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Zielgruppeneinstiege

Elimination der Masern und Röteln in Europa

Seit 1984 verfolgen die 53 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Region Europa das Ziel der Elimination der Masern. Darüber hinaus wurde im Jahr 2005 die gleichzeitige Elimination der Röteln beschlossen. Wiederholt wurden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, diese Ziele gemeinsam konsequent zu verfolgen und geeignete Strategien zu ihrer Erreichung umzusetzen. Obwohl die Impfprogramme zu einem drastischen Rückgang von Masern- und Rötelnerkrankungen führten, wurde die Elimination durch ungenügende Impfquoten bis zum Jahr 2010 nicht erreicht. In einer erneuten Resolution hat das Regionalkomitee der europäischen WHO Region im Jahr 2010 dazu aufgerufen, das Engagement in den Mitgliedsstaaten zu erneuern und „…unter Verwendung der aktuellen epidemiologischen Erkenntnisse in Abstimmung mit der WHO und unter Anleitung sowie in Partnerschaft mit anderen Akteuren zukünftige Maßnahmen zu definieren und zu forcieren...“. Das Ziel der Elimination der Masern und Röteln in Europa soll nun bis zum Jahr 2015 erreicht und dann über einen Zeitraum von drei Jahren konstant aufrechterhalten werden.

Von der WHO wird die Elimination der Masern und Röteln in einem der Mitgliedsstaaten der WHO Region Europa als die völlige Abwesenheit endemischer (also nicht von außerhalb eingeschleppter) Masern- oder Rötelnfälle über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten definiert. Diese ist mit Hilfe eines qualitativ hochwertigen Surveillancesystems (siehe Infektionsepidemiologisches Jahrbuch) nachzuweisen. Als Indikatoren für einen Fortschritt hinsichtlich der Erreichung der Elimination gelten eine Masern- oder Rötelninzidenz von unter 1 Fall pro 1.000.000 Einwohner und die Erreichung und Aufrechterhaltung einer Impfquote von 95% in der Bevölkerung durch Routineimpfungen.

Stand: 21.05.2015

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