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SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)

Stand: 10.7.2020

Änderungen gegenüber der Version vom 26.6.2020: Es wurden insbesondere die Kapitel "Schwangere und Kinder", "Immunität" und "Impfung" überarbeitet. Kleinere Änderungen wurden in den Kapiteln zur "Dauer der Infektiosität" und "Manifestationen" vorgenommen sowie an verschiedenen Stellen die aktuellsten Referenzen angeführt.

Der Steckbrief zu COVID-19 beleuchtet wesentliche epidemiologische und Public Health-relevante Aspekte des SARS-CoV-2-Erregers. Er basiert auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur, inklusive der methodischen Bewertung der entsprechenden Quellen. Der Steckbrief dient damit als orientierende Literatur-Zusammenfassung, kann aber nicht für jeden Gliederungspunkt die Detailtiefe einer systematischen Übersichtsarbeit darstellen. Für weiterführende Informationen zu spezifischen Fragestellungen verweisen wir auch auf die entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften. Einige der referenzierten Veröffentlichungen sind bisher nur als Vorab-Publikation („preprint“) verfügbar. Das heißt, sie wurden zwar schon der (Fach-) Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, wurden aber noch nicht in einem Peer Review-Verfahren begutachtet. Da sich die Datenlage sehr rasch erweitert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Publikationen in der aktuellen Version des Steckbriefs noch nicht berücksichtigt wurden. Auch ist es möglich, dass einzelne Quellen von anderen Personen anders bewertet werden. Dieser Erregersteckbrief ist ein „dynamisches Dokument“, d.h. es werden laufend Erweiterungen, Präzisierungen und Kürzungen vorgenommen. Anmerkungen oder Ergänzungsvorschläge sind daher willkommen.

Tabelle 1: Wesentliche Parameter zu COVID-19 im Überblick

ParameterWert
Haupt­übertragungs­wegTröpfchen­infektion/ Aerosole
Altersmedian (Deutschland)49 Jahre
Häufige SymptomeHusten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmacks­sinns, Pneumonie
Risikogruppeninsbesondere Ältere, Vorerkrankte
Basisreproduktionszahl R02–3,3
Inkubationszeit (Mittel, Spannweite)5–6 Tage (1–14 Tage)
Manifestationsindex56,8–86 %
Dauer des Krankenhaus­aufenthaltesim Mittel mindestens 10 Tage
Anteil der Hospita­lisierten (Deutschland)17%
Impfung; spezifische medikamentöse Behandlungnicht verfügbar

1. Übertragungswege

In der Allgemeinbevölkerung (gesellschaftlicher Umgang)
Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen (1, 2). Je nach Partikelgröße unterscheidet man Tröpfchen (größer als 5 µm) von kleineren Partikeln (Tröpfchenkerne oder infektiöse Aerosole, kleiner als 5  µm). Der Übergang ist fließend, durch Austrocknung in der Luft können aus Partikeln, die in Tröpfchengröße ausgeschieden werden, Tröpfchenkerne entstehen. Beim Atmen und Sprechen, aber noch weitaus stärker beim Schreien und Singen werden vorwiegend kleine Partikel (Aerosol) ausgeschieden (3-10), beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich mehr Tröpfchen (11-13). Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zur verstärkten Freisetzung beitragen (4). Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht (14). Während insbesondere größere respiratorische Tröpfchen schnell zu Boden sinken, können Aerosole  - auch über längere Zeit - in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Ob und wie schnell die Tröpfchen und Aerosole absinken oder in der Luft schweben bleiben, ist neben der Größe der Partikel von einer Vielzahl weiterer Faktoren, u.a. der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, abhängig (2).

Der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt und exponierte Personen besonders tief einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole ist unter diesen Bedingungen das Einhalten des Mindestabstandes ggf. nicht mehr ausreichend. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Singen in einem geschlossenen Raum über einen längeren Zeitraum, wo es zu sehr hohen Erkrankungsraten kommen kann, die sonst nur selten beobachtet werden (15-17). Auch ein Fitnesskurs war Ausgangspunkt für ein ähnliches  Infektionsgeschehen (18). Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor (19). Bei gleichzeitiger Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit  im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering.

Kontaktübertragung
Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung der infektiösen Person nicht auszuschließen (20), da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter bestimmten Umständen in der Umwelt nachgewiesen werden können (21, 22) (siehe Punkt "Tenazität"). Bei COVID-19-Patienten wurden vereinzelt auch PCR-positive Stuhlproben (23-25) identifiziert. Für eine Ansteckung über Stuhl müssen Viren jedoch vermehrungsfähig sein. Dies wurde in Studien bisher nur selten gezeigt (26, 27).

Konjunktiven als Eintrittspforte
In drei (von 63 untersuchten) Patienten mit COVID-19-Pneumonie waren Konjunktivalproben PCR-positiv (28). Dies ist jedoch kein Beleg, dass Konjunktiven als Eintrittspforte fungieren können.

Vertikale Übertragung von der (infizierten) Mutter auf ihr Kind (vor und während der Geburt sowie über die Muttermilch)
Es gibt nur wenige Studien, die diese Fragestellung untersucht haben (23, 29-36). Basierend auf den bisher vorliegenden wenigen Untersuchungen und Fallberichten aus China zu Immunreaktionen bei Neugeborenen (erhöhte Werte der IgM-Antikörper, die i.d.R. nicht transplazentar übertragbar sind) kann eine Übertragung im Mutterleib nicht ausgeschlossen werden (34-36). In den meisten Fällen zeigen die Kinder SARS-CoV-2-positiver Mütter nach der Geburt keine Krankheitszeichen (34). Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind (36). Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. In mehreren Studien wurde die Muttermilch auf SARS-COV-2 untersucht, ohne dass ein Nachweis erfolgte (37). In einer aktuellen Studie gelang bei einer von zwei SARS-COV-2-positiven Müttern im Wochenbett der Nachweis von Virus-RNA aus vier verschiedenen Proben. Allerdings kann die beobachtete Infektion des Neugeborenen hier auch auf respiratorischem Weg erfolgt sein, da die Patientin erst nach Symptombeginn einen Mund-Nasen-Schutz trug. Es wurde keine Virusanzucht versucht, insofern bleibt ungeklärt, ob das Virus in der Muttermilch tatsächlich infektiös war und eine Übertragung durch das Stillen damit möglich gewesen wäre (38). Die Datenlage ist derzeit noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Medizinischer Sektor
Im medizinischen Sektor sind alle potentiellen Übertragungswege von Bedeutung und müssen durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden. Ein Hochrisikosetting sind Aerosol-produzierende Vorgänge, wie z.B. Intubation, Bronchoskopie oder zahnärztliche Prozeduren, bei denen eine Übertragung mittels Aerosol auf ärztliches/pflegerisches Personal möglich ist. Zur Verhinderung der Übertragung werden bei diesen Tätigkeiten spezielle Atemschutzmasken durch die betroffenen Berufsgruppen getragen.

