RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

16. August 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle (www.rki.de/newsletter-infektionsschutz) informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Bleiben Sie mit den Angeboten des RKI auf dem Laufenden. Über generelle Neuigkeiten informieren wir Sie auf unserem Twitter-Kanal @rki_de sowie auf Instagram @rki_fuer_euch sowie auf unserer LinkedIn-Präsenz. Videos aus dem RKI sind auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Viele weitere Angebote finden Sie unter: www.rki.de/newsletter

Aktuelle Informationen zu Affenpocken

In Deutschland sind im Mai 2022 erste Fälle von Affenpocken identifiziert worden. Mit Stand 16.08.2022 sind 3186 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI übermittelt worden. Dabei ist die Zahl der wöchentlich ans RKI übermittelten Fälle seit Anfang August 2022 leicht rückläufig. Dieser Gesamttrend ergibt sich aber aus einzelnen lokalen Trends, die durchaus noch unterschiedlich verlaufen. Daher muss abgewartet werden, ob sich der Rückgang der Fallzahlen weiter fortsetzt. Die Übertragungen erfolgen in diesem Ausbruch nach derzeitigen Erkenntnissen in erster Linie im Rahmen von sexuellen Aktivitäten, aktuell insbesondere bei Männern, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben. Bislang sind nur 10 weibliche Fälle und drei Fälle bei männlichen Jugendlichen in Deutschland übermittelt worden. Der in der vergangenen Woche ans RKI übermittelte Fall bei einem Kind wurde vom zuständigen Gesundheitsamt zurückgezogen. Wie das baden-württembergische Ministerium für Gesundheit mitteilte, wurde nach einer erneuten Probenuntersuchung eine Infektion mit Affenpocken ausgeschlossen. Der Fall wird im Meldesystem gelöscht. Es ist damit weiterhin bislang keine Infektion bei einem Kind in Deutschland bekannt geworden.Weitere Informationen, u.a. zur Situation in Deutschland, Hygienemaßnahmen, Vorgehen bei Großveranstaltungen, Diagnostik und Therapie sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen sind erhältlich unter unter www.rki.de/affenpocken.

Aktualisierungen erfolgten in den Bereichen:
- Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Affenpocken-Impfung (15.08.2022)

Informationen zur Impfung gegen Affenpocken, darunter die Impfempfehlung der STIKO und Impf-FAQ, sind unter www.rki.de/affenpocken-impfung zu finden.

Bürgerinformation zu Affenpocken sind auf der Seite der BZgA zu finden.

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COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die FAQ des RKI zur COVID-19-Impfung sind abrufbar unter www.rki.de/covid-19-faq-impfen. Aktualisierungen erfolgten in den Bereichen “Impfungen bei Kindern und Jugendlichen“ und “Wirksamkeit“.

In Zusammenarbeit u.a. mit dem RKI wurden auf der Seite www.zusammengegencorona.de/impfen Fragen und Antworten rund um das Thema COVID-19 Impfstoffe zusammengefasst.

Aktuelle FAQ zu den COVID-19-Impfstoffen und zum Zulassungsprozess finden sich zudem auf der Seite des Paul-Ehrlich Instituts (PEI). Das Paul-Ehrlich Institut veröffentlicht zudem regelmäßig Sicherheitsberichte zu COVID-19-Impfstoffen.

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Monitoring des COVID-19-Impfgeschehens in Deutschland - Monatsbericht

Seit dem 04.08.22 steht der ausführliche Bericht "Monitoring des COVID-19-Impfgeschehens in Deutschland" zur Verfügung. Auswertungen zu Impfquoten und Impfwirksamkeit, die in der Vergangenheit Bestandteil des RKI-Wochenberichts waren, wurden um zusätzliche Aspekte erweitert. Ergänzt um die aktuellen Empfehlungen der STIKO, Auswertungen zur Impfakzeptanz und Informationsmaterialien bietet der Bericht einen Überblick über das Thema COVID-19-Impfung in einem Dokument.

