RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

8. Juni 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle (www.rki.de/newsletter-infektionsschutz) informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Bleiben Sie mit den Angeboten des RKI auf dem Laufenden. Über generelle Neuigkeiten informieren wir Sie auf unserem Twitter-Kanal @rki_de. Videos aus dem RKI sind auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Viele weitere Angebote finden Sie unter: www.rki.de/newsletter

Weitere Informationen:

Aktuelle Lage/Situationsberichte

Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Steckbrief zu Erreger und Krankheit

Publikationen mit RKI-Beteiligung

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu COVID-19

Aktuelle SARS-CoV-2/COVID-19 Informationen

Die 7-Tages-Inzidenz sinkt für ganz Deutschland seit Anfang der Kalenderwoche 17 deutlich. Seit der KW 21 hat sich diese Abnahme etwas verlangsamt. Die Gesamtinzidenz in Deutschland liegt bei 25/100.000 Einwohner. Der 7-Tage-R-Wert liegt unter 1. In den letzten Wochen sank die 7-Tage-Inzidenz in allen Altersgruppen. Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt. Um diese positive Entwicklung nicht zu gefährden, ist es weiterhin erforderlich, dass alle Menschen ihr Infektionsrisiko entsprechend der Empfehlungen des RKI (AHA + L) minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung eine Testung vornehmen lassen und zuhause bleiben. Es wird außerdem empfohlen, Angebote für eine Impfung gegen COVID-19 wahrzunehmen. Die Rücknahme von Maßnahmen sollte aus epidemiologischer Sicht unbedingt schrittweise und nicht zu schnell erfolgen. (vgl. ControlCOVID - Optionen und Perspektiven für die stufenweise Rücknahme von Maßnahmen bis Anfang September 2021 im Kontext der Impfkampagne).

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine neue Bezeichnung für SARS-CoV-2-Varianten eingeführt. Hierzu zählen die besorgniserregenden Varianten (VOC) der Linien Alpha (B.1.1.7, erstmals nachgewiesen in Großbritannien), Beta (B.1.351, erstmals nachgewiesen in Südafrika), Gamma (P.1, erstmals nachgewiesen in Brasilien) und Delta (B.1.617.2, erstmals nachgewiesen in Indien). Im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub (DESH) (www.rki.de/covid-19-desh) werden im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) besorgniserregende Varianten erfasst. Die aktuellen Zahlen zu den Virusvarianten werden regelmäßig in den Berichten zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland dargestellt. Insgesamt ist die VOC Alpha seit März 2021 in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. VOC Alpha ist nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender und verursacht vermutlich schwerere Krankheitsverläufe als andere Varianten. Der Anstieg der Fallzahlen und der Infektionen durch die VOC Alpha führte ab Mitte März zu einer erneut ansteigenden Anzahl von Hospitalisierungen insbesondere bei den 35- bis 79-Jährigen. Aktuell ist die Anzahl der hospitalisierten und intensivpflichtigen Patientinnen und Patienten stark rückläufig. Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen sehr gut vor einer Erkrankung durch die in Deutschland hauptsächlich zirkulierende VOC Alpha, und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten.

Nicht notwendige Reisen in Risikogebiete sollten weiterhin, insbesondere aufgrund der zunehmenden Verbreitung der besorgniserregenden Virusvarianten, vermieden werden. Unter dem Link www.rki.de/inzidenzen stellt das RKI die tagesaktuellen Fallzahlen und Inzidenzen (einschließlich des Verlaufs nach Berichtsdatum) nach Landkreisen und Bundesländern zur Verfügung.
Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Bericht zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland

Zurzeit werden sowohl weltweit als auch in Deutschland verschiedene Varianten beobachtet, darunter die besorgniserregenden Varianten (Variants of Concern, VOC) B.1.1.7 (Alpha), B.1.351 (Beta), P.1. (Gamma) und B.1.617.2 (Delta). Diese besorgniserregenden Varianten weisen verschiedene Mutationen auf, die mit besonderen Eigenschaften wie höherer Übertragbarkeit und einer veränderten Immunantwort im Zusammenhang stehen können. Der aktuelle Bericht wurde am 02.06. veröffentlicht.

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Übersicht zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC)

Die durch die WHO aufgelistete besorgniserregenden Varianten (Variants of Concern, VOCs), die sich weltweit zum Teil mit großer Dynamik ausbreiten, sind unter folgendem Link im Überblick dargestellt. Angepasst wurden u.a. die Bezeichnungen der VOCs und der Abschnitt zur Virusvariante B.1.617.2 (Delta).

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COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Es wurden Aktualisierungen in den Bereichen „Durchführung der COVID-19 Impfung“, sowie „Wirksamkeit“ und „Sicherheit“ vorgenommen.In Zusammenarbeit u.a. mit dem RKI wurden zudem auf der Seite www.zusammengegencorona.de/impfen Fragen und Antworten rund um das Thema COVID-19 Impfstoffe zusammengefasst. Aktuelle FAQ zu den COVID-19-Impfstoffen und zum Zulassungsprozess finden sich zudem auf der Seite des Paul-Ehrlich Instituts (PEI).

Das Paul-Ehrlich Institut veröffentlicht zudem wöchentliche Sicherheitsberichte zu COVID-19-Impfstoffen.

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Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19

Neu hizugekommen ist die FAQ "Können PCR-Pooltestungen eine Alternative zu Antigen-Schnelltests im Rahmen von Screeninguntersuchungen bei Personen sein, die die AHA+L-Regeln nur unzureichend einhalten können und für die noch keine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung steht (z.B. Kinder in Kitas und Schulen)?"

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Analysen von COVID-19 epidemiologischen Daten und Kontrollmaßnahmen

Die zunehmende globale Ausbreitung und die sich beschleunigende Dynamik der Pandemie schaffen einen Bedarf, die schnell wachsende Menge an Daten und Informationen zu generieren, zu analysieren, zu verwalten und in einer umsetzbaren und zeitnahen Weise zu präsentieren. Gleichzeitig bestehen weltweit erhebliche Unsicherheiten und Uneinigkeit über die Effektivität der verschiedenen Maßnahmen zum Management der COVID-19-Pandemie. Änderungen an den bereits bestehenden Prozessen zur Sammlung von Informationen über die öffentliche Gesundheit am RKI werden nicht zuletzt aufgrund des zu erwartenden Bedarfs an spezifischen Datenerhebungen und -auswertungen in Bezug auf die Durchführung und Akzeptanz von Impfungen und deren Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie über mindestens die nächsten zwei Jahre notwendig sein. In diesem Zusammenhang wurde ein zweiwöchiges COVID-19-Politik-Analyse-Framework entwickelt, das epidemiologische und Kontrollmaßnahmen-Analysen kombiniert, um einen Einblick in die sich verändernde Dynamik der Pandemie im relevanten politischen Kontext zu geben. Die Berichte können unter folgendem Link abgerufen werden:

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Präferenz bei der Maskenwahl, Tragepraxis und häufige Anwendungsfehler während der COVID-19-Pandemie im Sommer 2020 - Publikation im Epidemiologischen Bulletin

Die im Epidemiologischen Bulletin 22/2021 vorgestellte Arbeit untersuchte anhand einer Feldbeobachtung und einer Onlineumfrage die Hypothese, dass die Motivation der Bevölkerung zur Einhaltung der Mund-Nasen-Bedeckungspflicht unmittelbar nach ihrer Einführung höher war als in den folgenden Wochen. Darüber hinaus wurde untersucht, warum Personen sich für das Tragen eines bestimmten Maskentyps entschieden und wie hoch die Fehlerquote beim Tragen der jeweiligen Maskentypen waren. Erfragt wurden außerdem persönliche Einstellungen gegenüber dem Maskentragen sowie den generellen COVID-19-Infektionsschutzmaßnahmen.

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Forschungsprojekt INHECOV zur gesundheitlichen Ungleichheit während der COVID-19-Pandemie gestartet

Das Forschungsprojekt Sozioökonomische Ungleichheit in der Gesundheit während der COVID-19 Pandemie (INHECOV): Empirische Analysen und Implikationen für die Pandemieplanung hat sich zum Ziel gesetzt, die direkten und indirekten Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die gesundheitliche Ungleichheit zu erforschen und daraus konkrete Handlungsoptionen für die zukünftige Pandemieplanung abzuleiten. ProjektpartnerInnen im DFG-geförderte Projekt sind neben dem RKI die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie die Universität zu Köln.

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Bundespressekonferenz 01.06.21 zur aktuellen Corona-Lage

Am 01.06.21 fand die Bundespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage mit Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler statt.

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Aktualisierung: Information zur Anerkennung von diagnostischen Tests auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland

Informationen zur Anerkennung diagnostischer Tests auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland wurden am 04.06.21 aktualisiert.

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Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst.
Die neu ausgewiesenen „Virusvarianten-Gebiete“, „Hochinzidenzgebiete“, „Risikogebiete“ sowie Gebiete, die derzeit nicht mehr als Risikogebiete gelten, sind wirksam ab Sonntag 06. Juni 2021, um 0:00 Uhr.

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CWA- Neuer Twitter Kanal ist online


Der neue Twitterkanal der Corona-Warn-App ist am 03.06. online gegangen: @coronawarnapp.

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Robert Koch Colloquium "Public Health Surveillance" (Livestream auf YouTube)

Das Thema des diesjährigen Robert Koch Colloquiums ist Public Health Surveillance: Die fünfteilige Vortragsreihe widmet sich der wachsenden Bedeutung nationaler und internationaler Public Health Surveillance.
Am 09.06. um 16:00 Uhr referiert Justine Fitzpatrick (PHE) zum Thema “Surveillance Framework”

Die Vorträge der international renommierten Referenten/Referentinnen finden online statt. Das RKI überträgt alle Vorträge live über den YouTube Kanal, vorangegangene Vorträge können hier auch abgerufen werden.

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Neues WHO Kollaborationszentrum virale Hepatitis und HIV


Am 3. März 2021 wurde die Abteilung für HIV/AIDS und andere sexuell oder durch Blut übertragbare Infektionen am Robert Koch-Institut von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum WHO-Kollaborationszentrum für virale Hepatitis und HIV ernannt; am 03.06 erfolgte die offizielle Eröffnung. Als WHO-Kollaborationszentrum unterstützt das RKI gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern die WHO bei der Bekämpfung der viralen Hepatitis und der Eliminierung von Hepatitis B und C sowie bei der Eindämmung von HIV in der WHO-Region Europa.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/cwa

Haben Sie Anregungen oder Fragen? Senden Sie uns eine E-Mail an [email protected]

Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit