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Zielgruppeneinstiege

Zum Risiko einer Einschleppung von Ebolafieber nach Deutschland

Das Risiko, dass Reisende Ebolafieber aus den von der Epidemie betroffenen Staaten mit nach Deutschland bringen, ist gegenwärtig gering. Von 100 Flugreisenden aus Westafrika hat nur etwa eine Person Deutschland als Ziel. In den letzten Monaten haben nur zwei Personen mit einer Ebolavirus-Infektion die betroffenen Länder mit dem Flugzeug verlassen. In den betroffenen Ländern finden Ausreisekontrollen statt.


Trotz der vor Ort durchgeführten Ausreisekontrollen kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Infizierter in der Zeit zwischen Ansteckung und dem ersten Auftreten von Krankheitszeichen (Inkubationszeit) reist, weil die Infektion in dieser Zeit nicht erkannt werden kann. Es ist deshalb wichtig, beim Auftreten von ersten Krankheitszeichen bei diesen Personen frühzeitig zu reagieren. Daher sollten Personen, die innerhalb von drei Wochen nach ihrer Rückkehr aus betroffenen Gebieten Krankheitszeichen entwickeln, sich umgehend telefonisch bei einem Arzt melden. Ärzte sollten bei Reisenden aus den Ausbruchsgebieten an diese Möglichkeit denken und die erforderlichen Schritte einleiten. Empfehlungen dazu hat das Robert Koch-Institut veröffentlicht: Ziel ist es, durch Isolierung des Patienten weitere Infektionen zu verhindern, schnell eine Diagnose zu erhalten und den Patienten richtig zu behandeln.


In der Zeit zwischen den ersten Symptomen und der Isolierung der Erkrankten, die die Infektion mit nach Deutschland gebracht haben, könnten weitere Personen in ihrem engen Umfeld durch direkten Kontakt angesteckt werden. Ist der Infektionsfall erkannt, kann eine Weiterverbreitung verhindert werden, indem man den Patienten isoliert und die Kontaktpersonen feststellt und beobachtet. Entwickeln die Kontaktpersonen Symptome, wird ebenfalls dafür Sorge getragen, dass keine weiteren Personen angesteckt werden.


Eine solche Eingrenzung des Ebolavirus ist möglich, weil

  • in Deutschland mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst Strukturen existieren, die diese Aufgaben übernehmen und die erforderlichen Maßnahmen anordnen und
  • Ebolaviren durch direkten Kontakt mit Erkrankten und Körperflüssigkeiten und nicht durch die Luft übertragen werden, ein Ebolavirus-Infizierter erst ansteckend ist, wenn er symptomatisch ist und zudem die Zeit zwischen zwei Fällen in einer Infektionskette relativ lang ist.

Eine Weiterverbreitung des Ebolavirus in der Bevölkerung ist daher praktisch auszuschließen, auch für den Fall, dass es zu einer Einschleppung des Virus nach Deutschland kommen sollte. Eine Gefährdung für die Bevölkerung besteht daher nicht.

Stand: 16.10.2014

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Das Gesundheitsmonitoring dient der Erfassung des Gesundheitszustands und -verhaltens der Bevölkerung in Deutschland. Quelle: RKI

Zwischen 1990 und 2012 ist die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den neuen Bundesländern um 59% zurückgegangen. Mehr Informationen in GBE kompakt 3/2014

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Impfung. © Schnartendorff/RKI

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