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Abstract zur Publikation: Problemlagen von versteckt lebenden Migranten in Deutschland: Analyse der medizinischen Beratungsanlässe in Berlin, Bonn und Köln

Schlöpker K, Herrmann M, Großer-Kaya C, Robra BP, Dippelhofer-Stiem B, Schütze F, Heintze C (2009): Problemlagen von versteckt lebenden Migranten in Deutschland: Analyse der medizinischen Beratungsanlässe in Berlin, Bonn und Köln
Gesundheitswesen 71 (12): 839-844.

Einleitung: In Deutschland ist nur wenig bekannt über Gesundheitsanliegen von Migranten ohne legalen Aufenthaltsstatus. Insbesondere zu medizinischen Beratungsanlässen und Herkunftsregionen finden sich nur vereinzelte Angaben. Ziel der vorliegenden Studie ist, die Daten von Beratungsstellen, die ein niedrigschwelliges Angebot für diese Migrantengruppe anbieten, kontrastierend zu vergleichen.

Methoden: Nach einer umfassenden Internet-Recherche wurden die Jahresberichte 2006 und 2007 aus zwei ärztlichen Beratungsstellen der Malteser Migranten Medizin Berlin und Köln, sowie des MediNetzes Bonn sekundäranalytisch ausgewertet.

Ergebnisse: Die Auswertung der Jahresberichte ergab regionale Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten bezüglich der dokumentierten ärztlichen Beratungsanlässe und ethnischer Zugehörigkeit von ratsuchenden Migranten. Die Gruppe der Migranten mit legalem Aufenthaltsstatus, aber ohne ausreichenden Krankenversicherungschutz hat in dem Beobachtungszeitraum in Berlin und Köln zugenommen.

Diskussion: Aufgrund der EU-Osterweiterung hat sich das Muster der Inanspruchnahme in den untersuchten Beratungsstellen geändert. Die heterogene Dokumentation der Anlaufstellen, aber auch die fehlende Kenntnis alternativer Versorgungspfade innerhalb der untersuchten Regionen bilden wichtige Limitationen der Untersuchung.

Introduction: Little is known about health related problems of undocumented migrants in Germany. Patterns for medical consultations and socio-demographic characteristics are only available in isolated reports. This article identifies and compares empirical data from non-governmental organisations (NGOs) who provide medical care for unregistered migrants.

Methods: Annual reports of 2006 and 2007 of the Malteser Migranten Medizin (Berlin, Cologne) and the MediNetz Bonn were selected for this document analysis.

Results: We identified similarities and differences in the socio-demographic background and patterns of medical consultations between the explored regions. The number of documented migrants without medical insurance increased during the observed period.

Discussion: The patterns of health-care utilisation for undocumented immigrants changed in the observed period which might be caused by the EU enlargement to the East. The heterogeneous quality of the annual reports and the lack of information about the use of alternative health-care facilities limit the results of this analysis.

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