RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

16. Februar 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Aktuelle SARS-CoV-2/COVID-19 Informationen

Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember 2020, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche 2021 sinken die Fallzahlen seit Mitte Januar 2021. Der 7-Tage-R-Wert liegt seit der zweiten Januarwoche 2021 konstant unter 1. Trotz aktuell sinkender Fallzahlen besteht durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten (s.u.) ein erhöhtes Risiko einer erneuten Zunahme der Fallzahlen. Bundesweit gibt es in verschiedenen Kreisen Ausbrüche, die nach den an das RKI übermittelten Daten aktuell vor allem in Zusammenhang mit Alten- und Pflegeheimen, privaten Haushalten und dem beruflichen Umfeld stehen. Zusätzlich findet in zahlreichen Kreisen eine diffuse Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung statt, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln. Ältere Personen sind nach wie vor sehr häufig von COVID-19 betroffen. Da sie auch häufiger schwere Erkrankungsverläufe erleiden, bewegt sich die Anzahl schwerer Fälle und Todesfälle weiterhin auf hohem Niveau. Diese können vermieden werden, wenn alle mit Hilfe der Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verlangsamen. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z. B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz, MNS) oder eine FFP2-Maske (bzw. KN95 oder N95-Maske) korrekt trägt. Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden werden. Weltweit wurden verschiedene Virusvarianten nachgewiesen. Seit Mitte Dezember 2020 wird aus dem Vereinigten Königreich über die zunehmende Verbreitung der Virusvariante (B.1.1.7) berichtet, für die es klinisch-diagnostische und epidemiologische Hinweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit und schwerere Krankheitsverläufe gibt. Ebenfalls wurde vom vermehrten Auftreten einer SARS-CoV-2 Variante in Südafrika (B.1.351) berichtet, die andere Varianten verdrängt hat, sodass eine erhöhte Übertragbarkeit denkbar ist. Erste Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit der zugelassenen mRNA-Impfstoffe durch die Varianten B.1.1.7 und B.1.351 offenbar nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Weiterhin zirkuliert im brasilianischen Staat Amazonas eine SARS-CoV-2 Variante, die von der Linie B.1.1.28 abstammt. Nicht notwendige Reisen sollten weiterhin, insbesondere aufgrund der zunehmenden Verbreitung der neuen Virusvarianten, vermieden werden. Alle drei Varianten wurden bereits in Deutschland nachgewiesen. Mit verstärkter Probensequenzierung und Datenerfassung im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/DESH/DESH.html) wird das Infektionsgeschehen im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) intensiv beobachtet.

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Bericht zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland

Wie häufig kommen besorgniserregende SARS-CoV-2-Varianten in Deutschland vor? Die Analyse sowie der Bericht sind online verfügbar:

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Übersicht und Empfehlungen zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten (VOC)

Molekularbiologische Details zu den Varianten sind unter SARS-CoV-2: Virologische Basisdaten und Virusvarianten abrufbar. Die Übersicht und Empfehlungen sind abrufbar unter:

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Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Änderungen gegenüber der Version vom 25.1.2021: Folgende Kapitel und Themen wurden angepasst: 14. Therapie, 17. Immunität, 19. besondere Aspekte (Tenazität)

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Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Letzte Aktualisierung: Ergänzungen in den Abschnitten Molekulare Surveillance, Variants of concern, Antigennachweise und Bemerkungen zur Interpretation von Laborergebnissen.

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COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Aktualisierungen erfolgten in in den Abschnitten Durchführung der Impfung, Wirksamkeit und Sicherheit und Allgemeines (www.rki.de/covid-19-faq-impfen).

In Zusammenarbeit u.a. mit dem RKI wurden zudem auf der Seite www.zusammengegencorona.de/impfen Fragen und Antworten rund um das Thema COVID-19 Impfstoffe zusammengefasst. Aktuelle FAQ zu den COVID-10-Impfstoffen und zum Zulassungsprozess finden sich zudem auf der Seite des Paul-Ehrlich Instituts (PEI).

