RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

17. Mai 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle (www.rki.de/newsletter-infektionsschutz) informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Bleiben Sie mit den Angeboten des RKI auf dem Laufenden. Über generelle Neuigkeiten informieren wir Sie auf unserem Twitter-Kanal @rki_de. Videos aus dem RKI sind auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Viele weitere Angebote finden Sie unter: www.rki.de/newsletter

Aktuelle SARS-CoV-2/COVID-19 Informationen

Situationsberichte, Wochenberichte und COVID-19-Trends im Überblick können hier eingesehen werden.

Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Steckbrief zu Erreger und Krankheit

Publikationen mit RKI-Beteiligung

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19

Risikobewertung zu COVID-19

Das Robert Koch-Institut schätzt die derzeitige Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als hoch ein (Stand 05.05.2022).
Änderungen gegenüber der Version vom 28.2.2022: Änderung der Risikobewertung und weitere redaktionelle Änderungen.

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Organisatorische und personelle Maßnahmen für Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen während der COVID-19-Pandemie

Änderung gegenüber der Version vom 4.2.2022: Anpassung bei 4. Kontaktpersonen- und Fallmanagement an die Empfehlungen zu Isolierung und Quarantäne des Bundes vom 2.5.2022; redaktionelle Änderungen.

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SARS-CoV-2-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen in Deutschland - Eine epidemiologische Vergleichsanalyse zu den Zeiträumen vor und nach Beginn der Impfkampagne

Aufgrund des hohen Risikos der Bewohnenden von Alten- und Pflegeeinrichtungen eine schwere oder tödlich verlaufende SARS-CoV-2-Infektion zu erleiden, gehörte diese Personengruppe sowie die Beschäftigten dieser Einrichtungen zu den ersten, denen mit Start der Impfkampagne in Deutschland Ende Dezember 2020 eine COVID-19-Schutzimpfung ermöglicht wurde. Trotzdem kommt es nach wie vor zu SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen. Seit August 2021 (MW [Meldewoche] 30/2021) wird zudem wieder ein steigender Trend in den Ausbruchszahlen beobachtet. Mittels Meldedatenanalyse untersuchten RKI-WissenschaftlerInnen bei Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen Änderungen der Ausbruchsgröße (Indikator für erfolgreichen Infektionsschutz) und Veränderungen in der Schwere der Ausbrüche anhand von Hospitalisierung und Fall-Verstorbenen-Anteil, bevor und nachdem ein Großteil der Bewohnenden vollständig geimpft war. Die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt publiziert.

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Meldepflicht stationärer Pflegeeinrichtungen gemäß § 20a Abs. 7 IfSG und freiwillige Erfassung von Daten zur COVID-19-Situation

Aufgrund der am 18.03.2022 beschlossenen Gesetzesänderung sind voll- und teilstationäre Einrichtungen gemäß § 20a Abs. 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet, dem Robert Koch-Institut (RKI) monatlich Angaben zum Anteil der betreuten und beschäftigten Personen, die gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft sind, in anonymisierter Form zu übermitteln. In diesem Rahmen besteht auch die Möglichkeit auf freiwilliger Basis zusätzlich Angaben zur COVID-19-Situation in der Pflegeeinrichtung zu machen.
Die Erfassung und Übermittlung der Daten erfolgen elektronisch über eine Online-Plattform. Dazu erhält jede Einrichtung ein Schreiben mit Informationen zum Meldeverfahren sowie den erforderlichen Zugangsdaten (Details sind in der Ausfüllhilfe vermerkt).

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7. Quartalsbericht der Corona-KiTa Studien

Der 7. Quartalsbericht zur Corona-KiTa-Studie deckt den Zeitraum von KW 49/2021 bis KW 14/2022 (06.12.2021 - 10.04.2022) ab. Themen sind u. a. die Fortschreibung der KiTa-Register-Daten und ein Fortschrittsbericht der COALA-Studie. Die Betreuungszeiten und Förderbedarfe von Kindern während der Pandemie sowie die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen in Kindertageseinrichtungen auf die sozialen Interaktionen von Kindern, Fachkräften und Eltern bilden die Schwerpunktthemen des Berichts.

