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Epidemiologie von COVID-19 im Schulsetting

Das Verständnis der Bedeutung von Kindern und Jugendlichen für das epidemiologische Geschehen der COVID-19-Pandemie ist wichtig, damit sich Maßnahmen daran orientieren können. Nun wurde untersucht, wie häufig (insbesondere im Verhältnis zum Gesamtgeschehen) Schülerinnen und Schülern zwischen 6 und 20 Jahren mit SARS-CoV-2 infiziert sind und wie oft es zu Schulausbrüchen kommt. Basierend auf publizierten Modellberechnungen wurde ebenfalls untersucht, welche infektionsepidemiologischen Folgen bei Wiedereröffnung der Schulen zu erwarten sind.

Wie das Epidemiologische Bulletin 13/2021 ausführt, stiegen im beobachteten Zeitraum die Inzidenzen in den jüngeren Altersgruppen – bis etwa 15 Jahre – erst dann, als sie schon mehrere Wochen bei den jüngeren Erwachsenen erhöht waren. Entgegen des Ausbreitungsprofils bei anderen Atemwegserregern scheint also im aktuellen pandemischen Geschehen keine substanzielle treibende Kraft von diesen Altersgruppen auszugehen, obgleich auch hier Übertragungen stattfinden und Ausbruchsgeschehen wirksam verhindert werden müssen. Etwaige Maßnahmen wie Schließungen und Wiedereröffnungen sollten unbedingt in den Kontext der regionalen Gesamtinzidenz in der Bevölkerung gesetzt werden, und in der Reihenfolge nach Altersgruppen priorisiert erfolgen.

Dieser Artikel wurde am 25.2.2021 online vorab veröffentlicht.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 13/2021 (PDF, 4 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 25.02.2021

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