschließt
  • nachdrücklich auf AHA-Regeln hinweisen
  • Empfehlung aussprechen, zu Hause zu bleiben und Kontakte zu reduzieren, wenn möglich.
  • In besonderen Fällen kann das Gesundheitsamt eine häusliche Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot anordnen.

Stand: 09.09.2020

Soll jede Person mit erhöhtem Risiko einen Test auf SARS-CoV-2 bekommen?

Nein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind angehalten, im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären und auf dieser Basis die Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II vorzunehmen und entsprechende Maßnahmen anzuordnen. Allerdings kann das Gesundheitsamt auch dann eine PCR-Testung anbieten, wenn die Informationen zur Kategorisierung nicht ausreichen.

Stand: 09.09.2020

Technische Fragen

Wie und wo technische Probleme gemeldet werden können

Technische Fragen können direkt an unsere Hotline der Corona-Warn-App gerichtet werden. Diese ist deutschlandweit unter der kostenfreien Rufnummer 0800 7540001 von Montag bis Samstag 7 bis 22 Uhr für Sie erreichbar. Die Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter werden Ihnen dort umgehend weiterhelfen. Vielen Dank!

Außerdem finden Sie weitergehende Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen ebenfalls in den FAQ auf unserer Website unter https://www.coronawarn.app/de/.

Stand: 14.07.2020

Wie die Corona-Warn-App weiterentwickelt wird

Die Corona-Warn-App wird auch nach ihrer Veröffentlichung kontinuierlich weiterentwickelt, damit sie noch zielgenauer dabei unterstützen kann, Infektionsketten zu unterbrechen. Eine Stellschraube ist die Verbesserung der technischen Messparameter, d.h.  - wie präzise die App relevante Begegnungen erfasst? Eine anderer Faktor sind z.B. Informationen zu Symptomen: Wenn klar ist, ob bzw. ab wann eine Corona-positive Person Symptome von COVID-19 zeigte, kann das Infektionsrisiko besser bestimmt und andere Nutzer zielgenauer benachrichtigt werden.

Um den Nutzen der Corona-Warn-App und anderer Maßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen, bedarf es einer begleitenden Evaluation. Die Erkenntnisse aus dieser Evaluation der App wird auch für zukünftige Ereignisse und die Entwicklung von technischen Lösungen für andere bestehende Gesundheitsproblematiken benötigt. Für die wissenschaftliche Evaluation der App und die Bewertung des Nutzens ist das RKI hauptverantwortlich. Um einen wissenschaftlichen Diskurs zu ermöglichen, sollen hier auch andere wissenschaftliche Institutionen beteiligt werden. Die Möglichkeit der Evaluation wird erst in einer der nachfolgenden Ausbaustufen der App verfügbar sein. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dann die Möglichkeit, sich freiwillig an der wissenschaftlichen Evaluation der App und den damit verbundenen Forschungsfragen zur COVID-19-Situation in Deutschland zu beteiligen.

Stand: 14.07.2020

Wie die neueste Version der Corona-Warn-App die Hintergrundaktualisierung auf Android-Geräten vereinfacht

Die Corona-Warn-App hat zu jeder Zeit funktioniert. Bestimmte Android-Geräte verhindern, dass Apps dauerhaft im Hintergrund laufen. Das gilt nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern für alle Apps auf diesen Smartphones. Die Gerätehersteller haben das so eingestellt, um Akku zu sparen. Die App tauscht aber auch ohne diese Hintergrundaktualisierung anonyme Codes mit anderen Smartphones aus, die sich in der Nähe befinden. Die App gleicht auch alle gespeicherten anonymen Codes mit dem Server ab - bei den betroffenen Geräten allerdings nicht automatisch im Hintergrund, sondern wenn die App geöffnet wird. Um dennoch eine automatische Hintergrundaktualisierung zu ermöglichen, ließ sich dieses Problem durch die Veränderung von Einstellungen im Gerät beheben.

Mit der Version 1.1.1, die am 23.7.2020 erschienen ist, ist das Problem behoben. Die Nutzerin/der Nutzer muss die Corona-Warn-App nach dem Update einmal kurz öffnen, in die Einstellungen gehen (auf die drei untereinanderstehenden Punkte rechts oben in der App tippen, dann auf Einstellungen). Darunter findet sich der Punkt „Priorisierte Hintergrundaktivität“. Diese Funktion lässt sich jetzt per Schieberegler aktivieren. Damit sind die oben beschriebenen Restriktionen durch den Hardwarehersteller für die Corona-Warn-App wieder aufgehoben.

Das beschriebene Problem ist seit längerem bekannt und in den FAQ der Corona-Warn-App adressiert. Dort wurde auch ausführlich erklärt, wie sich die Hintergrundaktualisierung manuell aktivieren lässt.

