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Informationen zu neuen SARS-CoV-2-Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika

Im Dezember 2020 berichteten britische Behörden von einer neuen SARS-CoV-2-Virusvariante (B.1.1.7), die sich seit September 2020 in Großbritannien ausbreitet. Nach ersten Untersuchungen aus dem Vereinigten Königreich und gemäß Einschätzung des ECDC (Rapid Risk Assessment) ist die Variante B.1.1.7 noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als bisher zirkulierende Varianten. Sie weist eine erhöhte Reproduktionszahl auf und geht offenbar mit einer höheren Viruslast einher. Bisher gibt es bei begrenzter Datenlage jedoch keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit dieser neuen Variante. Darüber hinaus wurde im Dezember 2020 über eine neue Virusvariante aus Südafrika berichtet (B.1.351), die ersten Untersuchungen zufolge ebenfalls mit einer höheren Übertragbarkeit einhergeht. Weiterhin zirkuliert im brasilianischen Staat Amazonas eine SARS-CoV-2 Variante, die von der Linie B.1.1.28 abstammt. Sie ähnelt in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante und erhöhte Transmissibilität wird als denkbar erachtet. Die Situation wird weiter genau beobachtet.  

Vertreter dieser Linien sind bereits in verschiedenen Ländern Kontinentaleuropas und weltweit identifiziert worden. Auch in Deutschland wurden dem RKI bereits einige Infektionen mit den Varianten B.1.1.7 und B.1.351 übermittelt. Es ist zu erwarten, dass hierzulande weitere Fälle bekannt und Ausbrüche durch die neuen Variante verursacht werden.

Die Dynamik der Verbreitung beider Varianten in einigen Staaten ist besorgniserregend. Zwar ist noch unklar, wie sich diese neuen Varianten auf die Situation in Deutschland auswirken werden, aber bei erhöhter Übertragbarkeit der neuen Virusvarianten besteht die Möglichkeit einer weiteren Verschärfung der Lage. Deshalb ist es umso wichtiger, die bekannten AHA+L-Regeln konsequent einzuhalten, um generell eine Übertragung von SARS-CoV-2 zu verhindern, die Ausbreitung der neuen, noch leichter übertragbaren Variante einzudämmen und damit der Überbeanspruchung der Krankenhäuser und Gesundheitsämter entgegenzuwirken.

Zirkulierende SARS-CoV-2-Viren werden auch in Deutschland zunehmend molekularbiologisch untersucht. Die Zahl der Genomsequenzierungen wird aktuell verstärkt, dies wurde in einer Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit geregelt. Ansprechpartner für Sequenzierungen ist das Konsiliarlabor für Coronaviren an der Berliner Charité (einen Überblick über aktuelle Sequenzen liefert u.a. die Internetseite des Konsiliarlabors: https://civnb.info/sequences/). Auch das Robert Koch-Institut führt Genomsequenzierungen durch, ebenso Universitätskliniken, Landeslabore oder entsprechend befähigte private Labore. Die Sequenzdaten werden aus verschiedenen Quellen am RKI zusammengeführt (Erläuterungen siehe "Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2", Abschnitt "Molekulare Surveillance"). Das RKI stellt zur Übermittlung von Sequenzdaten eine technische Plattform zur Verfügung: Deutscher elektronischer Sequenzdaten-Hub, kurz DESH (siehe auch COVID-19-FAQ > Diagnostik > Warum sind Genomsequenzierungen wichtig?)

Eine Übersicht über diese und weitere SARS-CoV-2-Varianten stellt die WHO bereit. Molekularbiologische Details der in Großbritannien und Südafrika erstmals detektierten Varianten sind unter SARS-CoV-2: Virologische Basisdaten und Virusvarianten abrufbar.

Stand: 20.01.2021

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