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Nationale Referenzzentren und Konsiliarlabore

Gegenwärtig sind 19 Nationale Referenz­zentren und 39 Konsiliar­labore berufen. Die Gesamt­liste steht im Anhang als Down­load zu Verfügung.

Im Rahmen der Neustrukturierung der Infektions­epidemiologie in Deutsch­land werden seit 1995 verstärkt Nationale Referenz­zentren (NRZ) zur Über­wachung wichtiger Infektions­erreger berufen. Der Entscheidung über die zu berufenen NRZ liegen Über­legungen zur epidemio­logischen Relevanz von Erregern, zur Spezial­diagnostik, aber auch Fragen zur Resistenz und zu Maß­nahmen des Infektions­schutzes zugrunde.

Um für ein möglichst breites Spektrum von Krankheits­erregern fachlichen Rat vorhalten zu können, werden zusätzlich Konsiliar­labore (KL) zu weiteren gesundheits­relevanten Infektions­erregern ernannt. Fach­ge­sell­schaften können Vor­schläge für weitere benötigte KL an das RKI richten. Die KL ergänzen das bestehende Netz der NRZ und der Einrichtungen des öffent­lichen Gesund­heits­dienstes sowie der ein­schlägigen Uni­versitäts­institute in spezifischer Weise. Das Beratungs­angebot steht hier im Vorder­grund. Es sollte ins­be­sondere bei über die Routine hinaus­gehenden Fragen in Anspruch genommen werden. Zusätzlich werden diagnostische Leistungen angeboten (s. Leistungsangebot).

Die aktuelle Berufungsperiode der NRZ und KL erstreckt sich auf den Zeit­raum von Januar 2017 bis Dezember 2019. Vor Abschluss einer Berufungs­periode erfolgt eine Evaluierung der Tätig­keit der NRZ und KL durch den Wissen­schaft­lichen Beirat für Public Health Mikrobiologie (früher Kommission Infektions­epidemiologie) und aus­ge­wählte Fach­gut­achter. Auf der Grund­lage der erbrachten Ergeb­nisse und fach­lichen Erfor­dernisse beruft das Bundes­ministerium für Gesund­heit in Abstimmung mit dem RKI die neuen NRZ und KL. Die Berufung erfolgt jeweils für eine drei­jährige Periode.

Die nationalen Referenzlaboratorien in der Veterinär­medizin sind hier nicht enthalten.

Stand: 28.12.2016

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