Stand: 24.07.2020

Warum nicht alle Smartphones die App installieren und aktivieren können

Aktuell kann die App auf den folgenden Betriebssystemen installiert werden:

  • Android: Ab Android 6 mit Google Play Service in einer Version ab 20.18: Die für die App notwendige Exposure Notification API wurde hier bereits über die Google-Play-Dienste eingespielt.
  • iOS: ab iOS 13.5: Die App läuft auf iOS-Smartphones ab dem iPhone 6s. Die Version des Betriebssystems muss iOS 13.5 oder höher sein, da mit dieser Version die Exposure Notification API eingeführt wurde.

Personen mit Smartphones, die diese technischen Voraussetzungen nicht erfüllen, werden von der Nutzung ausgeschlossen, obwohl sie mitunter bereit wären, die App zu nutzen. Dies ist ärgerlich aber leider unumgänglich, da die sog. Exposure Notification API, eine Funktion, die die Identifizierung von Risikokontakten ermöglicht (u.a. durch die Bewertung der Dauer von Kontakten) von Apple und Google nur auf diesen Betriebssystemen eingespielt wurde.

Stand: 14.07.2020

Warum muss ich bei einem Handy mit Android-Betriebssystem die Standortbestimmung einschalten?

Bei der Standortermittlung handelt sich hier um eine Besonderheit von Android. Bluetooth-Geräte in der Nähe können nur gefunden werden, wenn auch die Standortermittlung aktiviert ist. Damit die Corona-Warn-App in der Lage ist, Geräte in der Nähe zu identifizieren muss daher die Standortermittlung als Voraussetzung aktiviert werden. Die App erhebt selber aber keine Standortdaten (weitere Informationen unter: https://www.coronawarn.app/de/faq/).
Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://support.google.com/android/answer/9888358?hl=de unter dem Thema „COVID-19-Benachrichtigungen auf Ihrem Android-Smartphone aktivieren“ bzw. unter https://developer.android.com/guide/topics/connectivity/bluetooth (Seite auf englisch) unter dem Thema „Bluetooth overview“

Stand: 09.09.2020

Warum erhalte ich die Nachricht „Risiko-Ermittlung nicht möglich?“

Dieses Problem ist auf einzelne Energiesparmodi bzw. Akkueinstellungen verschiedener Hersteller zurückzuführen. Diese halten sich nicht vollständig an die Android-Spezifikation und wenden oft zu aggressives Energiesparen an. Die Corona-Warn-App ist von diesen Energiespar-Einstellungen betroffen und kann deswegen oft längere Zeit im Hintergrund den Risikostatus nicht aktualisieren. Hierzu gibt es allerdings einen Workaround:

  1. Geräte-Einstellungen öffnen
  2. 'Apps' bzw. 'Apps & Benachrichtigungen' wählen.
  3. 'Corona-Warn' wählen.
  4. 'Akkuverbrauch' wählen.
  5. 'App-Start' wählen.
  6. 'Automatisch verwalten' deaktivieren.
  7. 'Auto-Start' aktivieren
  8. 'Sekundärer Start' aktivieren.
  9. 'Im Hintergrund ausführen' aktivieren
  10. Smartphone neustarten.
  11. Die Corona-Warn-App starten.

Diese Probleme können auch bei anderen Anwendungen auftreten. Andere Hersteller haben deswegen bereits sehr viele, auch gerätespezifische Informationen zur Lösung bereitgestellt. Weitere Informationen finden Sie z. B. bei Slack. Wenn unsere generischen Tipps nicht helfen, versuchen Sie bitte die Tipps aus der Slack-Dokumentation für die Corona-Warn-App und das entsprechende Smartphone anzuwenden.
Wir arbeiten an einer Erweiterung der Android-App, sodass diese Einstellung direkt in der App vorgenommen werden kann und man nicht mehr umständlich über die Geräte-Einstellungen gehen muss.

Stand: 14.07.2020

Wie man bei Google „Nutzungs- und Diagnosedaten an Google senden" unterbinden kann

Die Corona-Warn-App arbeitet mit einem sehr datensparsamen Ansatz. Bei Smartphones mit einem Google Betriebssystem werden jedoch durch die von Apple/Google entwickelte Exposure Notification-Schnittstelle, auf der die Corona-Warn-App basiert, unter Umständen automatisch Telemetriedaten (z.B. zur Häufigkeit der App-Nutzung) mit Google geteilt. Zu diesen Daten gehören keine Gesundheitsdaten. Gleichzeitig ist die Übermittlung dieser Daten für die uneingeschränkte Funktion der Corona-Warn-App nicht notwendig.

Die automatische Übermittlung dieser Daten kann wie folgt deaktiviert werden:

  1. Öffnen Sie auf dem Gerät die Einstellungen
  2. Tippen Sie auf Google >Dreipunkt-Menü >Nutzung und Diagnose
  3. Deaktivieren Sie Nutzung und Diagnose.

Details können Sie hier nachlesen.

Stand: 14.09.2020

Stand: 28.09.2020

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