2. Übertragung durch asympto­ma­tische/prä­sympto­matische und symptoma­tische Infizierte

Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung auf eine andere Person bereits symptomatisch war, ob sie noch keine Symptome entwickelt hatte oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion). Eine große Bedeutung haben die Übertragungen von infektiösen Personen, wenn sie bereits Krankheitszeichen (Symptome) entwickelt haben (39, 40). Dabei können diese Symptome relativ subtil sein, wie z.B. Kopfschmerzen und eine verstopfte Nase. Eine solche Phase mit leichteren Symptomen kann einer späteren Phase mit „typischeren“ Symptomen, wie z.B. Fieber oder Husten, um ein oder zwei Tage vorausgehen (41).

Darüber hinaus steckt sich vermutlich auch ein beträchtlicher  Anteil der Personen von anderen, infektiösen Personen in den 1-2 Tagen vor deren Symptombeginn an (39, 42). Wie groß dieser Anteil ist, kann nicht genau beziffert werden, da in mehreren Studien nicht oder nicht gut beschrieben wurde, wie der  „Symptombeginn“ definiert war. Es ist zum Beispiel möglich, dass bei einem Fall der Erkrankungsbeginn als der erste Tag mit Fieber dokumentiert wurde, obwohl die Person schon am Vortag Kopfschmerzen und eine verstopfte Nase hatte.

Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen von Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung). Diese Ansteckungen spielen vermutlich jedoch eine untergeordnete Rolle (43).

Zur Verminderung des Übertragungsrisikos sind in allen drei Konstellationen die schnelle Isolierung von positiv getesteten Fällen, die Identifikation und frühzeitige Quarantäne enger Kontaktpersonen, das Abstandhalten zu anderen Personen, das Einhalten von Hygieneregeln und das Tragen von (Alltags-)Masken (AHA-Regel) wirksam.

3. Krankheitsverlauf, Symptome und demografische Einflüsse

Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren in ihrer Symptomatik und Schwere stark, sie reichen von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Im Bericht der „WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019“ wird berichtet, dass milde Fälle im Mittel (Median) einen Krankheitsverlauf von zwei Wochen haben und schwere von 3 bis 6 Wochen (44). Für 86% der Fälle aus dem deutschen Meldesystem liegen klinische Informationen vor. Zu den am häufigsten genannten Symptomen zählen Husten, Fieber, Schnupfen, sowie Geruchs- und Geschmacksverlust (s. Tab. 2).

Tabelle 2: Demografische Daten und Symptome/Manifestationen COVID-19-Erkrankter in Deutschland (Stand 09.07.2020)

Überblick zu Daten aus Deutschland
Demografie
Geschlechterverhältnis52 % weiblich
Altersmedian49 Jahre
Altersverteilung< 10 Jahre: 2,3 %
10-19 Jahre: 4,6 %
20-49 Jahre: 43 %
50-69 Jahre: 31 %
70-89 Jahre: 16 %
≥ 90 Jahre: 2,9 %
Häufig genannte Symptome/Manifestationen
Husten48 %
Fieber41 %
Schnupfen21 %
Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns*15 %
Pneumonie3,0 %
Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

* In Deutschland werden seit der 17. KW für die COVID-19-Fälle Geruchs- und Geschmacksverlust als Symptome erfasst. In vielen internationalen Studien wurde bei über der Hälfte der Probanden ein Geruchs- und/oder Geschmacksverlust nachgewiesen (45-47). Die deutlich höhere Prävalenz resultiert vermutlich aus der intensiveren Ermittlung solcher Symptome im Rahmen von Studien im Vergleich zum Meldewesen.

4. Risikogruppen für schwere Verläufe

Dieser Steckbrief dient lediglich als Orientierung und kann nur einen Überblick zu größeren Erkrankungsgruppen bzw. Risikofaktoren geben. Die Vielfalt verschiedener potentiell prädisponierender Vorerkrankungen und ihrer Schweregrade (z.B. bereits bestehende Organschäden) sowie die Vielzahl anderer Einflussfaktoren (z.B. Alter, Geschlecht, Gewicht, bestimmte Verhaltensweisen, adäquate medikamentöse/therapeutische Einstellung) und deren individuelle Kombinationsmöglichkeiten machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine personenbezogene Risiko-Einschätzung, im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Beurteilung. Wichtige weiterführende Informationen zur Risiko-Einschätzung finden sich auch auf den Internetseiten der jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften.

Schwere Verläufe sind eher selten, können aber auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten (48, 49) und werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet (50). Bei folgenden Personengruppen werden schwere Krankheitsverläufe häufiger beobachtet:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren; 86 % der in Deutschland an COVID-19 Verstorbenen waren 70 Jahre alt oder älter [Altersmedian: 82 Jahre])
  • Raucher (24, 51) (schwache Evidenz)
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (ohne Rangfolge):

    • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • chronische Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
    • chronische Lebererkrankungen
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

5. Spezielle Gruppen: Schwangere und Kinder

Schwangere
(a) Erwerb der Infektion: Aktuell gibt es keine Daten zur Empfänglichkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion bei Schwangeren. Aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen während der Schwangerschaft kann eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen durch SARS-CoV-2 nicht ausgeschlossen werden.
(b) Klinische Präsentation: Schwangere SARS-CoV-2-Infizierte scheinen seltener Symptome zu entwickeln, mit einem entsprechend niedrigeren Manifestationsindex (53, 54).
(c) Schwere des Krankheitsverlaufs bei Schwangeren: Einige der vorliegenden Studien und Fallserien (52-55) sowie die Ergebnisse des Berichts der „WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019“ (44) geben keinen Hinweis für einen schwereren Verlauf von COVID-19 bei Schwangeren im Vergleich zu Nicht-Schwangeren. In zwei Studien mit kleineren Fallzahlen zeigte sich dagegen ein erhöhtes Risiko für schwangere COVID-19-Patientinnen (56, 57). Schwere Verläufe und vereinzelte Todesfälle werden zudem in mehreren kleineren Fallserien und in einer Studie aus den USA beschrieben (58-62), allerdings ist eine Abschätzung des relativen Risikos durch teilweise kleine Fallzahlen und fehlende Bezugsgrößen bzw. mangels Kontrollgruppen erschwert.