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KROCO – Krankenhausbasierte Online-Befragung zur COVID-19-Impfung

Wie steht es um die COVID-19-Impfung beim Krankenhauspersonal? Das RKI hat neue Ergebnisse der KROCO-Studie zur Impfquote und Impfbereitschaft von Krankenhauspersonal (4. Befragungswelle im Mai 2022) veröffentlicht.

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Wie gut und wie lange schützt eine SARS-CoV-2-Infektion vor einer Reinfektion?

Die COVID-19-Pandemie ist durch ein dynamisches Infektions- und Krankheitsgeschehen gekennzeichnet, u.a. bedingt durch die Entstehung neuer Virusvarianten mit teilweise veränderten Übertragungseigenschaften. Daher ist die kontinuierliche Auswertung der national und international publizierten Daten in Bezug auf die natürliche oder durch Impfung erworbene Immunität bzw. den Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion erforderlich. Vor dem Hintergrund der seit Anfang 2022 teilweise rapide zugenommenen Reinfektionen wird im Epidemiologischen Bulletin 31/2022 der aktuelle wissenschaftliche Stand zum Schutz von Genesenen vor einer SARS-CoV-2-Reinfektion unter Dominanz der Delta- und Omikron-Variante zusammengefasst.

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KIDA: Kindergesundheit in Deutschland aktuell - Studie zur Kindergesundheit während und nach der COVID-19-Pandemie

Mit der Studie „Kindergesundheit in Deutschland aktuell“ (KIDA) untersucht das Robert Koch-Institut seit Februar 2022, wie sich die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren im Verlauf der COVID-19-Pandemie darstellen und entwickeln.
Dafür werden über einen Zeitraum von 12 Monaten fortlaufend Informationen erhoben zu Gesundheit, Wohlbefinden und Gesundheitsverhalten sowie Daten zur Kenntnis und Nutzung von Beratungs- und Versorgungsangeboten.
Die Teilnehmenden werden über ein Zufallsverfahren ausgewählt. Die Studienteilnahme ist freiwillig. Weitere Informationen sowie einen Zwischenbericht finden sich unter: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kida/kida_node.html

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SARS-CoV-2 Sequenzier-Workshop in Simbabwe

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist eine globale Aufgabe. Und sie kann nur durch internationale Teamarbeit gelingen. Der gemeinsame Einsatz mit dem deutschen Seuchenschutzteam SEEG fand in Harare, Simbabwe, statt und wurde von Experten des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin und des Robert Koch-Instituts durchgeführt. Die Schulung konzentrierte sich auf die Sequenzierung von SARSCoV2 unter Verwendung von Oxford Nanopore Sequencing-Technologien, um die Kapazitäten für die Sequenzierung und Pandemieüberwachung in Simbabwe zu stärken.
Teilnehmer des National Microbiology Reference Lab und der Universität von Simbabwe nahmen an der 10-tägigen Schulung teil, um ihr Wissen über Bibliotheksvorbereitung und Bioinformatik zu vertiefen. Während sich die Kollegen vom BNI auf das Training im Nasslabor konzentrierten, konzentrierte sich das RKI-Team auf ein vertieftes Bioinformatik-Training zur Analyse von SARS-CoV-2-Sequenzierungsdaten. Die Teilnehmer lernten, wie sie SARS-CoV-2-Bibliotheken im Labor vorbereiten und wie sie ihre Sequenzierdaten mit Hilfe verschiedener Bioinformatik-Tools und -Pipelines analysieren und berichten können.

