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Altersdemenz – Heft 28

GBE-Themenheft 28: Altersdemenz. Quelle: © RKI Quelle: © Robert Koch-Institut

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Demenzielle Erkrankungen sind gekennzeichnet durch fortschreitenden Gedächtnisverlust und Abbau kognitiver Fähigkeiten. Etwa zwei Drittel aller Demenzerkrankungen entfallen auf die Alzheimerkrankheit, 15 bis 20% auf vaskuläre Demenzen. Der Rest sind Mischformen und andere seltene Demenzerkrankungen. Die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen steigt mit zunehmendem Alter stark an.

Bezogen auf die 65-Jährigen und Älteren sind in Deutschland etwa eine Million Menschen von einer mittelschweren oder schweren Demenz betroffen. In der Regel sind Betroffene nicht mehr zur selbstständigen Lebensführung in der Lage. Erstmals an einer Demenz erkranken jährlich nahezu 200.000 Menschen.

Neben einer medikamentösen Therapie stehen verschiedene psychosoziale Interventionen zur Verfügung. Diese können das Fortschreiten kognitiver Störungen verzögern und dem Verlust an Alltagskompetenz entgegenwirken. Etwa 60% der Demenzkranken leben in Privathaushalten. Vor allem die zusätzlich zu den kognitiven Störungen auftretenden Verhaltensprobleme Demenzkranker belasten pflegende Angehöriger erheblich und führen häufig zur Heimaufnahme.

Etwa zwei Drittel der Bewohner in Altenpflegeheimen leiden an einer Demenz. Demenzen sind nicht nur sehr häufig unter Heimbewohnern, sie sind auch der wichtigste Grund für den Eintritt in ein Heim. Demenz gehört zu den teuersten Krankheitsgruppen im Alter. In Deutschland wurden für die Alzheimerdemenz pro Patient und Jahr durchschnittlich Kosten von 43.767 Euro ermittelt. Dabei entfallen 67,9% auf die Familie, 29,6% auf die gesetzliche Pflegeversicherung und 2,5% auf die gesetzliche Krankenversicherung.

Für das Jahr 2050 ist aufgrund der demografischen Entwicklung zu erwarten, dass über zwei Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz leiden werden.

Stand: 30.11.2005

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