Zusammenfassend sind die Studiendaten aktuell nicht ausreichend, um den Einfluss einer Schwangerschaft auf die Schwere des Krankheitsverlaufs und das Behandlungsergebnis abschließend zu beantworten. Da COVID-19 mit einer Hyperkoagulabilität einhergehen kann und es auch in der Schwangerschaft physiologisch zu einer Hyperkoagulabilität kommt, sollte die Indikation zur Thromboseprophylaxe sorgfältig geprüft werden (63-65).

Ungeborene Kinder
Es gibt bisher nur wenige Daten zu dieser Fragestellung, insbesondere keine Langzeitdaten, daher können zu dieser Fragestellung keine validen Aussagen gemacht werden. Grundsätzlich kann hohes Fieber während des ersten Trimenons der Schwangerschaft das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen.

Kinder und Jugendliche
In der Mehrzahl der vorliegenden Studien wurden bei Kinder seltener laborbestätigte SARS-CoV-2-Infektionen nachgewiesen als bei Erwachsenen (24, 66-70). Um festzustellen, welcher Anteil in einer bestimmten Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppe eine Infektion mit einem Erreger durchgemacht hat, werden serologische Studien durchgeführt, in denen Antikörper im Blut der Personen gemessen werden. Diese serologischen Studien zeigen kein eindeutiges Bild: In einigen Studien haben Kinder ähnlich hohe Seroprävalenzen im Vergleich zu Erwachsenen (71-74). In neueren Studien wird bei jüngeren Kindern eine niedrigere Seroprävalenz beobachtet (75), während ältere Kinder bzw. Jugendliche eine vergleichbare oder sogar höhere Seroprävalenzen als Erwachsene aufweisen (76).
Wenn Haushaltskontaktpersonen von Indexfällen nach untersucht wurden, zeigte sich bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen eine niedrigere Empfänglichkeit für eine SARS-COV-2-Infektion (77-79). In einer Studie wurde für Kinder und Erwachsene eine ähnliche Wahrscheinlichkeit mit einer attack rate von 4-7% beobachtet (80).

Die bisherigen Studien zeigen, dass Kinder meist von Erwachsenen infiziert werden. In Haushaltscluster-Untersuchungen wurden aber auch Kinder als Indexfall identifiziert (81-83), welche in einer Studie mehr Haushaltskontakte (10%) als Erwachsene (6,7%) infizierten (82; persönliche Kommunikation mit dem Autor). In den genannten Haushaltscluster-Untersuchungen wurden nur symptomatische Personen als Indexfall gewertet, so dass es zu einer Unterschätzung der Eintragung in die Familien durch Kinder gekommen sein kann.

Der Manifestationsindex liegt bei Kindern bei 72–96 % (84-86). Die häufigsten Symptome sind, wie bei Erwachsenen, Fieber und Husten (87). Magen-Darm-Symptome können auch vorkommen, auch wenn keine respiratorischen Symptome vorliegen (88).
Die Mehrzahl der Kinder zeigt nach bisherigen Studien einen eher milden und unspezifischen Krankheitsverlauf (89, 90), auch wenn, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, schwere Verläufe vorkommen können (84, 90-95). Eine Auswertung von europäischen Daten zeigte jedoch keinen Unterschied hinsichtlich der Häufigkeit intensivmedizinischer Behandlungen bei Kindern unter bzw. über 5 Jahren (94).

Vorerkrankungen lagen in Deutschland bei 26 % aller hospitalisierten Kinder und bei 50 % aller Kinder in intensivmedizinischer Behandlung vor. Bei den hospitalisierten Kindern sind pulmonale (15 %) und kardiale (8 %) Vorerkrankungen häufiger registriert worden, die Fallzahlen sind allerdings zu gering, um zum jetzigen Zeitpunkt Rückschlüsse zu ziehen (95). Mehrere Ländern berichten Fälle mit einem Krankheitsbild, welches das ECDC als PIMS-TSS: „paediatric inflammatory multisystem syndrome (PIMS)“ in Kombination mit einem „toxic shock syndrome“ (TSS) bezeichnet, welches Ähnlichkeit mit dem Kawasaki-Syndrom aufweist, das bei Kindern im Zusammenhang mit anderen Infektionskrankheiten beobachtet wird. Das Risiko für Kinder, an PIMS-TSS zu erkranken, wird vom ECDC als gering eingeschätzt, auch sind durch PIMS-TSS bedingte Todesfälle bei Kindern sehr selten (96, 97).

In der Zusammenschau der bisher erhobenen Daten scheinen Kinder etwas weniger empfänglich für eine SARS-COV-2-Infektion zu sein und spielen im Übertragungsgeschehen möglicherweise eine geringere Rolle als Erwachsene (68, 77, 82, 98-100), obgleich erste Studien zur Viruslast bei Kindern keinen wesentlichen Unterschied zu Erwachsenen erbracht haben (101-104) und ältere Kinder und Jugendliche in Studien im Vergleich zu Erwachsenen zum Teil ähnliche oder sogar etwas höhere Seroprävalenzraten zeigen (75, 76). Auch wenn Kinder möglicherweise eine geringere Empfänglichkeit für eine Infektion aufweisen, bestehen bei ihnen andererseits in der Alltagssituation i. d. R. häufigere und engere physische Kontakte, die eine Übertragung begünstigen können. Zu beachten ist, dass die meisten Studien im Lockdown durchgeführt wurden. Sie lassen daher keine Rückschlüsse auf die Normalsituation mit geöffneten Bildungseinrichtungen zu. Eine abschließende Einschätzung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

6. Manifestationen, Komplikationen und Folgeerkrankungen

Es wird angenommen, dass etwa 81% der diagnostizierten Personen einen milden, etwa 14% einen schwereren und etwa 5% einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen (70). COVID-19 kann sich in vielfältiger Weise und nicht nur in der Lunge, sondern auch in anderen Organsystemen manifestieren. Die Manifestationsorte sind u. a. von der Dichte der ACE-2 Rezeptoren in den Geweben abhängig, die dem Virus den Eintritt in die Zelle ermöglichen. Neben direkten zytotopathischen Effekten werden überschießende Immunreaktionen sowie Durchblutungsstörungen in Folge einer Hyperkoagulopathie beobachtet (64). Aufgrund der Neuartigkeit des Krankheitsbildes lassen sich keine zuverlässigen Aussagen zu Langzeitauswirkungen und (irreversiblen) Folgeschäden durch die Erkrankung bzw. ihre Behandlung (z.B. in Folge einer Langzeitbeatmung) treffen.

