RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

13. März 2024

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle (www.rki.de/newsletter-infektionsschutz) informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz.

Bleiben Sie mit den Angeboten des RKI auf dem Laufenden. Über generelle Neuigkeiten informieren wir Sie auf unserem Mastodon-Kanal @RKI@social.bund.de sowie auf X @rki_de, auf Instagram @rki_fuer_euch und auf unserer LinkedIn-Präsenz. Videos aus dem RKI sind auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Viele weitere Angebote finden Sie unter: www.rki.de/newsletter

Die Infektionsepidemiologie am RKI hat er entscheidend mitgeprägt: Wir verabschieden Herrn Osamah Hamouda in den wohlverdienten Ruhestand

Seit 1990 hat er mit seiner Arbeit, seinem Engagement und seinem Teamgeist das RKI bereichert. Die COVID-19-Pandemie war für Osamah Hamouda in seinen letzten Arbeitsjahren dabei nochmal besonders prägend. Aber es war nicht die einzige große Aufgabe, mit der er am RKI konfrontiert war. Begonnen hat seine Karriere mit der AIDS-Krise. Diese hat gezeigt, dass Infektionskrankheiten nicht, wie damals einige glaubten, besiegt seien. Es war der Start in die Infektionsepidemiologie, ein Forschungsfeld das Osamah Hamouda als Abteilungsleiter in unserem Institut national und international geprägt hat.

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Aktuelle Situation der Akuten Atemwegserkrankungen

Das RKI veröffentlicht jeden Mittwoch einen Wochenbericht zur aktuellen Situation akuter respiratorischer Erkrankungen. Dafür werden verschiedene Datenquellen ausgewertet, u.a. Meldedaten gemäß IfSG und die syndromische und virologische Sentinelsurveillance des RKI. Weitere Daten und Berichte zu COVID-19, Influenza und RSV-Infektionen in Deutschland sowie das ARE Dashboard finden Sie unter:

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Charakterisierung der zirkulierenden Viren und Übereinstimmung mit den im Impfstoff enthaltenen Stämmen 2024/25

Die in Deutschland isolierten Influenzaviren werden im Nationalen Referenzzentrum für Influenzaviren (NRZI) charakterisiert, um die Ähnlichkeit dieser Viren mit den aktuellen Impfstoffstämmen zu untersuchen und das Auftreten und die Zirkulation neuer Varianten zu erfassen. Eine detaillierte Darstellung der Untersuchungsergebnisse findet sich in den Virologischen Analysen der jeweiligen Influenzasaison.

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Anstieg invasiver Infektionen durch respiratorisch übertragbare Bakterien in Deutschland 2022/2023

Ende 2022 berichteten Gesundheitseinrichtungen in Deutschland über ungewöhnlich viele und schwere invasive bakterielle Infektionen in Verbindung mit einer hohen Inzidenz viraler Atemwegsinfektionen. Was hat dazu geführt? Wer war am stärksten betroffen? Und welche Maßnahmen ergeben sich daraus? Um zu verstehen, was im Winter 2022/2023 passiert ist, haben unsere RKI-Kolleginnen und -Kollegen u.a. diagnostische Routinedaten analysiert, die etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung abdecken. Eine Schlussfolgerung, zu der sie kamen: Grund für den starken Anstieg invasiver bakterieller Infektionen könnte eine vermehrte Zirkulation respiratorischer Erreger und eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte (Suszeptibilität) der Bevölkerung nach den COVID-19-Infektionsschutzmaßnahmen sein.

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Anstieg von Ornithose-Fallmeldungen in Deutschland

Seit Dezember 2023 wurde ein Anstieg der gemäß IfSG an das RKI übermittelten Ornithose-Fälle in Deutschland beobachtet. Auch in Dänemark, den Niederlanden, in Österreich und Schweden wurden für den gleichen Zeitraum eine Zunahme von Ornithose-Fällen bei Menschen gemeldet. Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass diese Krankheit durch Menschen verbreitet wird und insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch sehr gering. Im Epidemiologischen Bulletin 10/2024 werden die Fallzahlentwicklung sowie die Charakteristika der Ornithose beschrieben.

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Projekt EU-WISH: Europa arbeitet zusammen für eine gute Abwassersurveillance

Abwassersurveillance ist ein effizientes Werkzeug, um die Verbreitung von Krankheitserregern (wie z.B. SARS-CoV-2) in der Bevölkerung zu ermitteln. Erregerbestandteile werden über Körperflüssigkeiten und insbesondere den Stuhl ausgeschieden und gelangen so ins Abwasser. Dort können sie labordiagnostisch nachgewiesen werden. Ein neues europäisches Projekt will jetzt dieses Instrument fördern und unterstützen. Der Name WISH steht für “EU Wastewater integrated Surveillance for Public Health”. Über drei Jahre sollen 26 Mitgliedsstaaten ihre Kompetenzen in Abwassersurveillance austauschen, gemeinsam ihre Strategien weiterentwickeln sowie methodische Richtlinien für eine gute Abwassersurveillance erstellen.

