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Definition Umweltmedizin

Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) berufene Kommission Umweltmedizin (2012-2016) hat eine Definition des Begriffs der Umweltmedizin abgegeben, die die Grundlage für die weitere Kommissionsarbeit schafft. Dies betrifft sowohl die fachliche Ausrichtung wie auch die Dimensionen des medizinischen Gebietes. Diese Definition des Begriffs „Umweltmedizin“ beruht auf einer Definition von Dr. med. Dieter Eis [Umweltmed.Forsch.Prax 1 (2) 65-70; 1996].

Definition: „Als interdisziplinäres Fachgebiet befasst sich die Umweltmedizin in Theorie und Praxis mit den gesundheits- und krankheitsbestimmenden Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung. Als zentraler Fachgegenstand gelten Umweltfaktoren / Umweltexpositionen und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Umweltmedizin nutzt die Methoden verschiedener Arbeitsrichtungen (wie Epidemiologie, Monitoring und Toxikologie) und sie verfügt über Anteile im Bereich der allgemeinen und psychosozialen klinischen Medizin. Sie steht darüber hinaus in enger Beziehung zu natur-, sozial- und umweltwissenschaftlichen Arbeitsrichtungen.

Arbeitsschwerpunkte der Umweltmedizin betreffen:

  • die Expositionsermittlung
  • die umweltbezogene Wirkungsermittlung und Diagnostik
  • die Abschätzung umweltbedingter Gesundheitsrisiken
  • die vergleichende Risikoanalyse und –bewertung sowie die Risikokommunikation
  • die Betreuung, Beratung und Begutachtung für definierte Zielgruppen
  • regulatorische und administrative Aufgaben
  • die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine gesundheitsförderliche Gestaltung unserer Umwelt
  • die umweltmedizinische Prävention.“

[Abgeänderte Version der Definition: D. Eis, Definition „Umweltmedizin“; Umweltmedizin in Forschung und Praxis 1 (2) 65-70; 1996]

Stand: 23.06.2016

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