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Abstract zur Publikation: Surveillance von Infektionskrankheiten auf europäischer Ebene

Ammon A, Faensen D (2009): Surveillance von Infektionskrankheiten auf europäischer Ebene
Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 52 (2): 176-182.

Mit der im Jahr 1998 von EU-Parlament und Ministerrat getroffenen Entscheidung zur Etablierung eines EU-weiten Netzwerks zur Überwachung von Infektionskrankheiten wurde die Grundlage für die EUweite Surveillance geschaffen. Seit Mai 2005 hat das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die Aufgabe, dieses Netzwerk zu koordinieren und weiterzuentwickeln. Eine der Hauptfunktionen des ECDC besteht darin, die europäische Infektionsüberwachung zu standardisieren und insbesondere die Verfahrensweisen der weitgehend voneinander unabhängigen Surveillance-Netzwerke zu vereinheitlichen. Als einer der ersten Schritte wurden in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten die EU-Falldefinitionen für die Surveillance revidiert. Die Surveillance-Netzwerke werden derzeit nach einem standardisierten Protokoll evaluiert, bevor im ECDC eine Entscheidung über die Zukunft der einzelnen Netzwerkaktivitäten getroffen wird. Parallel wurde mit der Entwicklung eines einheitlichen Datenerfassungssystems (The European Surveillance System, TESSy) begonnen. Seit Beginn 2008 werden die Nutzer spezifisch geschult. TESSy ist seit April 2008 funktionsfähig. Zukünftig muss das Hauptaugenmerk auf die Qualität und Vergleichbarkeit der Daten gerichtet sein, da nur valide und vergleichbare Daten eine gute Grundlage für Entscheidungen im Gesundheitsbereich sind.

Surveillance of infectious diseases at the EU level

The basis for EU wide surveillance was Decision 2119/98/EC of the European Parliament and the Council in 1998. Since May 2005 it is the task of the European Centre for Disease Prevention and Control to coordinate and further develop this network. One key function of the ECDC is to standardise European surveillance and especially to harmonise the procedures of the surveillance networks that developed independently of each other. As a first step, the EU case definitions have been revised jointly with the Member States and the Commission. All surveillance networks are evaluated with a standard protocol before a decision is made at the ECDC on the continuation of the individual network activities. Simultaneously, the development of The European Surveillance System (TESSy) progressed. Since the beginning of 2008 data users have been trained and TESSy has been in use since April 2008. In the future the main focus must be the improvement of the quality and comparability of the data as such data are the essential prerequisite for decision making in public health.

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