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Akademie-Podcast-Reihe „Wissenschaft trifft Praxis“ – Das Nipahvirus NiV – Was wir über den zoonotischen Erreger wissen und wissen sollten

Unser Kollege Hendrik Wilking war zu Gast im Podcast der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen zum Thema Nipah-Virus.

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FSME-Risikogebiete breiten sich weiter aus

Die Karte der Risikogebiete wird jährlich aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht. Dieses Jahr kommen zwei neue Risikogebiete hinzu. In Brandenburg der Stadtkreis Frankfurt (Oder) und in Thüringen der Landkreis Altenburger Land. Somit sind aktuell 180 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Eine Infektion mit der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verläuft oft mild oder ohne Symptome. Jedoch kommen auch teils schwere Krankheitsverläufe vor wie Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks. Insbesondere bei Erwachsenen besteht dann die Gefahr von bleibenden neurologischen Schäden. Die beste präventive Maßnahme ist die FSME-Impfung. Diese wird von der STIKO empfohlen für Personen, die in Risikogebieten zeckenexponiert sind. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer schweren FSME-Erkrankung mit eventuellen Folgeschäden. Deshalb können (ältere) Erwachsene besonders von einer FSME-Impfung profitieren. Der Impfschutz sollte möglichst vor der Zeckensaison (April bis Oktober) aufgebaut werden. Der Artikel im Epid Bull 09/2024 ist hier abrufbar.
Weitere Informationen unter:

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Masernimpfung – eine unterschätzte Präventionsmaßnahme

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die sehr schnell über den Luftweg übertragen wird. Sie ist durch Fieber, Entzündung der oberen Atemwege und einen typischen Hautausschlag gekennzeichnet. Gefürchtet sind Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen- oder Gehirnentzündung. Impfungen bieten einen effektiven Schutz. Die Elimination der Masern ist ein erklärtes Ziel der deutschen und internationalen Gesundheitspolitik. Warum die Überprüfung des Impfstatus für nach 1970 geborene Erwachsene wichtig ist, zeigt die Analyse zum Geschehen im Jahr 2019 im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen). Hier kam es zu einem Masern-Ausbruch. 43 Menschen steckten sich an, eine Person starb. Die Publikation ist unter Mit-Autorenschaft von unserer RKI-Kollegin Annette Mankertz im "International Journal of Medical Microbiology" veröffentlicht worden. Informationen zu Masern und zur Masernschutzimpfung finden Sie auf der Übersichtsseite. 

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Das ÖGD Forum – 17.-19.04.2024

Von A wie Antimikrobielle Resistenzen bis Z wie Zoonosen! Interessiert? Jetzt anmelden! Zwischen dem 17. und 19. April findet die jährliche Fortbildungsveranstaltung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst – das ÖGD-Forum – statt. Organisiert wird dieses gemeinsam vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Umweltbundesamt (UBA) und dem Robert Koch Institute (RKI). Es werden neue, für den ÖGD relevante Forschungsergebnisse und Informationen vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert. Unter anderem werden aktuelle Aspekte zu den Themen Zoonosen, One Health, Antimikrobielle Resistenzen, Klimawandel und Digitalisierung im Fokus stehen.

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Tuberkulose Aktuell - Tagung am 14. März 2024

Anlässlich des Welttuberkulosetages am 24. März richtet das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) am 14. März 2024 gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut und dem Forschungszentrum Borstel Leibniz Lungenzentrum die ganztägige virtuelle Fachtagung "Tuberkulose Aktuell" aus, mit Vorträgen aus den Bereichen Epidemiologie, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Klinik und Forschung. Die jährlich stattfindende Tagung wird vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt. Im Rahmen der Tagung am 14. März wird auch der DZK-Tuberkulose-Preis verliehen, mit dem das DZK seit 2019 die beste wissenschaftliche oder mediale Arbeit aus dem Themengebiet der Tuberkulose auszeichnet. Das Tagungs-Programm und Anmeldung sind auf der DZK-Seite abrufbar.

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Tag des Gesundheitsamtes 2024

Der Tag des Gesundheitsamtes am 19.03.2024 steht unter dem Motto „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“. Etwa 380 Gesundheitsämter und Gesundheitsbehörden gibt es bundesweit (siehe dazu die Zahl des Monats März). Leistungsfähige lokale Gesundheitsbehörden sind überall auf der Welt das Rückgrat aller öffentlichen Bemühungen um die Gesundheit der Bevölkerung. Im Unterschied zu Krankenhäusern oder Arztpraxen, die vorwiegend individualmedizinisch ausgerichtet ist, stehen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) bevölkerungsbezogene Aspekte im Mittelpunkt. Den Tag des Gesundheitsamtes hat das RKI 2019 erstmals ausgerufen, am 19. März, dem Geburtstag von Johann Peter Frank – der Mitte des 18. Jahrhunderts geborene Arzt und Sozialmediziner gilt als Begründer des ÖGD. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht Informationen zu Aktionen oder Veranstaltungen in den Bundesländern anlässlich des Tages des Gesundheitsamtes 2024.

