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BGS98: Bundes-Gesundheitssurvey 1998

Der BGS98 war die erste repräsentative gesamtdeutsche Untersuchung zum Gesundheitszustand der Erwachsenenbevölkerung. Die Daten wurden für alte und neue Bundesländer nach einheitlichen Merkmalen zeitgleich und unter den gleichen Bedingungen erhoben.

Themen und Instrumente

Der BGS98 umfasste die wichtigsten Merkmale, die zur Beschreibung der gesundheitlichen Lage, der Morbiditätstrends und der regionalen Differenzen (zum Beispiel Ost-West) notwendig sind. Zu ihnen gehörten unter anderem Angaben zu Krankheiten und Risikofaktoren, zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen und Lebensbedingungen sowie zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen.

Das Erhebungsprogramm umfasste:

  • schriftliche Befragungen (Gesundheitsfragebogen zum Selbstausfüllen), ärztliches Interview zu Krankheiten, standardisierte Arzneimittel-Anamnese und computergestütztes Interview zur Ernährung (DISHES),
  • medizinisch-physikalische Untersuchungen (zum Beispiel Körpergröße und -gewicht, Blutdruck),
  • Bestimmung von Laborparametern aus Blut- und Urinproben.

Durchführung

Die Studie wurde von 1997 bis 1999 vom Robert Koch-Institut durchgeführt. Die Datenerhebungen erfolgten vor Ort in 120 Städten und Gemeinden.

Die Kernstudie wurde durch modulare Zusatzerhebungen ergänzt, in denen – überwiegend an Unterstichproben – einzelne Themen vertiefend untersucht wurden: Anwendung von Arzneimitteln, Ernährung, Folsäureversorgung, psychische Störungen und Umwelt.

Ergebnisse

Insgesamt haben 7.124 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren an der Kernstudie teilgenommen. Die Teilnahmequote (Response) betrug 61,4 Prozent.

Eine umfassende Darstellung aller Ergebnisse des BGS98 ist in der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“, 61. Jahrgang, Sonderheft 2 erschienen. Die Ergebnisse dieses Gesundheitssurveys stehen der Fachöffentlichkeit seit Ende 2000 als Public Use File zur Verfügung. 

Stand: 09.08.2012

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