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Abstract zur Publikation: Die Erfahrung im öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Umsetzung des neuen Meldewesens nach dem Infektionsschutzgesetz

Krause G (2004): Die Erfahrung im öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Umsetzung des neuen Meldewesens nach dem Infektionsschutzgesetz.
Gesundheitswesen 66 (8-9): 522-527.

The new infectious disease control act (IDCA) enacted in 2001 has resulted in far-reaching structural and organisational changes in German public health service (PHS) especially in respect of the surveillance of notifiable diseases. We conducted focus group discussions with 54 employees of the PHS from 14 German states (Lander) in order to investigate how implementation has been received and what could be improved further. Four focus group discussions each based on an identical agenda were performed with 13 or 14 participants. The contributions were taken down during the discussions and later entered into a data base and encoded. Encoding was summarised in 9 subject headings. It became clear that the implementation of the IDCA was mostly well accepted and the support by state departments and the Robert Koch-Institute, the Federal Public Health institution, was well received. However, especially introduction of a mandatory instruction of food handlers caused some initial difficulties. Concerning the list of notifiable diseases some diseases had been omitted whereas some were considered dispensable. Overall the insufficient staffing of local health departments was criticised. A major portion of the identified problems has in the meanwhile been solved; for others, solutions are under way. Some of the problems, however, would only be solvable by modification of the IDCA. Overall the focus group discussions were a useful tool to adapt the design of the surveillance system to the needs of local health departments

Das 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) hatte insbesondere im Meldewesen weit reichende strukturelle und organisatorische Änderungen im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zur Folge, die insbesondere die Überwachung meldepflichtiger Krankheiten betrafen. Im Rahmen einer fokussierten Gruppendiskussion mit 54 Mitarbeitern des ÖGD aus 14 Bundesländern sollte untersucht werden, wie die bisherige Umsetzung des neuen Systems aufgenommen wurde und was künftig noch verbessert werden kann.

Zusammenfassung:

Das 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) hatte im Meldewesen weit reichende strukturelle und organisatorische Änderungen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zur Folge, die insbesondere die Überwachung meldepflichtiger Krankheiten betrafen. Im Rahmen einer fokussierten Gruppendiskussionen mit 54 Mitarbeitern des ÖGD aus 14 Bundesländern sollte untersucht werden, wie die bisherige Umsetzung des neuen Systems aufgenommen wurde und was künftig noch verbessert werden kann. Es wurden vier fokussierte Gruppendiskussionen mit demselben Themenkatalog mit je 13 bzw. 14 Teilnehmern durchgeführt. Die Beiträge wurden während der Diskussion protokolliert und anschließend in eine Datenbank zur Kodierung übertragen. Die Kodierungen wurden dann in 9 Themengruppen zusammengefasst. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung des IfSG weitgehend akzeptiert und die Unterstützung durch die Landesstellen und das Robert Koch-Institut positiv eingeschätzt wurde. Allerdings führte insbesondere die Umsetzung der neu eingeführten Belehrung für Tätige im Lebensmittelbereich anfänglich zu Schwierigkeiten. Bezüglich der Liste meldepflichtiger Sachverhalte wurden einige Krankheiten vermisst, andere dagegen als entbehrlich eingeschätzt. Insgesamt wurde die unzureichende personelle Ausstattung der Gesundheitsämter beklagt. Ein Großteil der hier identifizierten Probleme wurde inzwischen gelöst, für andere befinden sich entsprechende Lösungsansätze in der Umsetzung. Einige der angesprochenen Probleme könnten allerdings nur mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes geklärt werden. Insgesamt war die fokussierte Gruppendiskussion ein nützliches Instrument, um die Ausgestaltung des Surveillancesystems an den Bedürfnissen der Gesundheitsämter zu orientieren.

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