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IBBS: Informationsstelle des Bundes für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene

Leitung:
Christian Herzog
Vertretung:
Claudia Schulz-Weidhaas

Die IBBS ist eine Krisenmanagement-Einheit für außergewöhnliche biologische Gefahrenlagen. Sie berät und unterstützt Gesundheitsbehörden, Polizei und Feuerwehr bei Krankheitsgeschehen verursacht durch hochpathogene Agenzien oder bei bioterroristischen Gefährdungslagen und fördert so den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.

IBBS Aufgaben

AG 1: Seuchenhygienisches Management

Koordination: Harald Striegl

  • Systematische Gefährdungs- und Risikobewertung von hochpathogenen und bioterroristisch relevanten Agenzien
  • Konzeption von Risikominimierungsstrategien und Schutzmaßnahmen
  • Empfehlungen und Richtlinien zur Desinfektion und Dekontamination (mit ZBS 1– 3 und FG14)
  • Bedarfsanalyse von Impfstoffen und anderen Arzneimitteln für Krankheiten durch hochpathogene Erreger und biologische Toxine

AG 2: Klinisches Management

Koordination: Bettina Ruehe

  • Entwickeln von Konzepten und Schulungen zum funktionalen und prozessualen Hygienemanagement für den Umgang mit Patienten, die durch hochpathogene Erreger oder biologische Toxine erkrankt sind.
  • Geschäftsstelle des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen (STAKOB) am RKI
  • Beratung medizinischer Einrichtungen im Falle des Auftretens von Krankheiten durch hochpathogene Erreger und biologische Toxine (mit STAKOB)
  • Erstellung von Therapiekonzepten für spezielle Pathogene, gemeinsam mit Fachgesellschaften und STAKOB
  • Beratung der WHO zum klinischen Management bei Ausbrüchen von speziellen Pathogenen (mit STAKOB)

AG 3: Lagemanagement

Koordination: Nadja Bersug

  • Beratung und Unterstützung der Behörden von Bund und Ländern bei der Bewertung und Bewältigung außergewöhnlicher biologischer Gefahrenlagen
  • Vorhalten operativer Einsatzkräfte (Einsatzgruppe Bio), die vor Ort beim Nachweis spezieller Pathogene (Umweltprobenahme) und bei der operativen Tatortarbeit im kontaminierten Umfeld unterstützen
  • Bewertung der Lage bei außergewöhnlichen biologischen Gefahren und Infektionsgeschehen unklarer Ursache in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Infektionsepidemiologie des RKI
  • Empfehlungen und Richtlinien zu Probennahme und Detektion (mit ZBS 1 –6)

AG 4: Informationsmanagement

Koordination: Claudia Schulz-Weidhaas

  • Bereitstellen von umfassenden, wissenschaftlich fundierten Informationen für die Fachöffentlichkeit zum Management außergewöhnlicher biologischer Gefahrenlagen (z.B. Rahmenkonzepte)
  • Kommunikationsanalyse und -planung bezogen auf Zielgruppen, Inhalte und mediale Formate für spezielle Pathogene und außergewöhnliche biologische Gefahrenlagen
  • Konzeption zielgruppen- und bedarfsspezifischer Instrumente zur Vermittlung relevanter Botschaften in außergewöhnlichen biologischen Gefahrenlagen

Kontakte und Kooperationen

  • Zentrale Anlaufstelle des RKI für nationale und internationale Polizei- und Sicherheitsbehörden
  • Kooperation und Austausch mit Einrichtungen des Bundes, u.a. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundeskriminalamt, Bundesnachrichtendienst, Institute der Bundeswehr
  • Mitwirken an der CBRN Info Plattform Bund zum Informationsaustausch bei Sachverhalten mit biologischen Stoffen
  • Kontakt zu den korrespondierenden Einrichtungen in und außerhalb der EU, sowie zur Weltgesundheitsorganisation (WHO), Welternährungsorganisation (FAO) und anderen UN-Einrichtungen
  • Beteiligung an internationalen Netzwerken wie der Global Health Security Initiative (GHSI)

Stand: 09.05.2020

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