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Nationales Referenzzentrum für Salmonellen und andere bakterielle Enteritiserreger

Leitung:
Antje Flieger
Vertretung:
Erhard Tietze

Das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Salmonellen und andere bakterielle Enteritiserreger bearbeitet wichtige, durch Lebensmittel übertragene human­pathogene bakterielle Erreger, wie Salmonella (S.) enterica, Escherichia (E.) coli, Campylobacter, Yersinia (Y.) enterocolitica und Shigellen. Außerdem wurde das NRZ 2009 zum Partner des binationalen Konsiliarlabors (KL) Listerien an der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) in Wien berufen.

Aufgaben

Salmonellen und Campylobacter sind mit je mehreren Zehntausend gemeldeten Infektionen pro Jahr als Ursache der bakteriellen Enteritis für Deutschland von größter Bedeutung. Die entsprechenden Infektionszahlen für E. coli liegen bei ca. 6000 pro Jahr, incl. ca. 1000 Enterohämorrhagische E. coli (EHEC)-Infektionen. In der Größenordnung von ca. 3000 Fällen liegen die gemeldeten Infektionszahlen für Y. enterocolitica, während Shigella-Infektionen eine Fallzahl von 500 - 600 pro Jahr nicht überschreiten.

Die Möglichkeit schwerer Komplikationen mit Hospitalisierung bei Infektionen mit Typhus- und Paratyphus-Erregern (und selten auch bei Enteritis-Salmonellen), mit EHEC (Hämolytisch-Urämisches Syndrom, HUS), mit Y. enterocolitica (Arthritiden) und mit Campylobacter (Guillan-Barré-Syndrom) erfordert eine eingehende Erforschung der Eigenschaften dieser Erreger.

Für die genannten Erreger wird im Rahmen des NRZ an der Entwicklung bzw. Verbesserung diagnostischer Verfahren gearbeitet. Außerdem werden über die Basistypisierung hinausreichende Sub- und Feintypisierungen zur Aufklärung von epidemischen Prozessen und Erregerquellen durchgeführt. Epidemiologische Analysen und Bewertungen der Resistenz- und Virulenzentwicklung tragen zum Verständnis von Veränderungen in der Erregerpopulation bei. Das Führen einer Stammsammlung ermöglicht die Abgabe von Referenzstämmen bzw. diagnostikspezifischen Referenzpräparaten.

Im Rahmen der Aufgaben als Kooperationspartner des binationalen KL Listerien wird am NRZ die molekulare Subtypisierung von Listeria monocytogenes-Isolaten aus Deutschland durchgeführt (Serotypie und Pulsfeldgelelektrophorese).

Stand: 04.08.2016

Zusatzinformationen

Akkreditierung

Akkreditierung ausgewählter
Verfahren auf der Basis der
DIN EN ISO/IEC 17025 und
DIN EN ISO 15189

D-ML-13113-01-06

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In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

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