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Zahl des Monats - Mehr als 7 Millionen warnten andere über ihre Infektion

Seit dem Start der Corona-Warn-App (CWA) am 16. Juni 2020 haben mehr als 7 Millionen Menschen andere über ihre Infektion gewarnt.
Nutzerinnen und Nutzer der App können einen Corona-Test (PCR- oder Schnelltest) in der App registrieren und bei einer nachgewiesenen Infektion per Klick direkt aus der CWA andere warnen.
Personen, die die App ebenfalls nutzen und der positiv getesteten Person infektionsrelevant (nach Zeitpunkt, Dauer und Abstand) begegnet sind, erhalten eine Warnung über ein niedriges („grüne Kachel“) oder erhöhtes Risiko („rote Kachel“).Die Corona-Warn-App ist das dritte A der AHA+L+A-Regeln (Abstand, Hygiene, Maske im Alltag, Lüften, App). Sie leistet einen wichtigen Beitrag bei der Eindämmung der Pandemie. Es ist wichtig, sie weiterhin zu nutzen – auch mit Blick auf Herbst und Winter.
Folgen Sie der App auf Twitter https://twitter.com/coronawarnapp und informieren Sie sich über Kennzahlen, Wirksamkeit und Entwicklung der CWA unter https://www.coronawarn.app. Dort können Sie die App auch herunterladen.

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STIKO-Empfehlung zur Gelbfieber-Auffrischimpfung vor Reisen in Endemiegebiete und für exponiertes Laborpersonal

Gelbfieber ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, die in vielen Ländern in tropischen Gebieten endemisch ist. Eine Infektion verläuft in den meisten Fällen ohne oder mit milden Symptomen, bei schweren symptomatischen Infektionen muss allerdings mit einer Letalität von 20-60% gerechnet werden. Als wirksamer Schutz vor einer Erkrankung steht in Deutschland ein Lebendimpfstoff mit einem attenuierten Virusstamm zur Verfügung, der ab dem Alter von 9 Monaten als Reiseimpfung vor Aufenthalt in Gelbfieber-Endemiegebieten und als beruflich indizierte Impfung für entsprechendes Laborpersonal empfohlen wird. Die STIKO hat die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung neu bewertet. Das Epidemiologische Bulletin 32/2022 beinhaltet die Empfehlung und wissenschaftliche Begründung für eine einmalige Gelbfieber-Auffrischimpfung vor erneuter oder bei fortgesetzter reise- oder berufsbedingter Exposition, sofern 10 oder mehr Jahre seit der Erstimpfung vergangen sind.

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Fälle akuter Hepatitis unklarer Ätiologie (non A bis E) bei Kindern

Zwischen April und August 2022 wurde aus verschiedenen Ländern von gehäuft auftretenden Fällen schwer verlaufender akuter Hepatitis unbekannter Ätiologie bei zuvor gesunden Kindern berichtet. Das Geschehen konzentrierte sich augenscheinlich auf das Vereinigte Königreich, Irland und die USA. Aus weiteren Ländern der EU wurden ebenfalls Fälle gemeldet, die der aktuellen Falldefinition der WHO/des ECDC entsprechen. Zurzeit ist noch unklar, ob außerhalb des Vereinigten Königreichs die Zahl dieser schweren Hepatitisfälle unbekannter Ätiologie bei Kindern tatsächlich zugenommen hat oder ob die verstärkte Aufmerksamkeit dazu führt, dass das Bewusstsein für Hepatitisfälle, die sonst auf nationaler Ebene nicht erfasst werden, gestiegen ist. Zur Klärung der Ätiologie und Pathogenese der Erkrankungsfälle werden verschiedene Untersuchungen und Studien durchgeführt. Die derzeit führende Hypothese zur Ätiologie ist, dass ein Kofaktor bei Kindern mit einer Adenovirusinfektion, die unter normalen Umständen leicht verlaufen würde, eine schwerere Infektion oder immunvermittelte Leberschäden auslöst.

Weitere Informationen zur momentanen Situation, Hinweise zur Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz, zur gesetzlichen Grundlage, zur Übermittlung an die zuständige Langesbehörde/ans RKI sowie zur Einsendung von Blut- und Stuhlproben finden Sie auf folgender Seite:

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/cwa

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Senden Sie uns eine E-Mail an ratgeber@rki.de.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit