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Surveillance der Versorgung mit der HIV-Präexpositions­prophylaxe innerhalb der GKV in Deutschland (PrEP-Surv)

Logo. Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Kontakt:
Projektleitung:
Dr. Daniel Schmidt
Tel.: +49 (0)30 18754 3101
E-Mail: SchmidtD[at]rki.de
Projekt-IT:
Konstantinos Voulgaris
Tel.: +49 (0)30 18754 5228
E-Mail: VoulgarisK[at]rki.de
Tel.: +49 (0)30 18754 0 (Zentrale)
E-Mail: prep.surv.hiv[at]rki.de
Abteilung für Infektions­epidemiologie
Fachgebiet 34

Hintergrund

Für gesetzlich Krankenversicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko gibt es seit September 2019 einen Anspruch auf HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Die PrEP ist eine HIV-Präventionsmethode, bei der HIV-negative Personen ein bereits seit vielen Jahren für die HIV-Therapie zugelassenes Medikament (Tenofovirdisoproxil + Emtricitabin, TDF/FTC) einnehmen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Der gesetzliche Anspruch auf PrEP umfasst die Beratung, die Versorgung mit den Arzneimitteln und die erforderlichen Untersuchungen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte den Auftrag vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Einführung des Leitungsanspruchs wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Dies geschah im vom RKI geleiteten Forschungs­vorhaben: „Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositions­prophylaxe als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung“ (EvE-PrEP). Die Evaluation bezog sich auf den Zeitraum 01.09.2019 bis 31.12.2020. Die Projektlaufzeit war 01.01.2020 bis 31.12.2021. Weitere Informationen zu EvE-PrEP und Studienergebnisse sind auf der Projekt-Homepage zu finden: EvE-PrEP

Projektbeschreibung

Basierend auf den Ergebnissen der PrEP-Evaluation wird das RKI ab dem Jahr 2022 das Monitoring der Versorgung mit der HIV-PrEP in Deutschland etablieren und verstetigen. Dazu finanziert das BMG das Projekt: „Surveillance der Versorgung mit der HIV-Präexpositionsprophylaxe innerhalb der GKV in Deutschland“ (PrEP-Surv).

Projektlaufzeit

Die Laufzeit des Projektes PrEP-Surv ist 01.01.2022 bis voraussichtlich 31.12.2024.

Ziele

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau und die Etablierung eines Monitorings der Versorgung mit der PrEP sowie der Entwicklung des STI- und HIV-Infektionsgeschehens bei PrEP-Nutzenden in Deutschland nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards. Damit kommt das RKI ebenfalls den Ansprüchen eines europaweiten PrEP-Monitorings nach, die vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) im Rahmen einer “Operational Guidance on HIV-PrEP“ erarbeitet werden.

Das Projekt gliedert sich in drei Hauptmodule auf:

  1. Sekundärdaten nutzen und Digitalisierung stärken
    Nutzung von Sekundärdaten aus Apotheken, Krankenkassen sowie Daten des Forschungsdatenzentrums (FDZ) des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  2. PrEP-Versorgung bei deutschen HIV-Schwerpunktzentren und Digitalisierung im niedergelassenen Bereich stärken
    Erhebung von Daten zu PrEP-Gebrauch und PrEP-Versorgung in HIV-Schwerpunktzentren im Netzwerk der deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. (dagnä),
    Erarbeitung von Konzepten zur Digitalisierung der Datenübermittlung aus der Praxis-Software
  3. Community-Beteiligung
    Einbezug von Communities mit potentiellem PrEP-Bedarf, um Bedarf, Wissen und Gebrauch von PrEP sowie Zugangsbarrieren zu PrEP in den Communities zu erheben

Kooperationen

Die Projektleitung liegt beim Robert Koch-Institut. Kooperationspartner sind die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. (dagnä) mit den teilnehmenden Zentren und ihren bewährten Versorgungsstrukturen, der Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen mit der Expertise im Bereich der Routinedaten von Krankenkassen sowie die BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung.

Neuigkeiten aus dem Projekt

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) führte anlässlich des Weltaidstages ein Interview mit Dr. Daniel Schmidt durch, das u.a. in Beiträgen vom Deutschen Ärzteblatt und queer.de rezitiert wurde.

Der Community-Beirat im Projekt PrEP-Surv hat eine Stellungnahme mit Vorschlägen zur Sicherung, Verbesserung und Ausweitung der PrEP-Versorgung in Deutschland veröffentlicht.

Am 22. - 23. September 2023 fand im Roten Rathaus der Fast Track City Summit Berlin statt. Gemeinsam mit Astrid Leicht (Fixpunkt e.V.) und Elena Rodriguez (ViRo Praxis) richtete Daniel Schmidt (RKI) die Veranstaltung “PrEP Kontroversen einer Erfolgsgeschichte“ mit Vorträgen und Diskussion aus. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist hier zu sehen.

Auf dem 33. dagnä-Workshop, der vom 01. – 02. September 2023 in Berlin stattfand, präsentierte Dr. Daniel Schmidt die Ergebnisse aus den PrEP-Surv Befragungen bei HIV-Schwerpunktzentren im dagnä-Netzwerk.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet in einem Artikel und einem Interview über die PrEP und das Projekt PrEP-Surv. Die beiden Beiträge finden Sie unter Veröffentlichungen.

