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Surveillance von Antibiotika­resistenzen und -verbrauch

Um die Verbreitung von antibiotikaresistenten Erregern auf nationaler und internationaler Ebene zuverlässig einschätzen und bekämpfen zu können, sind Daten zu Antibiotika­resistenz und -verbrauch unerlässlich.

Das RKI koordiniert seit 2008 die Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS), in deren Rahmen Resistenz­ent­wicklungen sowohl in der stationären Kranken­versorgung als auch in der ambulanten Versorgung erfasst werden, sowie seit 2014 die Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS), die den Verbrauch von Antibiotika in Kranken­häusern überwacht. Die Daten zu Antibiotika-Verbrauch und Antibiotika-Resistenz aus beiden Surveillance-Systemen werden auch auf Krankenhaus­ebene in Bezug zueinander ausgewertet (ARVIA) – um so die Frage zu beantworten, inwieweit der Antibiotika­verbrauch die Resistenz­situation tatsächlich beeinflusst. Die Surveillance-Systeme sind ein zentraler Bestandteil der Deutschen Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART 2020).

Darüber hinaus wird in der Machbarkeits­studie SAMBA (Surveillance ambulanter Antibiotika­verbrauch) am RKI die Etablierung einer bundesweiten Surveillance des ambulanten Antibiotika­einsatzes, einschließlich eines Feedbackreport-Systems für Arztpraxen, bewertet.

Darüber bauen das RKI und das Konsiliarlabor für Gonokokken ein gesamtdeutsches Labor-Netzwerk - Gonokokken-Resistenzsurveillance (Go-Surv-AMR) – auf, um die Datenlage zu Resistenzen bei Gonokokken zu verbessern, Therapie­empfehlungen anzupassen und Empfehlungen für zielgerichtete Präventions­maßnahmen im Gesundheits­wesen zu entwickeln.

Stand: 02.12.2021

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