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Epidemiologische Seiten zu HIV/AIDS

 

Obwohl in der Behandlung der HIV-Krankheit in den letzten Jahren deutliche Fortschritte zu verzeichnen waren, ist eine echte Heilung bisher nicht möglich. Daher ist nach wie vor die wirksame Prävention von Neuinfektionen der wichtigste Faktor, um den zukünftigen Verlauf der HIV/AIDS-Epidemie zu beeinflussen. Die möglichst genaue Kenntnis der Faktoren, die die Ausbreitung von HIV bestimmen, ist eine entscheidende Voraussetzung für die Gestaltung, Evaluation und Anpassung von gezielten, effektiven Präventions- und Interventionsprogrammen.

Epidemiologische Surveillance

Epidemiologische Surveillance ist die fortlaufende systematische Sammlung, Analyse, Bewertung und Verbreitung von Gesundheitsdaten zum Zweck der Planung, Durchführung und Bewertung von Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung oder kurz "Daten für Taten". Epidemiologische Surveillance ist somit ein wichtiges Instrument zur Förderung sinnvoller Entscheidungen im Gesundheitswesen. Aufgaben der epidemiologischen Surveillance sind im einzelnen

  • die Charakterisierung von Krankheitsbildern
  • die Beschreibung von Verbreitungsmustern von Erkrankungen, von deren natürlichen Verläufen und Trends im Zeitverlauf
  • die Quantifizierung von Morbidität und Mortalität
  • die Erkennung von Epidemien und Veränderungen in deren epidemiologischen Mustern
  • die Generierung und Überprüfung von Hypothesen
  • die Evaluation von Präventionsmaßnahmen
  • die Bereitstellung von Daten für die Bedarfsplanung im Gesundheitswesen
  • das Liefern von Impulsen für die Forschung

Historische Entwicklung

Bis 1993 wurde die Aufgabe der epidemiologischen Surveillance der HIV/AIDS-Epidemie vom AIDS-Zentrum im Bundesgesundheitsamt wahrgenommen. Das Fachgebiet Epidemiologie des AIDS-Zentrums fungierte als Nationales Referenzzentrum für die Epidemiologie von HIV/AIDS. Nach Auflösung des Bundesgesundheitsamtes ging das AIDS-Zentrum in das Robert Koch-Institut (RKI) über, wo die Aufgabe der HIV/AIDS-Surveillance fortgeführt wurde. Unter der aktuellen Organisationsstruktur des RKI sind die Aufgaben der Surveillance im Fachgebiet 34, HIV/AIDS und andere sexuell oder durch Blut übertragbare Infektionen, zusammengefasst.

Erhebungsinstrumente und Forschungsvorhaben im Rahmen der HIV/AIDS-Surveillance

Die einzelnen Erhebungsinstrumente und Forschungsvorhaben, die zusammen die Datengrundlage für die Beurteilung der HIV/AIDS-Epidemie liefern, sind im einzelnen:

Danksagung

Nur durch die engagierte Unterstützung der zahlreichen mit dem RKI zusammmenarbeitenden, in der Versorgung von HIV-Infizierten und AIDS-Patienten tätigen Personen in Labor, Klinik und Praxis können diese Informationen gewonnen werden. Deshalb möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich allen danken, die durch ihre Kooperation mit dem RKI - mit bisweilen nicht unerheblichem zusätzlichen Aufwand neben der alltäglichen Arbeitsbelastung - einen wichtigen Beitrag zur Beschreibung und zum Verständnis der HIV/AIDS-Epidemie in der Bundesrepublik Deutschland leisten.

Stand: 29.01.2009

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