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PIKS: Pandemische Influenza A(H1N1)v Krankenhaus Surveillance

Am 31. März 2010 endete die vom Robert Koch-Institut durchgeführte freiwillige Pandemische Influenza Krankenhaus-Surveillance (PIKS).

Bis 15. April 2010 können noch fehlende Einzelfall-bezogene Daten von den Krankenhäusern und Intensivstationen übermittelt werden.
Nach Übermittlungsende wird eine zusammenfassende Auswertung der Daten durchgeführt und das Ergebnis der Analyse zeitnah veröffentlicht.

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Teilnahme und die Übermittlung der Daten!

Allgemein

Das Robert Koch-Institut (RKI) implementiert während der Influenzawelle 2009-2010 deutschlandweit eine Pandemische Influenza Krankenhaus Surveillance (PIKS). Das Projekt PIKS nutzt das webbasierte elektronische System webKess (www.webKess.de) als etablierte Plattform zur Dateneingabe. PIKS ist für alle Krankenhäuser in Deutschland offen. Es bietet mit geringem Aufwand einen guten Überblick über die Situation von Pandemischer Influenza A(H1N1)v im Krankenhaus und, wenn genügend Krankenhäuser teilnehmen, für die Situation von Pandemischer Influenza A(H1N1)v in Deutschland.

In Deutschland wurden bisher über 220.000 bestätigte Fälle (Stand 27. Januar 2010) sowie 199 Todesfälle (Stand 27. Januar 2010) von Pandemischer Influenza A(H1N1)v gemeldet. Zur Beurteilung der epidemiologischen Situation ist es wichtig, die Schwere einer Influenzawelle zu erheben. Dazu werden Erkrankungs- und Todesfälle mit laborbestätigter Influenza-A(H1N1)v-Infektion in Krankenhäusern erfasst. Ein solches Surveillancesystem, das diese Indikatoren bundesweit systematisch erfasst, existiert in Deutschland nicht. Deshalb soll PIKS in Deutschland für den Zeitraum der Influenzawelle 2009-2010 implementiert und durchgeführt werden.

Mit den Ergebnissen von PIKS können Empfehlungen, Infektionsschutzmaßnahmen und Risikokommunikation der aktuellen Situation angepasst werden. Zusätzlich wird durch die erfassten Informationen die Be- und Auslastung des Gesundheitssystems speziell in den Krankenhäusern erhoben.

Nutzen für teilnehmende Krankenhäuser

Folgende Nutzen entstehen für die teilnehmenden Krankenhäuser: Die bei PIKS erhobenen einzelfallbasierten Informationen sind mit dem Erhebungsbogen für Gesundheitsämter bei Todesfällen mit Influenza-A(H1N1)v-Infektion abgestimmt (meldepflichtig gemäß § 6 Infektionsschutzgesetz). Nach Dateneingabe wird bei PIKS dieser Erhebungsbogen für Todesfälle automatisch generiert und kann an das zuständige Gesundheitsamt gefaxt werden. Zudem stehen die erhobenen Daten den Krankenhäusern zur internen Auswertung zur Verfügung. Dadurch wird eine Analyse der Influenza-A(H1N1)v-bedingten Belastung des Krankenhauses ermöglicht.

Methoden

Datenerfassung

Folgende Informationen werden aggregiert erhoben:

  • Gesamtes Krankenhaus, pro Kalenderwoche: Anzahl aller neu aufgenommenen Patienten, Anzahl aller neu aufgenommenen Patienten mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis (mitgebracht), Anzahl aller Patienten mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis (nosokomial), Anzahl aller Todesfälle und Anzahl der Todesfälle mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis
  • Intensivstation(en) (ITS), pro Kalenderwoche: Anzahl aller neu aufgenommenen Patienten, Anzahl aller neu aufgenommenen Patienten mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis (mitgebracht auf ITS), Anzahl aller Patiententage, Anzahl aller Patiententage mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis, Anzahl aller Patiententage beatmungspflichtiger Patienten mit Influenza-A(H1N1)v-PCR-Nachweis

Folgende Informationen werden einzelfallbasiert bei allen Influenza-A(H1N1)v-Todesfällen und bei den ersten drei Influenza-A(H1N1)v Erkrankungsfällen pro Woche im gesamten Krankenhaus erhoben:

  • Demografie (Geschlecht, Geburtsjahr), Ablauf (Symptombeginn, Surveillanceende, Surveillanceendegrund, falls verstorben, Todesursache), klinische Information, Labordaten, Expositionen/Risikofaktoren, Komplikationen, Stationsart, Beatmung, Impfung/Therapie

Dateneingabe

Das Projekt PIKS nutzt das webbasierte elektronische System webKess (www.webKess.de) als etablierte Plattform zur Dateneingabe. Die Daten werden spätestens am Dienstag der Folgewoche bis 15 Uhr vom Krankenhaus in die webKess-Dateneingabemaske für das Modul PIKS eingetragen.

Datenübermittlung an das RKI

Dem RKI werden ausschließlich bundesländerbezogene Daten übermittelt, die keine Identifizierbarkeit der teilnehmenden Krankenhäuser zulassen.

Datenanalyse und -veröffentlichung

Die erhobenen aggregiert erfassten Informationen werden wöchentlich vom Robert Koch-Institut bundeslandbezogen ausgewertet und auf der RKI-Internetseite im Influenza Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) veröffentlicht.
Die erhobenen einzelfallbasierten Daten werden monatsweise ausgewertet, in einem Bericht zusammengefasst und auf der RKI-Internetseite veröffentlicht. Abhängig von der Datenlage obliegt es der wissenschaftlichen Entscheidung, von der monatlichen Berichterstattung abzuweichen.

Stand: 13.04.2010

Zusatzinformationen

Kontakt

RKI, FG Surveillance

Telefon:
030 18754 3784

Ansprechpartner für technische Fragen, Benutzer- und Krankenhausregistrierung für PIKS

Telefon:
030 450 570022

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