Ergebnisse der 2. Befragung der Dagnä Zentren wurden veröffentlicht. Das Epidemiologische Bulletin finden Sie unten unter Veröffentlichungen. (Stand:20.07.2023)

Die Gesamtergebnisse der PrEP-Evaluation (EvE-PrEP) wurden in einem Artikel im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht.

Der 11. Deutsch-Österreichische-AIDS-Kongress (DÖAK 2023) fand unter aktiver Beteiligung von PrEP-Surv vom 23. - 25. März 2023 in Bonn statt.
Folgende Aktivitäten fanden unter Ausrichtung oder Beteiligung vom PrEP-Surv Team statt:

  • Mitarbeit im Programmkomitee zur Ausrichtung des DÖAK 2023 (D. Schmidt)
  • Ausrichtung des Symposiums “Digitalisierung im Gesundheitswesen“ mit Vortrag “Digitalisierung im Gesundheitswesen am Beispiel HIV & PrEP“ (D. Schmidt, K. Voulgaris)
  • Vortrag “PrEP in Deutschland - Ergebnisse aus PrEP-Evaluation und nationaler PrEP-Surveillance“ (D. Schmidt) im Symposium “Sexuelle Gesundheit und Prävention“
  • Vortrag “PrEP in Deutschland – PrEP für alle?“ und Diskussion im Community Workshop “PrEP für Alle- Intersektionalität und Versorgung“ (D. Schmidt)
  • Gründungstreffen des fachlichen Beirats für die Erstellung eines MIOs (Abkürzung für: Medizinisches Informationsobjekt) für die HIV-PrEP

Ergebnisse der 1. Befragung der Dagnä Zentren wurden veröffentlicht. Das Epidemiologische Bulletin finden Sie unten unter Veröffentlichungen. (Stand: 16.02.2023)

Weitere Treffen des Community-Beirats im Projekt PrEP-Surv fanden statt. Das 2. Treffen fand am 29.09.2022 statt, das 3. Treffen am 25.01.2023 und das 4. Treffen am 22.03.2023. (Stand: 16.05.2023)

Im Podcast der Ärztezeitung zum Weltaidstag beantwortete RKI-Epidemiologe Daniel Schmidt wichtige Fragen zu HIV:

Die Studieninformation für die teilnehmenden Zentren der Dagnä-Zentrumsbefragungen finden Sie hier als PDF zum Download (12.07.2022) (PDF, 223 KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

Das 1. Treffen des Community-Beirats im Projekt PrEP-Surv fand am 17.06.2022 statt. PDF zum Download (17.06.2022) (PDF, 676 KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

Das Ergebnis der datenschutzrechtlichen Prüfung der Datenschutzbeauftragten des Robert Koch-Instituts ergab keine datenschutzrechtlichen Bedenken gegen die Durchführung des Vorhabens, da keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. (03.06.2022)

Hinweis: Eine Auflistung von HIV-Schwerpunktpraxen, die eine PrEP-Begleitung durchführen, finden Sie: https://www.dagnae.de/wp-content/uploads/2023/01/PrEP_Übersicht-230130.pdf (Stand: 30.01.2023).

Veröffentlichungen zum Thema

Immer mehr Menschen schützen sich mit Medikament vor HIV, Deutsches Ärzteblatt online (11/2023)

"Steigende Kurve" - Immer mehr Menschen schützen sich mit PrEP vor HIV, queer.de (11/2023)

Statutory health insurance-covered preexposure prophylaxis in Germany: changing trends in nationwide tenofovir disoproxil/emtricitabine prescriptions during the COVID-19 pandemic. Front. Pharmacol. 14 (11/2023)

HIV-Präexpositionsprophylaxe in Deutschland - Hocheffektiv, aber nicht ausreichend genutzt. hautnah dermatologie 39 (09/2023)

Unter Beteiligung des RKI wurde im Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) eine Studie über: "Regionale Variationen in der Häufigkeit von Patient*innen mit HIV im ambulanten Sektor in Deutschland, 2021" publiziert. Versorgungsatlas, Bericht Nr. 23/09 (08/2023)

5 Fragen an Daniel Schmidt, beim Robert-Koch-Institut (RKI) Leiter der PrEP-Evaluation und des derzeitigen Aufbaus einer umfassenden PrEP-Surveillance in Deutschland, Deutsches Ärzteblatt online (07/2023)

Rund 32.000 Menschen nutzen medikamentöse HIV-Präexpositionsprophylaxe, Deutsches Ärzteblatt online (07/2023)

Ergebnisse der zweiten halbjährlichen Befragung in HIV-Schwerpunkteinrichtungen, Epidemiologisches Bulletin 29/2023 (Stand: 20.07.2023)

Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (EvE-PrEP), Bundesgesundheitsblatt (07/2023)

Ergebnisse der ersten halbjährlichen Befragung in HIV-Schwerpunkteinrichtungen, Epidemiologisches Bulletin 07/2023 (Stand: 16.02.2023)

Bisherige Veröffentlichungen zum Thema sind der RKI-Homepage des vorangegangenen Projektes EvE-PrEP zu entnehmen: „Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositions­prophylaxe als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung“ („EvE-PrEP“).

Stand: 11.01.2024

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