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Selbsthilfe im Gesundheitsbereich – Heft 23

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Hinweis: Das Themenheft wurde nach Erscheinen (2004) nicht mehr aktualisiert.

Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen zählen mittlerweile zu anerkannten Partnern im Gesundheitswesen. Die organisierte Selbsthilfe kann auf eine lange Tradition zurückblicken kann und erfuhr in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts einen massiven Aufschwung.

Gründe für die zunehmende Verbreitung von Selbsthilfegruppen liegen unter anderem in der Zunahme chronischer Erkrankungen, verbesserten Behandlungsmöglichkeiten und steigender Lebenserwartung. Auch die Veränderung von sozialen Netzwerke wie Familie, Verwandtschaft und Nachbarschaft und die zunehmende gesellschaftliche Anerkennung tragen zur Verbreitung von Selbsthilfegruppen bei. Dabei bilden ca. 270 Selbsthilfekontaktstellen und eine große Anzahl themenspezifisch arbeitender Selbsthilfeorganisationen die Grundpfeiler einer effektiven Selbsthilfeunterstützung von interessierten Betroffenen und Engagierten.

Schätzungen zufolge engagieren sich in Deutschland rund 3 Millionen Menschen in nahezu 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen. Zu fast allen gesundheitlichen, psychosozialen und sozialen Themen bzw. Problemen gibt es Selbsthilfegruppen, wobei die Übergänge zwischen der gesundheitlichen und der psychosozialen bzw. sozialen Selbsthilfe oftmals fließend sind.

Viele Selbsthilfegruppen sind in mehreren Bereichen aktiv und legen oft ein erweitertes Verständnis von Gesundheit oder von Sozialem zugrunde. In repräsentativen Umfragen gaben drei Viertel der Bevölkerung an, dass sie sich im Krankheitsfalle einer Selbsthilfegruppe zuwenden würden. Die Praxis zeigt jedoch, dass das nur von einem erheblich geringeren Anteil auch wirklich realisiert wird. Zudem bestehen auch noch große Informationsdefizite über die Selbsthilfe und deren Organisationsstrukturen.

Stand: 01.08.2004

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