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Fotoserie über den Aufbau einer molekularen Denguevirus-Diagnostik in Sri Lanka

Während des Denguevirus-Ausbruchs im Jahr 2017 wurden in Sri Lanka etwa 186.000 Fälle registriert, mehr als 500 Menschen sind gestorben - im Vergleich zum Vorjahr hatten sich die Zahlen fast vervierfacht. Die anfänglich grippe­ähnlichen Symptome lassen sich nur schwer von anderen Infektions­krankheiten unter­scheiden. Für die Diagnostik von Denguefieber werden in Sri Lanka generell Schnell­teste genutzt, die weder besonders zuverlässig sind, noch die vier verschiedenen Serotypen unter­scheiden können. Das ist aber ganz ent­schei­dend: Eine durchlebte Denguevirus-Infektion macht die Menschen nur gegen denselben Serotyp immun. Stecken sich die Betroffenen mit einem anderen Serotyp an, ist die Wahrschein­lichkeit eines schweren hämorrha­gischen Verlaufs mit Todesfolge erhöht. Das Ministerium für Gesundheit, Ernährung und Indigene Medizin in Sri Lanka hat daher das Robert Koch-Institut gebeten, sie bei der Etablierung einer schnellen molekularen Diagnostik für Denguevirus und differential­diagnostisch relevante Erreger zu unterstützen. Im Rahmen der Schnell einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit (SEEG) haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RKI, des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) und der Gesellschaft für inter­nationale Zusammenarbeit (GIZ) ihre sri-lankischen Kollegen im Februar 2018 eine Woche lang in der molekularen Diagnostik von Krankheits­erregern trainiert. Der Einsatz wurde durch Personal des Global Health Protection Programme unterstützt.

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Quelle: Andreas Nitsche/RKI Ankunft des wissenschaftlichen Teams am Flughafen Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka. Die Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit (SEEG) wird durch Personal des Global Health Protection Programme unterstützt und besteht aus Therese Muzeniek, Beate Becker-Ziaja, Marica Grossegesse (RKI), Anna Heitmann (BNITM, vlnr). Nicht im Bild sind Nicole Hetzelt, Andreas Nitsche (beide RKI) und Larissa Duddeck (GIZ). Im Gepäck: die komplette Ausstattung für ein molekulares Diagnostiklabor. Quelle: Andreas Nitsche/RKI

Stand: 22.08.2018

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