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Version 2.22 der Corona-Warn-App erhältlich: Schnelltest-Profile für Familienmitglieder

Mit Version 2.22 können Nutzer*innen Schnelltest-Profile auch für Familienmitglieder, die beispielsweise kein Smartphone besitzen, anlegen. Dazu können sie unter "Sie lassen sich testen?" zum "Schnelltest-Profil" gehen und dort auf "Schnelltest-Profil erstellen" (iOS) beziehungsweise auf "+ SCHNELLTEST-PROFIL" (Android) tippen und die Daten der entsprechenden Person eintragen. Unter dem Punkt "Schnelltest-Profil" wird ihnen dann eine Liste aller Schnelltest-Profile angezeigt, die sie unter dem jeweiligen Namen der Person hinterlegt haben.

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Robert Koch Colloquium – Climate Change and Public Health

Jedes Jahr werden führende Experten eingeladen, ihr Arbeitsgebiet im Rahmen des Robert-Koch-Kolloquiums vorzustellen und zu diskutieren. Das diesjährige Thema konzentriert sich auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bevölkerung und erörtert mögliche Lösungen zur Abschwächung und Anpassung.
Am 13.05 referierte Prof. Arturo Casadevall von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, USA, über "Microbial virulence, mammals, and climate change."
Der nächste Vortrag findet am 25.05. statt: Dr. Lyle Petersen, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), USA trägt vor zum Thema: "Climate Change and Vector-Borne Diseases."
Weitere Informationen zum RKC und die aufgezeichneten YouTube-Videos vergangener Vorträge sind erhältlich unter www.rki.de/rkc.

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Fälle akuter Hepatitis unklarer Ätiologie (non A bis E) bei Kindern

Seit Anfang April 2022 wird aus verschiedenen Ländern von gehäuft auftretenden Fällen von akuter Hepatitis unbekannter Ätiologie bei zuvor gesunden Kindern berichtet, die zum Teil so schwer verlaufen, dass eine Lebertransplantation nötig ist. Das Geschehen konzentriert sich auf das Vereinigte Königreich, Irland und die USA. Aus weiteren Ländern der EU wurden ebenfalls einzelne Fälle gemeldet, die der aktuellen Falldefinition der WHO/des ECDC entsprechen. Die betroffenen Kinder zeigen klinisch eine schwere akute Hepatitis mit erhöhten Leberenzymwerten (Aspartat-Transaminase (AST) oder Alanin-Aminotransaminase (ALT) über 500 IU/L) und Ikterus. Weitere häufige Symptome waren Erbrechen, entfärbte Stühle, Durchfall und Lethargie. Weniger häufig traten Fieber und respiratorische Symptome auf. Weitere Informationen zur momentanen Situation, Hinweise zur Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz, zur gesetzlichen Grundlage, zur Übermittlung an die zuständige Langesbehörde/ans RKI sowie zur Einsendung von Blut- und Stuhlproben finden Sie auf folgender Seite:

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Internationales Forscherteam unter Leitung des RKI deckt Details zum Influenza-Pandemieverlauf von 1918 auf

Die Grippepandemie von 1918 war die tödlichste Atemwegspandemie des 20. Jahrhunderts mit 50 bis 100 Millionen Todesopfern. Jetzt hat ein internationales Forscherteam vom Robert Koch-Institut, der Universität Löwen, der Charité Berlin sowie vielen anderen Kolleginnen und Kollegen weitere Details zur Biologie des H1N1-Grippevirus enthüllt. Durch die Untersuchung von pathologischen Museumsproben aus der Berliner Charité und dem Narrenturm in Wien entdeckte das Team Mutationen im Genom, die dem Virus möglicherweise zu einer noch besseren Anpassung an den menschlichen Wirt verholfen haben. Außerdem fanden sie molekulare Beweise für eine häufige interkontinentale Ausbreitung des Virus und dafür, dass Viruslinien während mehrerer Pandemiewellen von 1918 bis 1919 fortbestanden - was ältere Hypothesen, dass die Wellen von unterschiedlichen Linien verursacht worden sein könnten, widerlegt. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht ("Archival influenza virus genomes from Europe reveal genomic variability during the 1918 pandemic").

