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Aktuelle epidemiologische Situation der Masern und Röteln in Deutschland

Stand: 1.3.2017

Masern:

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wurden Daten von 929 Masernfällen an das RKI übermittelt (Gesamtanzahl 2016: 325). Die Regionale Verifizierungs­kommission der europäischen WHO-Region hat Deutschland für das Jahr 2016 erstmals Masern-Infektions­ketten mit einer Länge von kürzer als 12 Monaten und damit einen Abbruch der endemischen Transmission bescheinigt. Dies bedeutet einen wesentlichen ersten Schritt hin zur Verifizierung der Elimination der Masern in Deutschland.

Abb. 1: Dem RKI übermittelte Masernfälle pro Monat und Jahr seit 2003 bis 2017 in Deutschland

Abbildung 1: Dem RKI übermittelte Masernfälle pro Monat und Jahr seit 2003 bis 2017 in Deutschland. Quelle: RKI

Tab. 1: Fallzahl und Inzidenzen pro 1 Mio Einwohner pro Jahr seit 2001 bis 2017 in Deutschland

Tabelle 1: Fallzahl und Inzidenzen pro 1 Mio Einwohner pro Jahr seit 2001 bis 2017 in Deutschland. Quelle: RKI

Tab. 2: Fallzahl und Inzidenzen pro 1 Mio Einwohner für die Jahre 2015 bis 2017 nach Bundesland (Stand: 1.02.2018)

Tabelle 2: Fallzahl und Inzidenzen pro 1 Mio Einwohner für die Jahre 2015 bis 2017 nach Bundesland (Stand: 1.02.2018). Quelle: RKI

Abb. 2: Anzahl der übermittelten Masernfälle nach Altersgruppe sowie Anzahl der hiervon hospitalisierten Fälle für das Jahr 2017 (Stand: 1.02.2018)

Abbildung 2: Anzahl der übermittelten Masernfälle nach Altersgruppe sowie Anzahl der hiervon hospitalisierten Fälle für das Jahr 2017 (Stand: 1.02.2018). Quelle: RKI


*Zahl der ambulanten Fälle beinhalten auch Fälle ohne bekannten oder nicht angegebenen Hospitalisierungsstatus

Von 865 Fällen mit diesbezüglicher Information, wurden 377 (rund 44%) der Masernfälle 2017 in ein Krankenhaus eingewiesen. Besonders häufig werden Kinder unter 5 Jahren und Erwachsene ab 20 Jahren hospitalisiert.

Röteln:

Deutschlandweite fallbasierte epidemiologische Daten zu aufgetretenen Rötelnfällen werden seit März 2013 erhoben, die offizielle Bericht­erstattung des RKI erfolgt seit Januar 2014.

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wurden dem RKI Daten von 73 postnatalen Rötelnfällen (Falldefinitions­kategorie A-C) an das RKI übermittelt. Das entspricht einer Inzidenz von 0,9 pro 1 Million Einwohner. 11 Fälle (15%, 2016: 23%) waren labordiagnostisch bestätigt worden, 7 Fälle wiesen einen epidemiologischen Link zu einem labordiagnostisch bestätigten Fall auf. 55 Fälle wurden als klinische Verdachtsfälle einer akuten Rötelninfektion ohne eine Laborbestätigung übermittelt. Dies traf insbesondere bei den Kindern zu.

Die Qualität der Surveillance in Deutschland reicht nicht aus, um eindeutige Aussagen zu Infektions­ketten der Röteln treffen zu können. Es fehlt an einer adäquaten Labor­diagnostik und Genotypisierung der zirkulierenden Varianten der Viren. Ohne Labordiagnose kann nicht eindeutig geklärt werden, ob es sich bei diesen exanthema­tischen Fällen tatsächlich um akute Röteln­erkrankungen gehandelt hat.

Dem RKI ist für das Jahr 2017 kein konnataler Rötelnfall übermittelt worden.

Tab. 3: Altersgruppen der übermittelten Rötelnfälle in 2017

Tabelle 3: Altersgruppen der übermittelten Rötelnfälle in 2017. Quelle: RKI

Impfquoten gegen Masern und Röteln

Abb. 3: Impfquoten für die erste und zweite Masern- und Rötelnimpfung bei 4-bis 7-jährigen Kindern in den bundesweiten Schul­eingangs­untersuchungen 1998 bis 2015 (in Klammern die Impfquote der zweiten MMR-Impfung)

Abbildung 3: Impfquoten für die 1. und 2. Masern- und Rötelnimpfung bei 4- bis 7-j. Kindern in den bundesweiten Schuleingangs­untersuchungen 1998 bis 2015 (in Klammern die Impfquote der zweiten MMR-Impfung). Quelle: RKI

Stand: 19.02.2018

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