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Tag des Gesundheitsamtes

Am 19. März 2019 rief das Robert Koch-Institut erstmalig den "Tag des Gesundheitsamtes" aus. Mit diesem Gedenktag sollen die kommunalen Gesundheitsbehörden gewürdigt werden, die weltweit eine wichtige Säule für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen, deren Bedeutung jedoch oftmals zu wenig bekannt ist.

Bedeutung der Gesundheitsämter

In Deutschland gibt es rund 400 Gesundheitsämter. Bei Ausbruchsgeschehen, zum Beispiel dem Masernausbruch in Köln 2018 oder dem Hepatitis-A-Ausbruch in Berlin 2017, kommt den lokalen Gesundheitsbehörden eine tragende Rolle zu. Sie entscheiden in solchen Fällen über geeignete Maßnahmen und setzen sie um. Allerdings ist die Bekämpfung und Begrenzung von Ausbrüchen nur ein kleiner, wenn auch besonders sichtbarer Teil der Aufgaben von Gesundheitsämtern in Deutschland. Das Aufgabenspektrum ist breit gefächert und umfasst Beratungs- und Unterstützungsangebot für Schwangere, Familien, chronisch oder psychisch kranke Menschen sowie Menschen mit körperlichen Behinderungen, darüber hinaus Kita- und Einschulungsuntersuchungen, Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene, Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung und die Beratung der Politik. Und nicht nur in Deutschland – weltweit ist man auf leistungsfähige Gesundheitsämter vor Ort (local health authorities) angewiesen, um gesundheitliche Gefahren rasch erkennen und ihnen begegnen zu können.

Im Unterschied zum meist individualmedizinischen Ansatz in Krankenhäusern oder ambulanten Praxen sind im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) auch bevölkerungsbezogene Aspekte mit präventivem Ansatz von Bedeutung. Damit hat er einen größeren Einfluss auf die Gesundheit der Menschen, als vielen bewusst ist. Der "Tag des Gesundheitsamtes" oder "Local Health Authority Day" soll dabei helfen, das Bewusstsein für den ÖGD zu schärfen und den Verdienst der Gesundheitsämter und der dort tätigen Menschen für die Gesundheit der Bevölkerung anzuerkennen.

Johann Peter Frank, Lithographie von Adolph Friedrich Kunike, 1819

Johann Peter Frank

Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank. Der Arzt und Philosoph kam 1745 im pfälzischen Rodalben zur Welt und gilt mit seinem sechsbändigen Lebenswerk "System einer vollständigen medizinische Polizey" als Begründer der Öffentlichen Gesundheitsdienste. Er setzte sich dafür ein, dass durch staatliche Bereitstellung angemessener Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie durch eine sorgfältige Aufbereitung des Trinkwassers Infektionskrankheiten von der Bevölkerung abgewendet werden. Ihm zu Ehren verleiht der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst einmal im Jahr die Johann-Peter-Frank-Medaille für besondere Verdienste um das Öffentliche Gesundheitswesen.

Stand: 18.11.2019

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