Pulmonale Erkrankungen
SARS-CoV-2 verursacht sehr häufig Atemwegsinfektionen. Meist in der zweiten Krankheitswoche kann sich eine Pneumonie entwickeln, die in ein beatmungspflichtiges ARDS fortschreiten kann, das u.U. eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) erforderlich macht (105, 106).

Neurologische Symptome und Erkrankungen
Als neurologische Symptome wurden Kopfschmerzen, Schwindel und andere Beeinträchtigungen beschrieben, die neuroinvasive Eigenschaften des Virus vermuten lassen (107, 108). Dazu zählen auch neuropsychiatrische Symptome bzw. Krankheitsbilder (109, 110) sowie einzelne Fälle möglicherweise SARS-CoV-2-assoziierter akuter nekrotisierender hämorrhagischer Enzephalopathie (111) und Meningitis (112). Darüber hinaus sind Fälle eines Guillain-Barré- und Miller-Fisher-Syndroms beschrieben worden (110, 113-122).  

Gastrointestinale Symptome
Eine COVID-19 Infektion kann mit gastrointestinalen Symptomen (Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Durchfälle) und Leberfunktionsstörungen einhergehen (123, 124).

Herz-Kreislauf-Symptome und Erkrankungen
Eine kardiale Beteiligung ließ sich anhand erhöhter Herzenzyme bzw. Troponin bei einem Teil der Patienten nachweisen, darunter auch Kinder und Patienten mit mildem oder moderatem Verlauf. (48, 125-127). Insbesondere bei schweren Infektionen der Atemwege erleidet eine Reihe von Patienten kardiovaskuläre Erkrankungen, einschließlich Myokardschädigungen, Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und venösen thromboembolischen Ereignissen (128, 129). Die pathologisch erhöhte Blutgerinnung geht bei schweren COVID-19-Verläufen mit einem erhöhten Risiko für Thromboembolien, u. a. in den unteren Extremitäten, sowie Lungenarterien- und zerebrovaskulären Embolien  und möglichen Folgeschäden einher (130-133).

Nierenerkrankungen
Insbesondere bei schwer erkrankten beatmungspflichtigen COVID-19-Patienten wird das Auftreten von akutem, u.U. dialysepflichtigem, Nierenversagen beobachtet (24, 48, 105, 134-141).

Dermatologische Manifestationen
Es ist eine relativ große Bandbreite an dermatologischen Manifestationen beschrieben, die jedoch insgesamt selten sind (0,2-1,2%) (24). Dazu zählen juckende, morbilliforme Ausschläge, Papeln, Rötungen und ein Nesselsucht-ähnliches Erscheinungsbild sowie Hautbläschen und Frostbeulen-ähnliche Hautläsionen. In seltenen Fällen sind schwere Durchblutungsstörungen in den Akren bis hin zum Gangrän beschrieben (142-150). Das Auftreten dieser Hautmanifestationen wird sowohl am Anfang des Krankheitsverlaufs (noch vor anderen bekannten Symptomen) als auch im späteren Erkrankungsverlauf beobachtet. Da viele der berichteten Hauterscheinungen auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, ist derzeit noch unklar, ob bestimmte dermatologische Erkrankungsmuster eine COVID-19 Diagnose erleichtern können.

PIMS
Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann es sehr selten im späteren Erkrankungsverlauf zur Entwicklung eines Pädiatrischen Inflammatorischen Multisystemischen Syndrom (PIMS) kommen, welches oben unter dem Absatz „Kinder und Jugendliche“ behandelt wird.

Ko-Infektionen
Insbesondere schwer erkrankte COVID-19-Patienten können unter weiteren Infektionen leiden (48, 134, 135, 151-155). Zu den nachgewiesene Erregern zählen u. a. Mycoplasma pneumoniae, Candida albicans und Aspergillus spp. Zudem wurden in einigen Fällen Superinfektionen mit multiresistenten Bakterien (z.B. Klebsiella pneumoniae und Acinetobacter baumannii) festgestellt.

7. Immunität

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 induziert die Bildung unterschiedlicher Antikörperklassen, die gegen das S- oder N-Protein gerichtet und im Median in der zweiten Woche nach Symptombeginn nachweisbar sind (156). Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. Es kommen derzeit diverse Antikörper-Assays zum Einsatz, die sich hinsichtlich Target-Antigenen (S1, S2, S-Trimer, RBD, N), detektierten Antikörperklassen (IgG, IgM, IgA) und Test-Performance unterscheiden. Diese Heterogenität ist bei der Interpretation serologischer Daten aus unterschiedlichen Settings zu berücksichtigen und erschwert deren Vergleich (157).

Neutralisierende Antikörper richten sich gegen das S-Protein und interferieren mit dem Zelleintritt des Virus (158, 159). Sie sind in der Regel am Ende der zweiten Woche nach Symptombeginn nachweisbar (160-169), jedoch vermutlich nicht bei allen Patienten: So wurden bei 10/175 bestätigten COVID-19-Patienten keine neutralisierenden Antikörper detektiert (168), und unter 228 seropositiven Personen mit vorwiegend mildem bzw. asymptomatischem Verlauf wiesen nur 135 (59,2%) neutralisierende Antikörper auf (170). Ob diese einzelnen Studien auf größere Bevölkerungsgruppen übertragen werden können und ob ein Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung vorliegt, muss in weiteren Untersuchungen geklärt werden (157).

Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich noch keine belastbaren Aussagen zur zellulären Immunität gegen eine SARS-CoV-2-Infektion treffen. Einige Studien beschreiben eine T-Zell-Kreuzreaktivität auf Proteine endemischer Coronaviren und SARS-CoV-2, die jedoch nur bei einer kleinen Personenzahl untersucht wurde und in größeren Kohorten verifiziert werden muss. Diese Kreuzreaktivität lässt eine Hintergrundimmunität vermuten, die möglicherweise Schutz vor einer schweren COVID-19-Erkrankung bietet. Während bei Untersuchungen zur zellulären SARS-CoV-1-Immunität Virus-spezifische T-Zellen 6 bzw. 11 Jahre nach Infektion bei Genesenen, jedoch nicht bei Nichtinfizierten nachgewiesen wurden (171, 172), waren auch bei ca. einem Drittel gesunder Spender*innen SARS-CoV-2-reaktive CD4 T-Zellen vorhanden (173). Sowohl bei Erkrankten als auch gesunden Probanden wurde eine T-Zell-Reaktivität gegen das Spike-Protein (173, 174) sowie weitere SARS-CoV-2 Proteine festgestellt (175, 176), die mit dem Nachweis neutralisierender Antikörper korrelierten (177). Es ist somit denkbar, dass eine Kombination von zellulärer und humoraler Immunität für eine erfolgreiche Virusabwehr nötig ist.

Die Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Erkrankungen (SARS und MERS) deuten darauf hin, dass die Immunität bis zu drei Jahre anhalten könnte (178-181). Um dies genauer zu bestimmen, sind Längsschnittstudien erforderlich, welche die Immunität der Patienten über einen längeren Zeitraum beobachten (182). Durch Tierversuche an Rhesusaffen (183), früheren Erkenntnissen zu SARS sowie Plausibilitätsannahmen gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten ein nur sehr geringes Reinfektionsrisiko haben.

8. Basisreproduktionszahl (R0)

Verschiedene Studien verorten die Zahl der Zweitinfektionen, die von einem Fall ausgehen (Basisreproduktionszahl R0) zwischen 2,4 und 3,3. Dabei wurden einzelne Studien mit deutlich höheren Schätzwerten nicht berücksichtigt. Dieser Wert kann so interpretiert werden, dass bei einem R0 von etwa 3 ungefähr zwei Drittel aller Übertragungen verhindert werden müssen, um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen (184). Das R0 in China wurde im WHO-China Joint Mission Report in der Abwesenheit von Maßnahmen als 2–2,5 angegeben (44).

9. Überdispersion und "Superspreading"

Die Reproduktionszahl (Rt) gibt eine durchschnittliche Anzahl der Folgeinfektionen durch eine infizierte Person an. Tatsächlich aber übertragen manche Menschen sehr viele Infektionen (sog.Superspreader“) während andere Infizierte nur wenige oder sogar niemanden infizieren (185). Um diese individuellen Unterschiede statistisch darzustellen, kann die Verteilung der Anzahl von Folgeinfektionen mit Hilfe einer negativ binomialen Verteilung approximiert werden. Neben dem Erwartungswert (der Reproduktionszahl) wird diese durch einen weiteren Parameter, nämlich den  Dispersionsparameter k beschrieben. Dieser Wert k kann einen beliebigen positiven Wert  annehmen und gibt Auskunft darüber, wie gleichmäßig sich die Infektion in einer Gesellschaft verbreitet. Je kleiner k ist, desto ungleichmäßiger ist das Infektionsgeschehen, in dem Sinne, dass wenige Infizierte für viele Sekundärfälle und eine große Mehrheit der Infizierten nur für wenige oder keine Folgeinfektionen verantwortlich sind. Ein sehr kleines k (z. B. 0,1) spiegelt also ein Infektionsgeschehen wider, dass von Ausbrüchen dominiert wird, sog. „Superspreading-Events“ (SSE), während kleine Infektionsketten wenig zur Gesamtzahl der Neuinfektionen beitragen oder auch ganz abbrechen können. Wenn das Infektionsgeschehen eher von SSE dominiert wird, spricht man auch von „Overdispersion“ bzw. Überdispersion (185, 186).

Wissenschaftler diskutieren, ob derartige Ausbruchsgeschehen in weitaus größerem Ausmaß die Dynamik der Pandemie beeinflussen als bislang angenommen. So kommen Adam et al. in einer Clusteranalyse von 1.037 laborbestätigten Fällen in Hong Kong und einem k von 0,45 (95 %-KI: 0,30–0.72) zu der Annahme, dass im beobachteten Zeitraum in Hong Kong 20 % der Fälle für 80 % der Übertragungen verantwortlich waren (bis zum 28.04.2020, Superspreader events waren definiert als Ereignisse mit mindestens 6-8 Folgefälle) (186). Ob sich diese Beobachtung auf andere Länder übertragen lässt bleibt abzuwarten.

Eine Modellierungsstudie von Endo et al. stützt diese Annahme. Basierend auf den Daten der WHO-Länderberichte wurde geschätzt, dass mit einem median k von 0,1 (95 %-KI: 0.05–0.2) nur etwa 10 % infektiöser Indexfälle 80 % der Folgefälle ausgehen. Die Autoren weisen allerdings auf eine unsichere statistische Datenlage hin (187) .

Beide Autorengruppen halten daher auch für COVID-19 die Bestimmung von k für sinnvoll, um das aktuelle Infektionsgeschehen besser einzuschätzen und Public Health Maßnahmen gezielter und effektiver einzusetzen (z. B. indem typische Situationen, in denen SSE auftreten könnten, identifiziert und vermieden werden).

10. Inkubationszeit und serielles Intervall

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel (Median) bei 5–6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) (44, 188).
Das serielle Intervall definiert das durchschnittliche Intervall vom Beginn der Erkrankung eines ansteckenden Falles bis zum Erkrankungsbeginn eines von diesem angesteckten Falles. Das serielle Intervall ist meistens länger als die Inkubationszeit, weil die Ansteckung oft erst dann erfolgt, wenn ein Fall symptomatisch geworden ist. Letzteres scheint auf SARS-CoV-2-Infektionen nicht unbedingt zuzutreffen (189), was auch Studien zu asymptomatischen Übertragungen belegen (siehe unten). Das Robert Koch-Institut schätzt das serielle Intervall für SARS-CoV-2 im Median auf vier Tage (Interquartilsabstand: 3–5 Tage), was durch verschiedene Studien gestützt wird (42, 190-192). Prinzipiell ist das serielle Intervall jedoch keine stabile Eigenschaft eines Erregers, sondern hängt (wie die Reproduktionszahl) ebenso von den Eigenschaften der Gesellschaft ab, in der sich ein Virus verbreitet.

