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FG 38: Infektionsepidemiologisches Krisenmanagement, Ausbruchsuntersuchungen und Trainingsprogramme | ÖGD-Kontaktstelle

Leitung:
Ute Rexroth
Vertretung:
Katharina Alpers, Maria an der Heiden

Aufgaben: Das Fachgebiet ist zuständig für nationales und internationales Krisenmanagement, Ausbruchsuntersuchungen und Trainingsprogramme und ist die Geschäftsstelle der ÖGD-Kontaktstelle.

Aufgaben

Das Fachgebiet ist zuständig für nationales und internationales Krisenmanagement, Ausbruchsuntersuchungen und Trainingsprogramme und ist die Geschäftsstelle der ÖGD-Kontaktstelle.

Krisenmanagement

Internationale Meldungen

Infektionsereignisse von potenziell internationaler Relevanz müssen zeitnah kommuniziert werden, um entsprechenden Infektionsschutz zu gewährleisten. Dazu wird das Early Warning and Response System (EWRS) auf Grundlage des EU Beschlusses Nr. 1082/2013 und das System der nationalen Anlaufstellen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) genutzt.

Epidemic Intelligence

  • Das Thema Epidemic Intelligence umfasst die Erstellung und Bearbeitung von Leitfäden, die Risikobewertung und die wöchentliche epidemiologische Lagekonferenz (EpiLag).

Generische nationale Krisenplanung und -management

  • Um die Gesundheit der Bevölkerung in epidemisch bedeutsamen Lagen durch eine verbesserte Krisenreaktion zu schützen, umfasst dies die Entwicklung von Rahmenkonzepten, Übungen sowie Bewältigungs- und Evaluierungsinstrumenten, darunter In- und After-Action Reviews.

RKI-interne Krisenplanung und -management

  • Koordinierung und Organisation des RKI-Lagezentrums in epidemisch bedeutsamen Lagen sowie Weiterentwicklung interner Krisenpläne.

Infektionsschutz und Reiseverkehr

  • Prävention und Kontrolle von Infektionsübertragungen im Reiseverkehr, um die öffentliche Gesundheit vor potenziellen Ausbrüchen oder deren Weiterverbreitung zu schützen.

Infektionsschutz im Bereich Migration und sozial vulnerabler Gruppen

  • Ein Fokus liegt auf der Verbesserung des Infektionsschutzes für Migrant*innen unter Berücksichtigung ihrer Heterogenität und unterschiedlicher Vulnerabilitäten für Infektionserkrankungen. Diese können vor, während und nach der Migration entstehen und sind u.a. ein Resultat sozialer, ökonomischer und rechtlicher Faktoren. Prekäre Lebens-, Wohn-, und Arbeitsbedingungen spielen eine zentrale Rolle. Daraus resultierende Vulnerabilitäten sind oft ähnlich zu anderen marginalisierten oder von Diskriminierung betroffenen Bevölkerungsgruppen, die auch in den Blick genommen werden.

Netzwerke und Gremien:

  • Geschäftsstelle der ÖGD-Kontaktstelle mit Schnittstellen zum Fachgebiet 32 Surveillance
  • Nationale Koordination für die Zusammenarbeit Deutschlands mit dem ECDC
  • Mitarbeit im Netzwerk der ECDC National Focal Points Threat detection EWRS/IHR sowie Preparedness and Response
  • Vertretung des RKI beim Arbeitsgruppentreffen des Gesundheitssicherheitsausschuss (HSC) der EU-Kommission
  • Ansprechpartner des RKI für das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ, nationale IGV-Anlaufstelle) als IGV-Kontaktstelle
  • Vertretung des RKI bei der WHO zum Thema IGV als IGV-Kontaktstelle
  • Vertretung des RKI beim Public Health Emergency Operations Centre Network (EOC-Net) der WHO
  • Vertretung des RKI als Gast im Arbeitskreis der Küstenländer für Schiffshygiene (AkKü)
  • Vertretung des RKI im Netzwerk “Collaborative Arrangement for the Prevention and Management of Public Health Events in Civil Aviation (CAPSCA)"