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Gemeldete Impfungen bundesweit und nach Bundesland sowie nach STIKO-Indikation

Die Erhebung der Daten zur COVID-19-Impfung erfolgt in den Impfzentren und durch die Mobilen Impfteams. Autorisiertes Personal der Impfzentren und Impfteams können über die Webanwendung "Digitales Impfquotenmonitoring" die Daten eingeben und über eine gesicherte Internetverbindung täglich an die Bundesdruckerei übermitteln, wo im Auftrag des RKI die Daten zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen werden.
Tabelle und Abbildungen werden werktäglich bis mittags aktualisiert und geben jeweils den Datenstand bis 8:00 Uhr des Tages der Publikation wieder. Die publizierten Daten können aufgrund des Übermittlungsverzugs auch Nachmeldungen und Korrekturen aus den Vortagen enthalten.

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Organisatorische und personelle Maßnahmen für Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen während der COVID-19-Pandemie

Änderung gegenüber der Version vom 13.5.2020: Ersetzt (und fasst zusammen) die bisherigen Dokumente "Ergänzende Grundsätze der medizinischen Versorgung in Zeiten der SARS-CoV-2-Epidemie" vom 30.11.2020 und "Optionen zur getrennten Versorgung von COVID-19-Fällen, Verdachtsfällen und anderen Patienten im stationären Bereich" vom 13.5.2020, ergänzt um Empfehlungen zu besorgniserregenden Virusvarianten

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Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen

Änderung gegenüber der Version vom 4.2.2021: Ergänzung zur Händehygiene in Abschnitt 3.1. Kernpunkte Basismaßnahmen; Ergänzung in Abschnitt 9 Impfung (Begründung für die Weiterführung von Infektionsschutzmaßnahmen); Aktualisierung bzw. Ergänzung diverser Links

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Empfehlungen für Gesundheitsämter zu Prävention und Management von COVID-19-Erkrankungen in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Schutzsuchende (im Sinne von §§ 44, 53 AsylG)

Änderungen gegenüber der Version vom 1.2.2020: Abschnitt "Ent-Isolierung und Beendung der Quarantäne"

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Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen

Änderung gegenüber der Version vom 9.2.2021: Wiederaufnahme Empfehlung Kontaktpersonennachverfolgung nach Exposition im Flugzeug.

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COVID-19-Hygienemaßnahmen: Hinweise für nicht-medizinische Einsatzkräfte (Infografik)

Änderung gegenüber der Version vom 6.8.2020: Änderung in Bezug auf Mund-Nasen-Schutz, Ergänzung von Informationsquellen zu Masken, redaktionelle Anpassungen

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Risikobewertung zu COVID-19

Änderungen gegenüber der Version vom 03.02.2021: Anpassung im Bereich Risikobewertung (Anpassung zur Beschreibung der Fallzahlentwicklung, Ergänzung zu Aspekten der Impfprävention)

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Pressekonferenz zur Corona-Lage, 12.02. 2021

Am 12.02. fand die Bundespressekonferenz mit Minister Jens Spahn, Professor Lothar H. Wieler und Professorin Sandra Ciesek (Universitätsklinikum und Goethe-Universität Frankfurt) zur aktuellen Corona-Lage statt.

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Neues Video zu vektorbasierten Impfstoffen im RKI YouTube-Kanal

PhD Martin Moder, österreichischer Molekularbiologe, Autor populärwissenschaftlicher Bücher und Teil der Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters, erklärt die Wirkweise der Vektor Impfstoffe gegen COVID19.

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Corona-KiTa-Studie - KiCOS Austauschplattform

Die KiCoS (Kinder Corona Studien) Community ist eine Plattform zum Austausch von Studien über COVID-19 Erkrankungen bei Kindern und wird vom Robert Koch Institut kuratiert. Das Ziel ist, eine Plattform bereitzustellen, auf der Forschende Informationen zu Projekten austauschen können. KiCoS ist Teil der Corona-KiTa-Studie, einem Projekt des Deutschen Jugendinstituts und des Robert Koch-Instituts, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Beitragsreihe zu COVID-19 im Journal of Health Monitoring: Studienprotokoll von CORONA-MONITORING bundesweit (RKI-SOEP-Studie) erschienen

