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Riskanter Alkoholkonsum im neuen Journal für Gesundheitsmonitoring

Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts

Mit einer neuen Online-Zeitschrift erweitert das Robert Koch-Institut seine Publi­ka­tions­tätigkeit zu Gesund­heit in Deutsch­land. Das am 28.09.2016 erstmals heraus­ge­gebene "Journal of Health Monitoring" er­scheint viertel­jährlich in deut­scher und englischer Sprache. Die Beiträge für das Fach-Journal unter­liegen einem Gut­achter-Ver­fahren und sind über die RKI-Internet­seite www.rki.de/journalhealthmonitoring frei zu­gänglich. Wissen­schaft­liche Daten und Ana­lysen sind wesent­liche Grund­lage für die Ent­wick­lung evidenz­ba­sierter Präventions­maßnahmen, nach dem Motto 'Daten für Taten'. "Unsere Mission ist die Ver­besserung der Gesund­heit der Be­völkerung", betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Die neue, zwei­sprachige Zeit­schrift ist auch Teil des zu­nehmenden Enga­ge­ments des Instituts auf inter­na­tionaler Ebene.

In der ersten Ausgabe des Journal of Health Monitoring geht es um gesund­heits­schäd­lichen Alkohol­konsum. Dieser zählt zu den fünf wesent­lichen Risiko­faktoren für Krank­heiten und Be­ein­träch­ti­gungen und gilt als mit­ver­ur­sachend für mehr als 200 Krank­heiten. Die Daten der Gesund­heits­studien des RKI er­mög­lichen es, den zeit­lichen Verlauf riskanten Alkohol­konsums aus­zu­werten. Die Trends sind Thema eines um­fassenden Beitrags im neuen Journal. Zudem wird in drei Fakten­blättern auf Alkohol­ver­giftungen, Unfälle und Sterb­lichkeit durch Alkohol eingegangen.

Die Themen der neuen Fach­zeit­schrift um­fassen alle Bereiche der Ge­sund­heit der Be­völ­ke­rung (Public Health), körper­liche und psy­chi­sche Gesund­heit, Gesund­heits­ver­halten, Risiko­faktoren und Schutz­faktoren sowie die medi­zi­nische und pfle­ge­rische Ver­sor­gung. Einige der bis­he­rigen Ver­öffent­li­chungs­formate der Gesund­heits­bericht­er­stattung (GBE) gehen im neuem Journal auf, unter anderem die Online-Reihe "GBE kompakt". Umfassende Berichte der GBE wird es aber weiter­hin geben. Ergänzt werden die GBE-Publikationen durch das In­for­ma­tions­system der GBE, einer Online-Datenbank, die vom Statis­tischen Bundes­amt gepflegt wird.

Wichtigste Basis der Gesund­heits­bericht­er­stattung sind die um­fassenden Studien des RKI-Gesund­heits­moni­torings, mit dem die gesund­heit­liche Lage der Bevölkerung konti­nu­ier­lich unter­sucht und aus­ge­wertet wird: die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS), die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugend­lichen in Deutschland (KiGGS) und "Gesundheit in Deutsch­land aktuell" (GEDA). Die RKI-Wissen­schaft­le­rinnen und Wissen­schaftler werten auch amt­liche Statistiken, epidemiologische Register und Routine­daten der Sozial­ver­sicherungs­träger aus.

Die Abteilung im RKI, die Gesund­heits­moni­toring und Gesund­heits­bericht­erstattung durch­führt, wurde kürz­lich mit der Salomon-Neu­mann-Medaille 2016 aus­ge­zeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Sozial­medizin und Prävention (DGSMP) ver­leiht diesen Preis für besondere Ver­dienste um die Präventiv- und Sozial­medizin. In der Begründung hieß es: "Das Gesund­heits­monitoring des RKI hat sich … zu einem zentralen Instrument für Public Health in Praxis, Politik und Wissen­schaft etabliert. Es ist Basis für … die Entwicklung von Gesund­heits­zielen, für die Initiierung und Evaluation von gesund­heits­politischen Maß­nahmen sowie für die Gesund­heits-, Armuts- und Reich­tums­bericht­erstattung und … Impuls­geber auch für viele Entwicklungen der Gesund­heits­berichter­stattung auf den regionalen Ebenen der Länder und der Kommunen."

Stand: 28.09.2016

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