Internationales

  • Koordinierung und Durchführung von internationalen Projekten, z.B. im Rahmen drittmittelgeförderter Projekte wie des Global Health Protection Programmes und des Biosicherheitsprogrammes
  • Bedarfsangepasste Unterstützung von Partnerländern potenziell in allen Aufgabenbereichen des Fachgebiets
  • Stärkung der IGV-Implementierung in Partnerländern
  • Stärkung nationaler und regionaler Kapazitäten in Partnerländern im Bereich Krisenvorsorge, sowie Ausbruchseindämmung, Krisenreaktion und intersektoraler Kollaboration sowie Evaluation z.B. Emergency Operations Centers, In- und After-Action Reviews
  • Methodische Konzeption und Durchführung von diversen Trainingskursen und Workshops zu Konzeptentwicklung, IGV-Kapazitäten, sowie Unterstützung der Planung, Durchführung und Evaluation von Simulationsübungen
  • Stärkung der Vernetzung zwischen dem deutschen ÖGD und internationalen Partnern

Netzwerke und Gremien:

  • Ansprechstelle in Abteilung für Infektionsepidemiologie für Global Outbreak Alert & Response Network (GOARN) der WHO
    https://extranet.who.int/goarn/
  • Mitarbeit im von Africa CDC koordinierten Netzwerk zur Stärkung von EOCs in der WHO AFRO und EMRO Region

Postgraduiertenausbildung für Angewandte Epidemiologie (PAE) und European Programme for Intervention Epidemiology Training (EPIET)

  • Organisation und wissenschaftliche Koordination der zweijährigen Postgraduiertenausbildung für angewandte Epidemiologie (PAE) in Kooperation mit dem European Programme for Intervention Epidemiology Training (EPIET)
  • Kooperation mit dem European Programme for Public Health Microbiology Training (EUPHEM)
  • Bearbeitung von Amtshilfeersuchen, Koordination der Feldeinsätze und Ausbruchsteams
  • Unterstützung der erregerspezifischen Fachgebiete der Abteilung bei Servicefunktionen für den ÖGD
  • Im Rahmen von Amtshilfe ggf. Unterstützung des ÖGD auf Landes- oder Kommunalebene bei Risikobewertung, Auswertungen, Interpretation und Berichterstattung
  • Weiterentwicklung der Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote des RKI
  • Unterstützung bei Interventionsforschung und Evaluation von Public-Health-Maßnahmen im ÖGD

Netzwerke und Gremien:

  • Ansprechpartner für Deutschland im Netzwerk der ECDC National Focal Points Training, Chair des Coordination Committees
  • Vertretung der Abteilung 3 im EPIET Training Site Forum
  • Mitarbeit im Netzwerk Training Programs in Epidemiology and Public Health Interventions Network (TEPHINET)

Projekte

Laufende Projekte

  • PANDEM-2 2021 bis 2023: PANDEM-2 ist ein von der EU im Rahmen von Horizon2020 gefördertes Projekt, das das Ziel verfolgt, neue Lösungen für eine effizientes, EU-weites Pandemiemanagement zu entwickeln.
  • EU JA-SHARP 2019 - 2022: Die Joint Action SHARP verfolgt das Ziel, in der EU die Bereitschaftsplanung zur Vorbereitung auf schwerwiegende grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren und die Implementierung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (International Health Regulations (2005)) zu fördern.
  • Global Health Protection Programme (GHPP), 2016 bis 2023: Unterstützung von Partnerländern in Ausbruchs¬geschehen, der Stärkung von Krisenmanagement und -Vorbereitung und beim Aufbau belastbarer Gesundheitssysteme auch hinsichtlich der IGV In diesem Rahmen werden zwei Teilprojekte von FG 32 durchgeführt, GETPrepaRed (Global Emergency Trainings and support for Preparedness and Response to Disease outbreaks) und die jährliche IHR Summer School, sowie zwei weitere Teilprojekte in Zusammenarbeit mit anderen RKI-Organisationseinheiten, ProTECt (Project on Training for Public Health Emergency Operations Centres) und TwiNit (Twinning Project for the establishment of the Namibian Institute for Public Health)
  • Deutsches Partnerschaftsprogramm für biologische Sicherheit und Gesundheitssicherstellung, Phase 3, 2020 bis 2022, Stärkung von Gesundheitsdiensten in Partnerländern

