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Erkennung und Sicherung Epi­demischer Gefahren­lagen (ESEG)

Ziele

Logo des Projektes Erkennung und Sicherung Epidemischer Gefahrenlagen (ESEG)

Im Rahmen des ESEG-Pro­jekts (Er­ken­nung und Siche­rung Epi­de­mischer Ge­fah­ren­lagen) sollen Echt­zeit­daten aus Not­auf­nah­men ge­nutzt werden, um das Auf­tre­ten von Aus­brüchen und In­fek­tions­ge­schehen früh­zeitig zu iden­tifi­zieren und recht­zeitig In­fek­tions­schutz­maß­nah­men ein­leiten zu können. Es soll ge­prüft wer­den, welchen Mehr­wert eine zeit­nahe und kranken­haus­über­greifende Daten­erhebung, -analyse und -auswertung gegen­über bereits be­stehenden Systemen bringt.

Organisation

Das Projekt wird durch den Innovations­fonds des Gemeinsamen Bundes­ausschusses (GBA) für 3 Jahre gefördert (Beginn Sommer 2018). Unter der Leitung des Gesundheits­amtes Frankfurt/Main soll ein Netzwerk für Syndromische Surveillance anhand von Notaufnahme­daten etabliert werden. Beteiligt sind verschiedene Akteure des Öffentlichen Gesundheits­dienstes (ÖGD), der univer­sitären Forschung (TU Darmstadt) und der Industrie (Softwarehersteller epias GmbH) sowie rund 30 Partnerkliniken und das Robert Koch-Institut (RKI) als zentraler Partner für die epidemiologische Bewertung.

Methoden

Einzelfalldaten aus der Routine­dokumentation in Zentralen Notaufnahmen (ZNA) ausgewählter Krankenhäuser sollen anonymisiert in Echtzeit an den Studienserver (esegCU) weitergeleitet werden. Zur Entwicklung von Signal­erkennungs­algorithmen (am RKI) werden vorhandene Surveillance­daten zu Infektions­krankheiten und Methoden des Maschinellen Lernens (an der TU Darmstadt) verwendet.

Schema zum Datenfluss in dem Projekt Erkennung und Sicherung Epidemischer Gefahrenlagen. Quelle: RKI Datenfluss im ESEG-Projekt Quelle: RKI

Projekt­partner und Aufgaben

Das ESEG-Projekt wird vom Gesundheitsamt Frankfurt geleitet.

Durch die zunehmende Globalisierung wird die Ausbreitung von Infektionskrankheiten begünstigt. So erfordern Tourismus, Migration und der Klimawandel eine Verbesserung des Infektionsschutzes und mehr Wachsamkeit im Umgang mit Patienten, die z. B. möglicherweise mit hochpathogenen Krankheitserregern infiziert sein könnten. Das RKI übernimmt im Projekt verschiedene Aufgaben, wie die Programmierung von Signalerkennungsalgorithmen und die infektionsepidemiologische Bewertung der Syndromische-Surveillance-Daten. Dieses neue System unterstützt zudem die Steuerung und Evaluation von Abläufen im Hygienemanagement von Krankenhäusern. Beteiligte Fachgebiete am RKI sind: Fachgebiet 31 "Infektionsepidemiologische Fach-IT und Anwendungsentwicklung", Fachgebiet 32 "Surveillance", Fachgebiet 36 "Respiratorische Erkrankungen" und die Informationsstelle des Bundes für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (IBBS).

Für die Untersuchung der Machbarkeit wurden exemplarisch rund 30 Krankenhäuser mit Zentraler Notaufnahme deutschlandweit ausgewählt. Die Zusammenarbeit wird organisatorisch durch das Sana Klinikum Offenbach GmbH gesteuert.

Die epias GmbH in Idstein ist für die Programmierung der Schnittstelle, der Browser-basierten Umgebung für die Primärdaten­erhebung und die zentrale Studiendatenbank verantwortlich. Die neue IT-Infrastruktur dient dabei neben der Früherkennung auch der Einleitung einer standardisierten Intervention zur Verhinderung der Verbreitung von HCIDs und anderen Infektionskrankheiten.

Die Knowledge Engineering Group am Fachbereich für Informatik der TU Darmstadt untersucht, inwieweit Methoden des Maschinellen Lernens für die Signalerkennung genutzt werden können.

Um die Berichtsformate für den ÖGD anwender­freundlich zu gestalten, unterstützen das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen das Projekt. Auch bei der geplanten langfristigen Implementierung der Syndromischen Surveillance sind die letztgenannten Partner von großer Bedeutung, z.B. in Bezug auf die Architektur der Datenflüsse.

Weitere Syndromische-Surveillance-Systeme und -Projekte

Syndromische Surveillance in Deutschland bei akuten respiratorischen Erkrankungen:

Syndromische Surveillance in anderen europäischen Ländern:

Stand: 21.01.2019

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