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EMIS Studie - Online-Befragung von Männern und Trans-Personen, die Sex mit Männern haben

Wer die sexuelle Gesundheit schützen will, braucht Daten und Informationen. Die Studie EMIS 2024 (European Men-who-have-sex-with-men and trans people Internet Survey) hat sich als Ziel gesetzt, diese europaweit zu sammeln und auszuwerten. EMIS basiert auf einer anonymen Erhebung, die Fragen zum Sexleben ebenso wie zum psychischen Wohlbefinden, zu Erfahrungen mit Stigmatisierung und Diskriminierung sowie zur Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung behandelt. Sie wollen mehr über EMIS 2024 erfahren?
Die Befragung in Deutschland wird durch das Robert Koch-Institut in Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe und mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Gesundheit organisiert. Zur Online-Befragung:

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Stellenangebote in der Postgraduiertenausbildung für angewandte Epidemiologie

Die Qualifizierung von Forschenden ist neben Forschung und Politikberatung ein wichtiges Tätigkeitsfeld des Robert Koch-Instituts. Unter anderem bietet das RKI seit 1996 die Postgraduiertenausbildung für angewandte Epidemiologie an. Jährlich werden fünf Plätze an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die eine Tätigkeit im Bereich Epidemiologie und Infektionsschutz im Öffentlichen Gesundheitsdienst anstreben. Die in das Programm aufgenommenen Personen haben voraussichtlich die Möglichkeit, sich für einen in das Ausbildungsprogramm integrierten Master of Science in Applied Epidemiology einzuschreiben, der in Kooperation mit der Charité angeboten wird. Während der Ausbildung unterstützen die PAE-Fellows Ausbruchsuntersuchungen, auch die Teilnahme an internationalen Einsätzen ist möglich. Die Bewerbungsfrist für die im September beginnende Kohorte ist der 18.03.2024

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Doktorandenprogramm (2024 – 2027) - RKI, Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public Health Forschung (ZKI-PH)

Ziel des Zentrums für Künstliche Intelligenz in der Public Health Forschung (ZKI-PH) am RKI ist die Verknüpfung der traditionell am RKI verankerten Expertise in der Erforschung von Infektionskrankheiten und nicht-übertragbaren Erkrankungen mit den Methoden der künstlichen Intelligenz. Es verzahnt dabei Bioinformatik, Computational Epidemiology, moderne Datenvisualisierung sowie Big-Data und Systemanalyse mit maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz, Entscheidungsforschung sowie der Entwicklung realistischer Computersimulationen im Bereich Public Health. Das ZKI-PH versteht sich als ein fachübergreifendes und cross-disziplinäres Zentrum, welches die Fortschritte des RKI in der Public Health Forschung strategisch und vor allem ressortübergreifend unterstützt. In Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fachbereichen des RKI wurden für die dritte Kohorte an Doktoranden (2024 – 2027) die folgenden Projektideen für gemeinsam betreute PhD Projekte mit KI-Bezug entwickelt. Weitere Infos unter:

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Unterdrückung des Immun­systems führt bei Nil­flug­hunden zu vermehrter Replikation von Marburg­viren – und erhöht die Möglichkeit von Spillover-Ereignissen

Nilflughunde sind ein bekanntes Tierreservoir für Marburgviren. Bislang ist jedoch unklar, wie die Tiere eine Marburgvirus-Infektion in ihrem Körper in Schach halten, ohne – wie Menschen – Symptome zu entwickeln. Ein internationales Forscher­team hat nun erstmals gezeigt, dass für die Kontrolle der Infektion bestimmte immunologische Prozesse notwendig sind.

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Empfehlung der KRINKO: Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen (auf Englisch)

In Deutschland werden die Anforderungen an die Hygiene im Gesundheitswesen in Form von Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) veröffentlicht. Die KRINKO und ihre ehrenamtliche Arbeit legitimieren sich aus dem Auftrag nach § 23 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Die deutsche Originalfassung der Empfehlung "Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen" wurde im Oktober 2022 im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht. Nun wurde die englische Übersetzung dieser Empfehlung im Journal "GMS Hygiene and Infection Control" veröffentlicht und somit der internationalen Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. 

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Emergency response in remote field conditions: Six mobile lab teams from all WHO regions trained in the fictitious Republic of “Globalland”

In Kachreti, Georgia,  the Robert Koch Institute cohosted a Full-Scale Interregional Field Simulation Exercise for Rapid Response Mobile Laboratories (RRMLs), the last one in a cycle of three exercises. The scenario combined a long-lasting drought and a zoonotic virus outbreak in the fictitious Republic of Globalland. To support the fragile health system, mobile labs were deployed to provide additional diagnostic capacity. The simulation exercise brought together 128 participants and six mobile laboratories from all WHO regions to jointly practice emergency response to outbreaks.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Senden Sie uns eine E-Mail an ratgeber@rki.de.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit