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Zur Debatte um "Fake Science"

Im Sommer 2018 hat sich in den Medien eine Debatte zum Thema "Fake Science" entwickelt. Medien-Recherchen hatten ergeben, dass Wissenschaftler mehrerer deutscher Forschungseinrichtungen in sogenannten "räuberischen Open Access-Verlagen" (z.B. OMICS Publishing Group) publiziert haben. Diese Verlage verlangen eine Bearbeitungsgebühr und veröffentlichen die eingereichten Manuskripte offenbar ohne vorherige Prüfung, obwohl sie mit einem Peer Review-Prozess werben. Diese Umgehung des Begutachtungsprozesses geht zu Lasten der Qualitätssicherung. Allerdings ist es für die Wissenschaftler kaum möglich, die Wertigkeit des Peer Reviews im Voraus zu bewerten.

Auch das Robert Koch-Institut ist betroffen. Es handelt sich dabei um fünf Publikationen aus den Jahren 2010-2014 beim genannten Verlag (gegenüber circa 1.800 Artikeln von RKI-Wissenschaftlern in begutachteten Fachzeitschriften im selben Zeitraum). Auch wenn es keine Hinweise gibt, dass die in dem genannten Verlag publizierten wissenschaftlichen Ergebnisse Mängel aufweisen, werden Publikationen bei räuberischen Verlagen vom Robert Koch-Institut uneingeschränkt abgelehnt. Zur Zeit der Publikationen bei der OMICS Publishing Group waren die Inhalte des genannten Verlages in renommierten Fachdatenbanken, wie PubMed und Scopus, indexiert, sodass es damals keinen Anlass gab, die Seriosität des Verlages in Zweifel zu ziehen.

Das Robert Koch-Institut ist bestrebt und wirkt aktiv darauf hin, dass seine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in renommierten Zeitschriften publizieren und die Veröffentlichungen einem qualitativ hochwertigen Begutachtungsprozess durch die Verlage unterzogen werden. Um dies zu gewährleisten informieren RKI-Wissenschaftler schon seit einigen Jahren unter anderem die Bibliothek über geplante Veröffentlichungen und das vorgesehene Journal.

Stand: 23.08.2018

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