11. Dauer der Infektiosität

Basierend auf realen Daten wurde geschätzt, dass eine relevante Infektiosität bereits zwei Tage vor Symptombeginn vorhanden ist und die höchste Infektiosität am Tag vor dem Symptombeginn liegt (193). In einer Studie mit neun Patienten wurde die Ausscheidungsdynamik vermehrungsfähiger Viren aus Proben von Rachen und Sputum untersucht. Abstrichproben vom Rachen enthielten vermehrungsfähige Viren bis zum vierten, aus dem Sputum bis zum achten Tag nach Symptombeginn (160). In einer ähnlichen Untersuchung von 26 kultur-positiven nasopharyngeal und endotracheal gewonnenen Proben wurden bis zum siebten Tag nach Symptombeginn vermehrungsfähige Viren nachgewiesen (194). In einer Studie aus den USA mit 43 Pflegeheimbewohnern, für die das Datum des Symptombeginns bekannt war, wurden bis zu sechs Tagen vor und bis zu neun Tagen nach dem Symptombeginn vermehrungsfähige Viren im Nasen- bzw. Mund-Rachenraum nachgewiesen (195).  

Ein Literaturreview zur Bestimmung des infektiösen Zeitraums schloss neben Studien bzw. Fallberichten zum Nachweis vermehrungsfähiger Viren auch Untersuchungen ein, die auf PCR-Testungen, Kontaktpersonennachverfolgungen sowie auf Modellierungen basieren (196). Die aus diesen Studien abgeleiteten mittleren Zeiträume der Infektiosität variierten zum Teil erheblich und werden teilweise für asymptomatische Infektionen sowie für das Kindesalter kürzer angenommen. Auch die Schwere der Erkrankung hat vermutlich einen Einfluss auf die Dauer der Infektiosität. Zur Dauer der Infektiosität in der präsymptomatischen Phase zeigte sich im Mittel mit zwei Tagen (Spannbreite 1–4 Tage) eine verhältnismäßig gute Übereinstimmung zwischen den Studien. Untersuchungen von Infizierenden/Infizierten-Paaren stützen diese Annahme. Hier ergaben sich nach Symptombeginn Infektionszeiträume von durchschnittlich fünf bzw. sieben Tagen mit im Verlauf abnehmender Infektiosität (193, 196, 197).
Anhand der bisher verfügbaren Datenlage lässt sich abschließend eine durchschnittliche Infektiositätsdauer von 8-9 Tage ableiten (194, 198, 199). Bei schweren Verläufen und in Einzelfällen wurden allerdings Ansteckungszeiträume von bis zu 20 Tagen beobachtet.

12. Manifestationsindex

Der Manifestations-Index beschreibt den Anteil der Infizierten, die auch tatsächlich erkrankt sind. In der Literatur wird von unterschiedlichen Manifestationsindizes berichtet. Das hängt u. a. damit zusammen, dass Untersuchungssituationen in unterschiedlichen Settings sowie die untersuchten Populationen stark differieren. So könnten beispielsweise jüngere Personen ohne Vorerkrankungen nur einmal untersucht worden sein, und das u. U. auch nur während einer frühen Phase der Infektion und ohne Kenntnis darüber, ob sich im weiteren Verlauf noch Symptome entwickelten. Eine andere Untersuchungssituation wäre gegeben, wenn z. B. ältere infizierte Personen mit Vorerkrankungen bis zum Ende einer durchlaufenen Infektion bzw. Erkrankung beobachtet wurden. Manifestationsindizes aus verschiedenen Settings sind z. B. (i) Kreuzfahrtschiffausbruch (geschätzt): 82 % (95 %-KI: 79,8–84,5 %) (200), (ii) evakuierte Reiserückkehrer: 69 % (201), (iii) Pflegeheim: 86 % (202), und (iv) eine Dorfbevölkerung in Italien (geschätzt): 56,8 % (95 %-KI: 45,3–67,8 %; siehe 20.) (98).

13. Untererfassung

Die von Surveillance-Systemen angegebene Anzahl an Erkrankten unterliegt immer der Gefahr einer mehr oder weniger starken Verzerrung aufgrund der angewendeten Falldefinitionen. In jedem Erhebungssystem besteht die Notwendigkeit, Einzelpersonen aufgrund bestimmter Eigenschaften (Symptomatik; Labortests) zu erfassen. Somit wird immer nur eine Teilmenge erfasst. Die tatsächliche Anzahl Erkrankter muss daher häufig geschätzt werden.

Mit aller Vorsicht könnten zwei Studien zur Schätzung der Untererfassung herangezogen werden: Eine Studie, die noch auf Daten von Januar 2020 basierte, schätzt den Anteil der Infizierten, die im Überwachungssystem von China erfasst wurden auf 5 % (184), eine zweite Studie schätzt den Anteil auf 9,2 % (203). Somit wäre die Anzahl an Infizierten um einen Faktor 20 bzw. 11 größer als angegeben.

Sollte es in Deutschland zu einer großflächigen Verbreitung der Erkrankung in der Bevölkerung kommen, würde die Anzahl der COVID-19-Erkrankungen mit Arztbesuch mittels Modellierungen aus Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza geschätzt werden (204). Bei der Schätzung der Anzahl an Erkrankten mit oder ohne Arztbesuch könnten Daten aus dem GrippeWeb-Überwachungssystem (grippeweb.rki.de) herangezogen werden.

14. Fall-Verstorbenen-Anteil, Letalität

Fall-Verstorbenen-Anteil (engl. case fatality rate, CFR): Für den Fall-Verstorbenen-Anteil teilt man die Zahl der gemeldeten verstorbenen Fälle durch die Zahl der gemeldeten Fälle in einer Population, z. B. in Deutschland. Alternativ wird durch die Zahl der Fälle mit bekanntem Endpunkt (genesene und verstorbene Fälle) geteilt. Ersterer Quotient würde den endgültigen Anteil unterschätzen (da noch nicht von allen Patienten der Endpunkt bekannt ist und Patienten mit längerem Krankheitsverlauf häufiger tödlich verlaufen), bei letzterem Quotient würde der endgültige Anteil überschätzt werden. Beide Anteile nähern sich einander an, wenn von immer mehr gemeldeten Fällen der Endpunkt bekannt ist.

