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Legionärskrankheit in Deutschland (2001 bis 2013)

Seit Einführung der Meldeplicht für die Legionärskrankheit im Jahr 2001 wurden am RKI bis zum Jahr 2013 (Stichtag: 1. März 2014) insgesamt 6.675 Fälle registriert. Im Jahr 2013 belief sich die Zahl auf 922 Fälle. Gegenüber dem Vorjahr (654 Fälle) kam es zu einem deutlichen Anstieg der registrierten Fall­zahlen, was zu einem großen Teil auf ein Aus­bruchs­geschehen mit insgesamt 159 Fällen im August 2013 im Raum Warstein (NRW) zurückzu­führen war. Eine detaillierte Auswertung der Melde­daten ist im Epidemiologischen Bulletin 13/2015 erschie­nen, u.a. mit Angaben zu Alters­ver­teilung, möglichen Infek­tions­quellen, Diagnostik und Letalität. Die im Rahmen der Meldeplicht erfassten Fälle reprä­sen­tieren nur einen Bruchteil der tatsächlichen Erkrankungen. Es ist von einer erheblichen Untererfassung auszugehen, da bei einer Pneumonie nicht immer eine spezifische Legionellen-Diagnostik veranlasst wird und das klinische Bild allein keine Rück­schlüs­se auf den ursächlichen Erreger der Pneumonie zulässt. Nach Schät­zun­gen des Kom­pe­tenz­netz­wer­kes für ambulant erworbene Pneumonien geht man für Deutsch­land von jährlich etwa 15.000 bis 30.000 Erkrankungen aus. Das Problem der Untererfassung ist aber auch aus anderen europäischen Ländern bekannt.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 13/2015 (PDF, 469 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 30.03.2015

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