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Wiederberufung des WHO Kooperationszentrum für Neuauftretende Infektionen und Biologische Gefahren

Das Robert Koch-Institut (RKI) wurde am 26. April 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum „WHO Collaborating Centre for Emerging Infections and Biological Threats“ ernannt. Im Mai 2022 wurde die Berufung für weitere vier Jahre verlängert. WHO-Kooperationszentren werden weltweit von der WHO zu unterschiedlichen Fragestellungen eingerichtet. Es handelt sich dabei um nationale Institutionen, wie zum Beispiel Behörden oder Forschungseinrichtungen, welche die WHO bei der Umsetzung ihrer Programme und Aufgaben durch Fachwissen und Personal unterstützen. Sie beraten die WHO mit ihrer wissenschaftlichen Expertise bei der Entwicklung von Präventionsstrategien und unterstützen länderübergreifende Gesundheitsprogramme. In Deutschland gibt es mehrere WHO-Kooperationszentren zu einem breiten Spektrum von Gesundheitsthemen.
Das WHO-Kooperationszentrum am RKI ist eine Kooperation des Zentrums für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogen (ZBS), der Abteilungen für Infektionsepidemiologie und Infektionskrankheiten, sowie dem Zentrum für Internationalen Gesundheitsschutz (ZIG). Am RKI sind momentan 4 WHO Kooperationszentren angesiedelt.

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Noch steigerungsfähig? Die Compliance mit der Händehygiene unter psychologischen Gesichtspunkten

Die hygienische Händedesinfektion ist eine effektive und einfache Maßnahme zur Prävention von Infektionen im Gesundheitswesen. Am 5. Mai, dem von der WHO initiierten „Internationalen Tag der Händehygiene“, soll alljährlich die Aufmerksamkeit des Gesundheitspersonals auf dieses Thema gelenkt werden, denn oft lässt sich trotz regelmäßiger Schulungen und Kampagnen die Händehygiene-Compliance ab einem gewissen Punkt nicht weiter steigern. Im Epidemiologischen Bulletin 18/2022 wird das Potenzial zur weiteren Verbesserung der Compliance vor allem anhand psychologischer Aspekte erläutert, die neben der Ausstattung und der Wissensvermittlung einen wichtigen Teil der nachhaltigen Stärkung der Händehygiene ausmachen.

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Bericht des Nationalen Referenzzentrums für gramnegative Krankenhauserreger

Nach dem erstmaligen, pandemiebedingten Rückgang der Einsendungen im Vorjahr verzeichnete das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für gramnegative Krankenhauserreger 2021 wieder einen Anstieg an eingesandten Isolaten, wenngleich das Niveau von 2019 noch nicht wieder erreicht wurde. Durch den Einfluss der Pandemie auf verschiedene Faktoren gilt allerdings auch für den Jahresbericht 2021 der Vorbehalt, dass eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahren Limitationen unterliegt.
Wie das Epidemiologische Bulletin 19/2022 ausführt, gingen 8.526 Einsendungen aus 283 mikrobiologischen Laboren in Deutschland ein. Die meisten Isolate wurden zur Abklärung einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber Carbapenemen eingesandt. Die Anzahl der Carbapenemase-Nachweise stieg deutlich an, wie auch die Zahl der Isolate, die mehr als eine Carbapenemase produzierten. Ein deutlicher Rückgang hingegen war bei den Nachweisen von NDM-5- und OXA-244-produzierenden E. coli zu verzeichnen.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/cwa

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Senden Sie uns eine E-Mail an [email protected]

Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

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