Der Fall-Verstorbenen-Anteil nach der oben zuerst erläuterten Methode wurde vom ECDC für Europa auf 10,5 % geschätzt (205). In Deutschland liegt der Fall-Verstorbenen-Anteil aktuell bei 4,7 %. Eine Studie aus China schätzte den Fall-Verstorbenen-Anteil in einer Patientengruppe von 1.099 Personen auf 8,1 % (14 / 173) unter schweren Erkrankungen (Beatmung oder Sepsis) und 0,1 % (1 / 926) bei leichten Erkrankungen (gesamt 1,4 %). Unter Patienten mit sehr schwerem Verlauf (ITS oder Lungenversagen) war der Fall-Verstorbenen-Anteil 22 % (15 / 67) (24).

Die Letalität beschreibt die Anzahl der verstorbenen Fälle als Anteil der Zahl der (tatsächlich) erkrankten Fälle. Dazu liegen keine verlässlichen Daten vor, weil die tatsächliche Anzahl erkrankter Menschen unbekannt ist und möglicherweise deutlich höher liegt als die Zahl der gemeldeten Erkrankungsfälle. Wenn tatsächlich die Zahl der erkrankten Fälle um einen Faktor 4,5–11,1 unterschätzt ist, dann beträfe das vermutlich v. a. die Zahl der (leichter) Erkrankten, die nicht durch das Überwachungssystem erfasst werden würden. Damit würde sich auch die (näher an der Wirklichkeit liegende) Letalität vermutlich um einen ähnlichen Faktor senken.

15. Durchschnittliche Zeitintervalle bei der Behandlung

Mediane Zeiträume bis zu verschiedenen Endpunkten sowie stationäre Aufenthaltsdauern (orientierende Angaben, basierend auf der aktuellen Studienlage) Mediane Zeiträume bis zu verschiedenen Endpunkten sowie stationäre Aufenthaltsdauern (orientierende Angaben, basierend auf der aktuellen Studienlage) Quelle: Robert Koch-Institut

Zeit von Symptombeginn bis Hospitalisierung
Die Dauer bis zur Hospitalisierung wird nicht allein durch den Verlauf und die Schwere der Erkrankung beeinflusst. Vielmehr spielen weitere Faktoren eine Rolle, wie z. B. die lokale Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit und Struktur der medizinischen Versorgung vor Ort sowie das Wissen der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals über COVID-19. Die Zeit bis zur Hospitalisierung aus einer chinesischen Fallserie aus Wuhan im Januar 2020 betrug etwa sieben Tage (141). Neuere Studien, z.B. aus Deutschland (mit 50 Patienten), England (n=16.749) und Shanghai (n=249), berichten über einen Zeitraum von im Mittel (Median) vier Tagen (IQR: 1-8 Tage) (207, 208). Für Patienten mit akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) wurde ein  Zeitraum von sieben (IQR: 2–10) Tagen berichtet (209).

Zeit von Symptombeginn bis Pneumonie und ARDS
In einer Veröffentlichung (chinesische Fallserie [n = 1.099]) betrug die Zeitspanne von Symptombeginn bis Pneumonie vier Tage (IQR: 2–7 Tage), und bis zum akuten Lungenversagen acht Tage (IQR: 6-12) (24, 210). 

Zeit von Erkrankungsbeginn und Hospitalisierung bis ITS
Eine Studie aus Deutschland berichtet über eine mediane Dauer von neun Tagen (IQR: 4–12 Tage; 10 Tage bei ARDS-Patienten [IQR: 4–12 Tage] und fünf Tage bei nicht-ARDS-Patienten [IQR: 0–7 Tage]) (209). In einer chinesischen Fallserie betrug die Zeitspanne von Symptombeginn bis zur Intensivstation im Mittel (Median) 9,5 Tage (IQR: 6–12 Tage) (105). Eine weitere Studie aus Wuhan berichtet von neun Tagen bei überlebenden und von 11 Tagen bei den verstorbenen Patienten (152).

Die Zeitspanne von Hospitalisierung bis ITS ist im Bericht des ISARIC (International Severe Acute Respiratory and Emerging Infections Consortium) auf Basis von 67.130 Erkrankten aus 37 Ländern im Mittel (Median) mit einem Tag angeben (IQR: 1-3 Tage) Tagen angegeben (211).

Dauer des Aufenthalts im Krankenhaus und auf der Intensivstation
Die mittlere Gesamtdauer der Krankenhausaufenthalte der 67.130 Fälle im ISARIC Bericht wird im Mittel (Median) mit 8 Tagen angegeben (IQR: 6-10 Tage) (211). Eine deutsche Studie berichtete von einer mittleren (Median) Hospitalisierungszeit von sieben Tagen unter den bis zum Ende der Datenerhebung acht entlassenen Patienten (keine ITS-Fälle, IQR: 6–11 Tage) (209).

In einer italienischen Studie von 1.591 Erkrankten wird die mittlere (mediane) Dauer auf der Intensivstation mit 10 Tagen angegeben (IQR: 8-14)(106). In einer (prospektiven) Kohorte aus New York betrug die mittlere (mediane) Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation für Patienten mit invasiver Beatmung 18 Tage (136).

16. Anteil der Hospitalisierten unter den Erkrankten

Dieser Anteil hilft bei der Einschätzung, wie viele Patienten einen Krankheitsverlauf haben, der schwer genug ist, um eine stationäre Behandlung zu veranlassen. Er kann unter anderem dadurch verzerrt sein, dass eine stationäre Aufnahme vor allem für laborbestätigte Patienten, bevorzugt bei Personen mit Vorerkrankungen oder besonderen Risiken oder auch nur zum Zweck einer Isolation erfolgt und nicht wegen eines schweren Verlaufs. Laut der Daten aus dem deutschen Meldesystem werden ca. 17% der in Deutschland gemeldeten Fälle hospitalisiert.

17. Anteil der beatmungspflichtige Erkrankten

Es gibt verschiedene Quellen mit einer weiten Spannweite bezüglich der Häufigkeit einer maschinellen Beatmungspflichtigkeit, dabei scheint der Anteil innerhalb Hubeis mit ca. 20–25 % (134, 138, 212) deutlich höher zu sein als für ganz China (2–6 %) (24, 50, 213). In der bereits genannten deutschen Studie betraf der Anteil 24 (alle ARDS-Patienten) von insgesamt 50 Patienten (48 %) (209).

