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CoViRiS

Studie zu Corona-Virus Risiko- und Schutzfaktoren

Hintergrund

Das SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) wird in erster Linie durch Tröpfchen und Aerosole von Mensch-zu-Mensch übertragen. Infizierte Menschen können das Virus bereits ausscheiden, bevor sie selbst Krankheitszeichen entwickeln, oder können asymptomatisch bleiben. Das bedeutet:

  • Wenn man selbst erkrankt, weiß man häufig nicht, bei wem man sich angesteckt hat. Denn die Person, bei der man sich angesteckt hat, kann völlig gesund gewirkt haben.
  • Um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung einzudämmen, reicht es nicht aus, SARS-CoV-2-positiv Getestete zu isolieren. Vielmehr ist es notwendig, Kontakte zwischen Menschen generell zu begrenzen und in Situationen, wo sich Menschen begegnen, die AHA+L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske + Lüften) einzuhalten.

Bei ungefähr drei Viertel aller Personen, die in Deutschland positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet wurden, ist nicht bekannt, wo und bei wem sie sich angesteckt haben.

Ziele der CoViRiS-Studie

Mit der CoViRiS-Studie untersuchen wir, in welchen Situationen das Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, erhöht ist. Zusätzlich untersuchen wir, wie stark bestimmte Verhaltensweisen oder Umstände das Ansteckungsrisiko beeinflussen. Einige Verhaltensweisen sollen das Ansteckungsrisiko vermindern (z. B. das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung), andere Verhaltensweisen oder Umstände könnten das Ansteckungsrisiko aber auch erhöhen (z. B. beruflich bedingter enger Kontakt zu anderen Menschen, hohe Anzahl der privaten Kontakte zu anderen Menschen).

Die CoViRiS-Studie soll Antworten liefern auf Fragen wie zum Beispiel:

  • Sind Kneipen- und Restaurantbesuche mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden?
  • Macht es einen Unterschied, ob man sich mit Freund*innen drinnen oder draußen trifft?
  • Bei Veranstaltungen welcher Art besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko und bei welchen nicht?

Die Ergebnisse der CoViRiS-Studie sollen die wissenschaftliche Datengrundlage für bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erweitern.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Erwachsene Personen, die an COVID-19 erkrankt sind und die nicht Teil eines lokalen Ausbruchsgeschehens sind. Mögliche Teilnehmer*innen werden von ihrem Gesundheitsamt gefragt, ob sie an der Studie teilnehmen wollen. Wer damit einverstanden ist, erhält ein Informationsschreiben und eine Einwilligungserklärung vom RKI. Nach erfolgter schriftlicher Einwilligung wird der/die Studienteilnehmer*in telefonisch befragt.

Es können nur Personen teilnehmen, die aufgrund eines positiven SARS-CoV-2-Tests an ihr zuständiges Gesundheitsamt gemeldet wurden.

Die Studie hat im November 2020 begonnen und wird fortgesetzt, bis 1200 Teilnehmer*innen befragt wurden (voraussichtlich bis Frühjahr 2021).

Was wird gemacht?

Die Teilnehmer*innen werden im Auftrag des RKI von dem Markt- und Sozialforschungsinstitut USUMA GmbH telefonisch befragt. Es handelt sich um eine standardisierte Befragung mit Hilfe eines strukturierten Fragebogens. Das RKI hat bereits in mehreren Studien erfolgreich mit USUMA zusammengearbeitet.

Die Fragen betreffen vor allem die 10 Tage vor Erkrankungsbeginn. Thematische Schwerpunkte sind beispielsweise die Häufigkeit und näheren Umstände von privaten und beruflichen Zusammenkünften mit anderen Menschen.

Studiendesign

Bei der CoViRiS-Studie handelt es sich um eine Fall-Kontroll-Studie, d.h. zusätzlich zu den Erkrankten (= „Fälle“) werden zufällig ausgewählte gesunde Personen aus der Bevölkerung (= „Kontrollen“) anonym befragt. Wir vergleichen die Antworten von Fällen und Kontrollen. Umstände bzw. Verhaltensweisen, die von Fällen statistisch signifikant häufiger genannt werden als von Kontrollen, können Risikofaktoren für eine Infektion mit SARS-Cov-2 darstellen.

Wer führt die CoViRiS-Studie durch?

Das Robert Koch-Institut (RKI) führt die CoViRiS-Studie in Zusammenarbeit mit ausgewählten Gesundheitsämtern und mit dem Markt- und Sozialforschungsinstitut USUMA durch.

Ethik, Datenschutz, Finanzierung

Für die Studie liegt sowohl ein Ethik- als auch ein Datenschutzvotum vor. Die bei den Befragungen erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und pseudonymisiert gespeichert, also in einer Form, die einen Rückschluss auf die befragte Person nicht zulässt.  Die Auswertung der Daten erfolgt durch das Studienteam am RKI. Bei USUMA werden Kontaktdaten, z.B. die Telefonnummer, unmittelbar nach erfolgter Befragung gelöscht. Die Ergebnisse der Studie werden in zusammengefasster Form veröffentlicht, die keinen Rückschluss auf einzelne Teilnehmer*innen zulässt.

Die CoViRiS-Studie wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert

Stand: 10.11.2020

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