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Informationen zum Ebolafieber-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo in der Provinz Équateur im Frühsommer 2018

Karte mit dem Ebolafieber-Ausbruchsgebiet in der Demokratischen Republik Kongo 2018. Der Ausbruch wurde am 24.7.2018 für beendet erklärt. Quelle: RKIKarte mit dem Ebolafieber-Ausbruchsgebiet in der Demokratischen Republik Kongo 2018. Der Ausbruch wurde am 24.7.2018 für beendet erklärt. Quelle: RKI

Am 8.5.2018 wurde in der Demokratischen Republik Kongo ein erneuter Ebola­fieber-Ausbruch bekannt. In den darauffolgenden Wochen traten Fälle in den drei Gesund­heits­distrikten in der Provinz Équateur im Westen des Landes auf, ca. 600 Kilometer Luftlinie von der Haupt­stadt Kinshasa entfernt: Bikoro, Iboko und Wangata. Wangata umfasst Teile von Mbandaka – einer Großstadt am schiffbaren Teil des Kongo-Flusses mit Flughafen. Am 24. Juli 2018 haben die WHO und das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo den Ausbruch für beendet erklärt (Links siehe unten).

Nach abschließenden Angaben des Gesundheitsministeriums der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Anfang April 38 laborbestätigte und 16 wahrscheinliche Fälle von Ebola­fieber im Ausbruchsgebiet registriert. Insgesamt wurden 33 Todesfälle verzeichnet, davon sind 17 nachweislich an Ebolafieber verstorben, andere verstarben ohne Labornachweis, aber im direkten Zusammenhang zu bestätigten Fällen (Link siehe unten). Fast alle Fälle hatten - für Ebola­fieber-Ausbrüche typisch - erkenn­bare epidemio­logische Ver­bindungen untereinander, z.B. im Rahmen der Kranken­pflege und der Teil­nahme an Beerdigungen. Am 12. Juni wurde der letzte Ebolafieber-Patient geheilt aus dem Krankenhaus entlassen. Nach Ablauf von zwei Inkubationszeiten (= 42 Tagen) wurde der Ausbruch am 24. Juli 2018 für beendet erklärt.

Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden vor Ort waren die WHO, Ärzte ohne Grenzen (MSF) und viele andere inter­nationale Partner an der Ausbruchsbekämpfung beteiligt. Ein Kern­element der um­fassenden Maß­nahmen waren Riegelungs­impfungen mit einem weiterhin experimentellen Impf­stoff, der in der Endphase des großen Ebolafieber-Ausbruchs in West­afrika (2014/2015) in Guinea sehr erfolgreich getestet wurde. Die Impfung wurde medizinischem Personal und anderen Einsatz­kräften angeboten, sowie Personen in einem breiten Kontakt­umfeld von Erkrankten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden bis Ende Juni 2018 rund 3.300 Menschen im Ausbruchsgebiet geimpft.

Dies war der neunte Ebolafieber-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo.

Stand: 25.07.2018

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