18. Anteil der Hospitalisierten, die auf ITS behandelt wurden

Hierzu liegen nur wenige Informationen vor. In einer chinesischen Fallserie wurden 26 % (36 / 138) intensivmedizinisch behandelt (138), in einer anderen (n = 99) waren es 23 % (134). In einer Fallserie außerhalb Hubeis wurde dagegen ein Anteil von 2 % (1 / 62) auf einer Intensivstation behandelt (213). In der o.g. deutschen Studie betraf der Anteil 24 (alle ARDS-Patienten) von insgesamt 50 Patienten (48 %) (209) und das Epidemiologische Bulletin berichtete in Ausgabe 17/2020 von ca. 8 % (214). Im Rahmen einer Kohortenstudie aus zwei New Yorker Krankenhäusern wurde berichtet, dass 22 % der COVID-19-Patienten kritisch erkrankt waren (49).

19. Anteil der invasiv beatmeten Patienten mit extrakorporaler Membran­oxygenierung (ECMO)

Auch hierzu liegen nur wenige Informationen vor. In einer chinesischen Fallserie (inkl. vielen nosokomialen Fällen, inkl. medizinischem Personal) wurden 24 % der invasiv beatmeten Patienten (4 Patienten mit ECMO / 17 invasiv beatmete Patienten) mit extrakorporaler Membranoxygenierung (vorübergehende technische Lungenersatz-Therapie) versorgt (138). Chen et al. berichten von 43 % (3 Patienten mit ECMO von 7 invasiv beatmeten Patienten) (134). Eine weitere Studie berichtet von 6 % (2 Patienten mit ECMO von 32 invasiv beatmeten Patienten) (215). In der deutschen Studie betraf der Anteil acht der 24 ARDS-Patienten (33 %) bzw. von allen 50 hospitalisierten Patienten (16 %) (209).

20. Anteil Verstorbener unter den ITS-Patienten

Hierzu liegen wenige verlässliche Informationen vor, da kaum über Kohorten in den Studien berichtet wurde, die bis zum Ende beobachtet wurden, d.h. wo bei allen ein Endpunkt bekannt war. Im Rahmen einer Kohortenstudie aus zwei New Yorker Krankenhäusern wurde berichtet, dass unter kritisch erkrankten Patienten 39 % verstorben waren (37 % waren noch hospitalisiert). Im Median waren die verstorbenen Patienten neun Tage hospitalisiert (50).

21. Tenazität; Inaktivierung des Virus auf Oberflächen

Aerosole
In einer Studie mit experimentell hergestellten, mit SARS-CoV-2-Viren angereicherten Aerosolen waren vermehrungsfähige Viren bis zu drei Stunden in Aerosol nachweisbar (siehe Punkt „Übertragungswege“) (21).

Oberflächen
In derselben Studie wurde auch untersucht, wie lange vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren auf verschiedenen unbelebten Oberflächen nachgewiesen werden können: Unter allen experimentellen Bedingungen nahmen die Mengen nachweisbarer Viren exponentiell ab. Auf Kupfer konnten nach vier und auf Karton nach 24 Stunden keine Viren mehr nachgewiesen werden, während diese auf Edelstahl (bis zu 48 Stunden) und Kunststoff (bis zu 72 Stunden) deutlich länger nachweisbar waren (21). Die untersuchte Viruslast war in diesen Untersuchungen jedoch relativ gering (10/ ml). In ähnlichen Untersuchungen mit höheren Virustitern von SARS-CoV-1 blieben die Viren bis zu sechs Tagen vermehrungsfähig (216).

Die unterschiedlichen Inaktivierungskinetiken auf verschiedenen Materialien entsprechen auch früheren Erfahrungen mit SARS-CoV-1, die auf Papier, Baumwollgewebe oder Einwegschutzkitteln 24 Stunden bis zwei Tage bei hoher Viruslast (106 / ml) infektiös blieben, bei geringeren Titern (104 / ml) nur wenige Minuten bis eine Stunde (217). Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit von SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 ist für SARS-CoV-2 eine ähnliche Tenazität plausibel. Eine andere Studie wies SARS-CoV-2-RNA auf unterschiedlichsten Flächen im Krankenzimmer eines COVID-19-Patienten nach (nach vermehrungsfähigen Viren wurden hier jedoch nicht gesucht) (218).
Prinzipiell gilt, dass die Dauer der Vermehrungsfähigkeit von Viren von vielen Einflussfaktoren abhängt, wie z. B. von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit (216, 219, 220). Zur Inaktivierung sind Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mindestens dem Wirkbereich „begrenzt viruzid“, geeignet. Desinfektionsmittel mit den Wirkbereichen „begrenzt viruzid PLUS“ und „viruzid“ können ebenfalls eingesetzt werden (221).
Eine Studie aus den USA gibt Anhaltspunkte dafür, dass SARS-COV-2 auf Oberflächen zum Teil durch Sonnenlicht inaktiviert werden könnte. In einer Simulation wurden 90 % der Viruspartikel in Speichel nach weniger als sieben Minuten inaktiviert (222).

22. Impfung

Aktuell steht kein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 zur Verfügung. Laut WHO befinden sich mit Stand 7. Juli 2020 mehr als 160 Impfstoff-Kandidaten in der Entwicklung, die auf unterschiedlichen Wirkprinzipien beruhen (z. B. DNA, RNA, Protein Subunit oder Vektor-Impfstoffe) (223). Die meisten Impfstoff-Kandidaten befinden sich derzeit noch in der prä-klinischen bzw. explorativen Entwicklungsphase. Mittlerweile werden aber auch schon 21 Impfstoff-Kandidaten in klinischen Studien an Menschen untersucht (Stand 7. Juli 2020), wobei sich mehrere entweder bereits in einer klinischen Phase II Studie oder in einer kombinierten Phase I/II Studien befinden. In England hat im Juni eine Phase 2/3 Studie und in Brasilien eine Phase 3 Studie begonnen, in denen neben Impfstoff-Sicherheit und Immunogenität auch die Wirksamkeit eines vektorbasierten Impfstoffs bei Personen im Alter von über 18 Jahren untersucht werden soll.

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Stand: 10.07.2020

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