Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zum Einsatz von Cookies

Mit dem Klick auf "Erlauben" erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihren Aufenthalt auf der Seite anonymisiert aufzeichnen. Die Auswertungen enthalten keine personenbezogenen Daten und werden ausschließlich zur Analyse, Pflege und Verbesserung unseres Internetauftritts eingesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Agens Workshop (28.02.2019)
Session IV: Inzidenz- und Prävalenzschätzungen II Definition von Erkrankungen und Folgeerkrankungen aus Sekundärdaten –
Erste Erfahrungen aus dem Projekt BURDEN 2020

Porst M1, Breitkreuz J2, Schüssel K2, von der Lippe E1, Rommel A1
1Robert Koch-Institut
2Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Hintergrund:

Zur Schätzung der Krankheitslast einer Bevölkerung (Burden of Disease) wird häufig das kombinierte Summenmaß Disability-Adjusted Life Years (DALYs) verwendet, um Aussagen über verlorene gesunde Lebensjahre treffen zu können. Das Projekt "BURDEN 2020 – Die Krankheitslast in Deutschland und seinen Regionen2 (Innovationsfonds) hat zum Ziel, die Krankheitslast im Rahmen einer nationalen Burden of Disease-Studie anhand der DALYs zu quantifizieren. Zur Berechnung werden Informationen zu Mortalität (Years of Life Lost, YLLs) sowie zur Morbidität (Years Lived With Disability, YLDs) benötigt.

Ziel:

Für die Bestimmung der YLDs werden die prävalenten Fälle und deren Verteilung nach Schweregraden (sog. Severity Distributions SDs) benötigt. Je nach Erkrankung entspricht eine Unterteilung nach Schweregraden (i.d.R asymptomatisch, mild, moderat, schwer) häufig dem Aufkommen unterschiedlicher Folgeerkrankungen. Diese können damit vice versa als Ausdruck des Schweregrades interpretiert werden. Im Projekt wird versucht, die SDs aus Sekundärdaten der AOK-Versicherten zu operationalisieren. Eine Identifikation der SDs ist mit Herausforderungen verbunden, da je nach Erkrankung unterschiedliche Informationen zur Schwere vorliegen bzw. benötigt werden.

Methode / Lösungsansätze:

Der zentrale Ansatz zielt auf die Identifikation der relevanten Klassifikationscodes auf Individualebene ab, um die SDs aus einer Kombination von mehreren ICD-Diagnosen unter Zuhilfenahme weiterer Sekundärdateninformationen (wie z. B. Hospitalisierung oder Operationen) zu approximieren. Dabei werden die Validität sowie die Vollständigkeit der ICD-Diagnosen angenommen. Im Vortrag wird der Ansatz der Krankheitslastrechnung sowie das Projekt BURDEN 2020 vorgestellt und erste Arbeitsergebnisse diskutiert. Dabei wird auf die Herausforderungen bei der Definition von Erkrankungen in Sekundärdaten am Beispiel Diabetes mellitus sowie bei der Definition der Folgeerkrankungen Neuropathie (diabetischer Fuß, Amputationen) und Sehbeeinträchtigung (mild, moderat, Blindheit) eingegangen. Als Alternative und zu Validierungszwecken wird ein Verfahren zur Schätzung von SDs auf Basis von Survey-Daten vorgestellt.

Diskussion / Schlussfolgerung:

Sekundärdaten im Gesundheitswesen lassen die Möglichkeit zu, Aussagen über die Häufigkeit und die Schweregradverteilungen einzelner Erkrankungen zu treffen. Diese Verteilungen sind essenziel für die Schätzung der Krankheitslast und um eine umfassende Betrachtung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung zu erhalten.

Korrespondenzadresse:

Porst, Michael (M.Sc.), General-Pape-Straße 62-66, 12101 Berlin, porstm[at]rki.de

Stand: 07.05.2019

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.