Special Issue S1/2021 stellt das Studienprotokoll von CORONA-MONITORING bundesweit (RKI-SOEP-Studie) vor. In der Studie werden Bioproben in einer deutschlandweiten Bevölkerungsstichprobe des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) erhoben, um sie auf SARS-CoV-2-IgG-Antikörper und SARS-CoV-2-RNA zur Identifikation einer durchgemachten oder aktuellen Infektion zu untersuchen.
Durch die Verknüpfung mit bereits vorhandenen SOEP-Daten hat die Studie das Potenzial, auch soziale und gesundheitsbezogene Unterschiede im Infektionsstatus zu untersuchen. So kann die Studie zu einem verbesserten Verständnis des Ausmaßes der Epidemie in Deutschland wie auch zur Identifikation von Zielgruppen für den Infektionsschutz beitragen.
Die Ausgabe ist über die RKI-Internetseite www.rki.de/johm-covid19 kostenlos zugänglich.

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Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und assoziierter Public-Health-Maßnahmen auf andere meldepflichtige Infektionskrankheiten in Deutschland (MW 1/2016 – 32/2020)

Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Public-Health-Maßnahmen wirken sich auf das Auftreten und die Erfassung von anderen meldepflichtigen Infektionskrankheiten aus. Neben Veränderungen der Inanspruchnahme von bzw. dem Zugang zu gesundheitlichen Versorgungsleistungen können die getroffenen Maßnahmen bzw. nicht-pharmazeutische Interventionen wie Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygiene-Regeln, aber auch Schul- und Kita-Schließungen zu einer echten Veränderung der Übertragungsdynamik anderer Infektionskrankheiten führen.
Wie das Epidemiologische Bulletin 7/2021 ausführt, kam es während der COVID-19-Pamdemie bisher bei den meisten Infektionskrankheiten in Deutschland zu einem drastischen Rückgang der übermittelten Fälle, vor allem in den jüngeren und älteren Altersgruppen. Von den ausgewählten Infektionskrankheiten konnte nur für FSME ein Anstieg der Fälle beobachtet werden. Dieser Artikel ist am 12.2.2021 online vorab erschienen.

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COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020 - Durch Tod und Krankheit verlorene Lebensjahre im Verlauf der Pandemie

Wissenschaftler*innen des RKI haben erstmals die Krankheitslast durch COVID19 in Deutschland anhand verlorener Lebensjahre berechnet. Die Publikation dazu ist im Deutschen Ärzteblatt erschienen:

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Gesamt-Übersicht an Publikationen zu SARS-CoV-2 /COVID-19 mit RKI-Beteiligung

Zwei neue Publikationen „Risikokommunikation bei der Eindämmung der COVID-19-Pandemie: Herausforderungen und Erfolg versprechende Ansätze“ und „Morphometry of SARS-CoV and SARS-CoV-2 particles in ultrathin plastic sections of infected Vero cell cultures“ sowie weitere Publikationen mit RKI-Beteiligung sind über folgenden Link erhältlich.

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Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst.
Die neu ausgewiesenen „Virusvarianten-Gebiete“, „Hochinzidenzgebiete“, „Risikogebiete“ sowie Gebiete, die derzeit nicht mehr als Risikogebiete gelten sind wirksam ab Sonntag 14. Februar 2021, um 0:00 Uhr.

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Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der HIV-PrEP als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung – das Projekt EvE-PrEP in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

Seit September 2019 ist die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bei Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherung. Evaluiert wurden nun unter anderem Daten zu HIV-Neuinfektionen, die Anzahl von PrEP-Nutzenden und Beratungsterminen und die Verbreitung relevanter STI (sexually transmitted infections). Dabei wurde deutlich, dass die Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie sowohl zu einem Rückgang bei der PrEP-Nachfrage als auch zu weniger PrEP-Einleitungen führten. Die PrEP-Versorgung und -Verfügbarkeit in den HIV-Schwerpunktpraxen blieb dahingegen weitestgehend unbeeinträchtigt. Die Daten wurden in der aktuellen Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins veröffentlicht:

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/cwa

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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