Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Kriterien für die anlassbezogene Sequenzierung im Rahmen der Coronavirus-Surveillanceverordnung (CorSurV)

Stand: 10.6.2021

Vorbemerkung: Die im folgenden beschriebenen Kriterien und Indikatoren sind auf die aktuelle epidemiologische Situation bezogen, insbesondere hinsichtlich der Verbreitung der besorgniserregenden Varianten (Variant of Concern; VOC ) und unter Beobachtung stehenden Varianten (Variant of Interest; VOI). Aktualisierungen und Anpassungen bei Veränderungen des Infektionsgeschehens sind voraussichtlich nicht vermeidbar.

1. Zielgruppe: Labore

1.1. Sequenzierung zufällig ausgewählter Proben

Die Auswahl der nach der CorSurV zur Sequenzierung einzusendenden Proben soll durch das untersuchende Labor zufällig und nach dem folgenden empfohlenen Schema erfolgen. Hierzu sollten:

  1. alle in der jeweiligen Woche sequenzierten Proben mit Ct-Wert ≤ 25 in einer Liste aufgeführt und durchgehend nummeriert werden,
  2. anschließend aus dieser Liste randomisiert Nummern gezogen werden, bis eine Anzahl von bis zu 5% (bzw. 10%, siehe CorSurV), der in diesem Labor in der vorausgegangenen Kalenderwoche als SARS-CoV-2 positiv getesteten Proben, erreicht ist.

1.2 Indikatoren für die Sequenzierung aus einem labordiagnostischen Anlass:

Proben mit einem labordiagnostischen Verdacht auf das Vorliegen einer besorgniserregenden Variante (Variant of Concern; VOC) außer B.1.1.7 oder einer unter Beobachtung stehende Variante (Variant of Interest; VOI) können, unabhängig von den zufällig ausgewählten Proben (siehe 1.1.), aber im Rahmen des Kontingents von max. 5% (bzw. 10%, s.o.) zur Sequenzierung, Analyse und Befundung an die kooperierenden Einrichtungen/sequenzierenden Labore gesendet werden.

Labordiagnostische Indikatoren für die anlassbezogene Sequenzierung
Die wichtigsten labordiagnostischen Indikatoren auf das Vorliegen eines Verdachts auf eine VOC oder VOI (außer B.1.1.7#) sind:

  • Laborergebnisse, die auf Vorliegen einer VOC oder VOI bzw. spezifische Mutationen dieser Varianten hinweisen, z.B. Ausfall im S-Gen, Nachweis von charakteristischen Mutationen im S-Protein mittels spezifischer PCR oder Sanger Sequencing.

2. Zielgruppe: Gesundheitsämter

2.1 Sequenzierung aus einem epidemiologischen Anlass

Proben, die einen der folgenden epidemiologischen Verdachtsmomente erfüllen bzw.
Hinweise auf eine Exposition gegenüber VOC (außer B.1.1.7#) oder VOI, mit z.B. veränderter Übertragbarkeit, Immunantwort oder Krankheitsschwere aufweisen. Diese können z.B. sein:

  • Impfdurchbrüche (Erkrankungsfälle bei Geimpften)
  • Verdacht auf Reinfektion
  • Reiseanamnese (Flugreisen, insbesondere aus Ländern mit hohem Infektionsgeschehen, insbesondere Risikogebiete oder Virusvariantengebiete)
  • Aufklärung eines komplexen Infektionsgeschehens, z.B.:

    • mehrere besondere Expositionsmöglichkeiten (große Veranstaltungen)
    • unerwartete Altersgruppenbetroffenheit
    • unerwartete Übertragungsmodi oder -muster
  • ungewöhnliche Ausbruchsgeschehen (z.B. starke Zunahme der Fallzahlen innerhalb eines kurzen Zeitraums)
  • unerwartete Krankheitsschwere oder unerwarteter klinischer Verlauf
  • zoonotische Infektion
  • Labordiagnostischer Verdacht auf Vorliegen einer VOC außer B.1.1.7# oder VOI (siehe 1.2.)

-----------------------

# es sei denn, es wurden weitere besorgniserregenden Mutationen (z.B. E484K) nachgewiesen

Stand: 10.06.2021

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.