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Definition Umweltmedizin

Die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Jahr 2012 neu berufene Kommission Umweltmedizin berät das Robert Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt (UBA) zu umweltassoziierten Risiken mit Bedeutung für die Gesundheit.

Mit der hier vorgelegten Veröffentlichung zur Definition des Begriffs der Umweltmedizin will die Kommission zu Beginn ihrer Arbeit die Grundlage für ihre weitere Arbeit schaffen. Dies betrifft sowohl die fachliche Ausrichtung wie auch die Dimensionen des medizinischen Gebietes.

Die Definition des Begriffs  „Umweltmedizin“ durch die neuberufene Kommission Umweltmedizin beruht auf einer Definition von Dr. med. Dieter Eis [Umweltmed.Forsch.Prax 1 (2) 65-70; 1996], wobei die erfolgten Änderungen im Text kursiv vermerkt sind.

Definition: „Als interdisziplinäres Fachgebiet befasst sich die Umweltmedizin in Theorie und Praxis mit den gesundheits- und krankheitsbestimmenden Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung. Als zentraler Fachgegenstand gelten Umweltfaktoren / Umweltexpositionen und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Umweltmedizin nutzt die Methoden verschiedener Arbeitsrichtungen (wie Epidemiologie, Monitoring und Toxikologie) und sie verfügt über Anteile im Bereich der allgemeinen und psychosozialen klinischen Medizin. Sie steht darüber hinaus in enger Beziehung zu natur-, sozial- und umweltwissenschaftlichen Arbeitsrichtungen.

Arbeitsschwerpunkte der Umweltmedizin betreffen:

  • die Expositionsermittlung
  • die umweltbezogene Wirkungsermittlung und Diagnostik
  • die Abschätzung umweltbedingter Gesundheitsrisiken
  • die vergleichende Risikoanalyse und –bewertung sowie die Risikokommunikation
  • die Betreuung, Beratung und Begutachtung für definierte Zielgruppen
  • regulatorische und administrative Aufgaben
  • die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine gesundheitsförderliche Gestaltung unserer Umwelt
  • die umweltmedizinische Prävention.“

[Abgeänderte Version der Definition: D. Eis, Definition „Umweltmedizin“; Umweltmedizin in Forschung und Praxis 1 (2) 65-70; 1996]

Stand: 31.10.2013

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