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HepMig – Vorstudie

Versorgungssituation von Hepatitis B und C in Deutschland bei Menschen mit Migration aus ausgewählten Ländern. Quelle: © RKI

Projektleitung: Dr. Ruth Zimmermann (FG34)
Stellvertretende Projektleitung: Dr. Sandra Dudareva (FG34)
Projektkoordination: Dr. Gyde Steffen (FG34), Ida Sperle-Heupel (FG34)
Expertin Migration: Navina Sarma (FG31)
Projektmitarbeiterinnen: Dr. Anna-Lisa Behnke (PAE), Anastasiya Stepanovich (FG34)
Kooperationspartner: Verschiedene Expert*innen aus FG28, Forschungsinsitutionen, ÖGD und Praxis sowie der Community.
Laufzeit: 01.10.2022 bis 29.02.2024

Ziele des Projektes

  • Entwicklung eines verantwortungsvollen Studiendesigns gemeinsam mit einem interdisziplinären Expert*innenkreis
  • Pilotierung des Studiendesigns und Prüfung auf Machbarkeit und Akzeptanz
  • Anpassung des Studiendesigns für die Hauptstudie

Methoden

  • Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes aus Community, Forschung, öffentlichem Gesundheitsdienst und klinischer Medizin
  • Einbezug der Personen des Netzwerkes in die Entwicklung des Studiendesigns durch telefonische Interviews, Workshops und Bildung eines Fachbeirat
  • Pilotierung des Studiendesigns mit begleitender Evaluierung von Machbarkeit und Akzeptanz
  • Anpassung des Studiendesigns für die Hauptstudie auf Basis der erhobenen Daten

Zusammenfassung

Deutschland hat sich den Eliminierungszielen der WHO bezüglich Hepatitis B und C als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis 2030 verschrieben und 2016 die „Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C (HBV, HCV) und anderen sexuell übertragenen Infektionen (STI) bis 2030“ publiziert.

In Deutschland als Niedrigprävalenzland wird ein erheblicher Anteil der HBV- und HCV-Infektionen bei in Hochprävalenzländern geborenen Menschen festgestellt – gemäß einer Hochrechnung des RKI für das Jahr 2013 auf Basis der Bevölkerungsstatistik in Deutschland und internationalen Studien zur Prävalenz in den Herkunftsländern könnten dies 55% der chronischen Hepatitis B- und 25% der Hepatitis C-Infektionen sein. Aktuell fehlt es in Deutschland an validen und spezifischen Prävalenzdaten für Bevölkerungsgruppen, die aus Ländern mit höherer HBV- oder HCV-Prävalenz nach Deutschland migriert sind. Zudem sind Risiko- bzw. Schutzfaktoren sowie der Zugang zu Prävention und medizinischer Versorgung nicht bekannt. Eine valide Datenbasis ist jedoch für die Ausgestaltung gezielter Präventions- und Behandlungsangebote und damit für die Eliminierung der Virushepatitis in Deutschland unabdingbar.

Im Rahmen eines integrierten biobehavioural survey (IBBS) sollen erstmalig deutschlandweit strukturiert und adressat*innen gerecht Daten zu Prävalenz, Risiko- und Schutzfaktoren sowie Zugang zu medizinischer Versorgung für HBV und HCV in diesen möglicherweise stark betroffenen Bevölkerungsgruppen erfasst werden.

Einige dieser Gruppen wurden bislang im Rahmen von Gesundheitsstudien in Deutschland gar nicht oder nur unzureichend erreicht. Es liegt insgesamt wenig Evidenz dazu vor, mit welchen Forschungsmethoden man diese möglichst gut erreicht um repräsentative Ergebnisse zu erhalten und nicht zu stigmatisieren.

Daher soll für die Konzeption und Vorbereitung des IBBS eine Vorstudie Informationen hinsichtlich der Bedarfe und Erreichbarkeit der oben genannten Bevölkerungsgruppen liefern. Auf dieser Basis soll ein Studiendesign entwickelt und im Rahmen einer Pilotierung und Evaluierung des Studiendesigns hinsichtlich Machbarkeit und Akzeptanz geprüft werden.

Die Vorstudie gliedert sich in fünf Arbeitspakete, in denen die folgenden Inhalte bearbeitet werden:

  1. Festlegung und Beschreibung der zu untersuchenden Bevölkerungsgruppen
  2. Entwicklung von Methoden für die Pilotierung
  3. Durchführung der Pilotierung
  4. Evaluation der Machbarkeit und Akzeptanz in der Pilotierung
  5. Anpassung der Methoden und Vorbereitung der Hauptstudie

Versorgungssituation von Hepatitis B und C in Deutschland bei Menschen mit Migration aus ausgewählten Ländern: Arbeitspakete. Quelle: © RKI

In den beiden ersten Arbeitspaketen wird das RKI zusammen mit interdisziplinären Expertinnen und Experten arbeiten, die hinsichtlich der Beschreibung der zu untersuchenden Bevölkerungsgruppen, deren regionaler Verteilung und Erreichbarkeit in Deutschland und passenden und akzeptierten Methoden für die Datenerhebung beraten. Dazu findet am 18. November 2022 ein Planungstreffen statt.

Die Durchführung der Pilotierung in zwei ausgewählten Bevölkerungsgruppen ist für 2023 vorgesehen. Dabei sollen im Rahmen einer Evaluierung die Machbarkeit und Akzeptanz des Studiendesigns bewertet und für die Anpassung der Hauptstudie genutzt werden.

Stand: 18.01.2023

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