Abgeschlossene Projekte (Auswahl)

Stand: 25.03.2021

Ausgewählte Publikationen

  • Markus I, Steffen G, Lachmann R, Marquis A, Schneider T, Tomczyk S, Koppe U, Rohde AM, Schink SB, Seifried J, Domaszewska T, Rexroth U, An der Heiden M (2021): COVID-19: cross-border contact tracing in Germany, February to April 2020.
    Euro Surveill. 26 (10): 2001236. doi: 10.2807/1560-7917.ES.2021.26.10.2001236. mehr

  • Kleine-Kampmann S, Schöll M, Ehlers L, Hewelt E, Götsch U, Göbels K, Ippisch S, Seidel J, Thanheiser M, Schindler B, Kalkowski M, Boldt M, Dirksen-Fischer M, von Münster T, Jeglitza M, Chmielewska J, Sangs A, Mouchtouri B, Rexroth U, an der Heiden M (2021): Flug- und Schiffsverkehr während der COVID-19-Pandemie in Deutschland: Herausforderungen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst.
    Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 64 (4): 454–462. Epub Mar 17. doi: 10.1007/s00103-021-03297-x. mehr

  • Bender JK, Brandl M, Höhle M, Buchholz U, Zeitlmann N (2021): Analysis of Asymptomatic and Presymptomatic Transmission in SARS-CoV-2 Outbreak, Germany, 2020.
    Emerg. Infect. Dis. 27 (4): 1159-1163. Epub Feb 18. doi: 10.3201/eid2704.204576. mehr

  • Halm A, Grote U, an der Heiden M, Hamouda O, Schaade L, Rexroth U; RKI-Lagezentrums-Gruppe (2021): Das Lagemanagement des Robert Koch-Instituts während der COVID-19-Pandemie und der Austausch zwischen Bund und Ländern.
    Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 64 (4): 418–425. Epub Mar 5. doi: 10.1007/s00103-021-03294-0. mehr

  • Böhmer MM, Buchholz U, Corman VM, Hoch M, Katz K, Marosevic DV, Böhm S, Woudenberg T, Ackermann N, Konrad R, Eberle U, Treis B, Dangel A, Bengs K, Fingerle V, Berger A, Hörmansdorfer S, Ippisch S, Wicklein B, Grahl A, Pörtner K, Muller N, Zeitlmann N, Boender TS, Cai W, Reich A, An der Heiden M, Rexroth U, Hamouda O, Schneider J, Veith T, Mühlemann B, Wölfel R, Antwerpen M, Walter M, Protzer U, Liebl B, Haas W et al. (2020): Investigation of a COVID-19 outbreak in Germany resulting from a single travel-associated primary case: a case series.
    Lancet Infect. Dis. 20 (8): 920-928. Epub May 15. doi: 10.1016/S1473-3099(20)30314-5. mehr

  • Götsch U, Göbels K, Ippisch S, Dirksen-Fischer M, Boldt M, Ehlers L, an der Heiden M, Schöll M, Rexroth U et al. (2020): Hinweise für COVID-19-Prozesse im Flugverkehr (online vorab am 9.7.2020).
    Epid. Bull. 2020 (29): 12–13. doi: 10.25646/6996. mehr

  • Rexroth U, Hamouda O, Hanefeld J, Ruehe B, Wieler LH, Schaade L (2020): Letter to the editor: Wide indication for SARS-CoV-2-testing allowed identification of international risk areas during the early phase of the COVID-19 pandemic in Germany.
    Euro Surveill. 25 (23): pii=2001119. doi: 10.2807/1560-7917.ES.2020.25.23.2001119. mehr

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