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Empfehlungen bei akutem Brechdurchfall (Stand 29.09.2012)

  • Bei wässrigen Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen besteht besonders die Gefahr, dass viel Flüssigkeit und Salze (Elektrolyte) verloren gehen und es dadurch zu einer gefährlichen Austrocknung (Exsikkose) des Körpers kommt.

Therapie:

  • Der Verlust von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyten) muss durch entsprechend gesteigerte Flüssigkeitszufuhr (viel trinken) wieder ausgeglichen werden (z.B. zucker/elektrolyt-haltige Getränke und Salzgebäck).
  • Bei starken Beschwerden oder/und bestehenden gravierenden Vorerkrankungen muss gegebenenfalls ein Arzt beziehungsweise eine Rettungsstelle aufgesucht werden.
  • Säuglinge <6 Monate sollten in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden.

Maßnahmen zur Vermeidung der Weiterverbreitung:

  • Abhängig vom Erreger ist es möglich, dass erkrankte Personen bei akutem Brechdurchfall hoch ansteckungsfähig sind.
  • Zur Vermeidung einer Übertragung auf fäkal-oralem Wege oder beim Erbrechen stehen im privaten Bereich vor allem die Händehygiene und eine sorgfältige Sanitärhygiene im Vordergrund.
  • Zeitraum: Während und 48 Stunden nach dem letzten Durchfall oder Erbrechen (d.h. bis zur sicheren Beendigung der Symptome), aber auch nach der akuten Phase kann Ansteckungsgefahr bestehen.
  • Besonders wichtig ist die konsequente Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln in Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen und Kindergärten), Altenheimen, Krankenhäusern und Küchen.

Weitere amtliche Hinweise:

  • Zur Desinfektion sind nur Präparate mit nachgewiesener viruzider Wirksamkeit (Prüfung und Deklaration der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln gegen Viren. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2004; 47: 62–66) geeignet.
  • Nach § 34 Abs.1 IfSG dürfen Kinder unter 6 Jahren, die an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Die Einrichtung sollte erst 2 Tage nach dem Abklingen der klinischen Symptome wieder besucht werden. Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich. Allerdings sollte auch dann noch verstärkt Wert auf die Hygiene gelegt werden.
  • Ebenso dürfen erkrankte Personen nicht in Lebensmittelberufen (definiert in § 42 IfSG) tätig sein. Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit sollte frühestens 2 Tage nach dem Abklingen der klinischen Symptome erfolgen. In den folgenden 4–6 Wochen ist die Händehygiene am Arbeitsplatz besonders sorgfältig zu beachten. Bei Wiederauftreten der Symptomatik wird eine erneute Freistellung erforderlich.

Stand: 29.09.2012

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