RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

1. Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Aktuelle Informationen zu SARS-CoV-2/COVID-19 und anderen Infektionsschutzthemen

- Allgemeine aktuelle Einordnung –

Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist es im Oktober in allen Bundesländern zu einem steilen Anstieg der Fallzahlen ge-kommen. Die Zunahme hat sich seit der zweiten Novemberwoche abgeflacht. Seit Anfang November schwankt der R-Wert um 1. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ca. eine weitere Person ansteckt. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuinfektionen. Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen. So werden zunehmend COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet, aber auch in Schulen und im beruflichen Setting. Zusätzlich kommt es in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in die Bevölkerung, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln. Während die 7-Tage-Inzidenz in den jüngeren Altersgruppen stagniert oder leicht abnimmt, nimmt sie in der älteren Bevölkerung weiter zu (s. Lagebericht vom 24.11.2020). Da ältere Personen häufiger von schweren Erkrankungsverläufen von COVID-19 betroffen sind, steigt die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen weiter an. Diese können vermieden werden, wenn wir mit Hilfe der Infektionsschutzmaß-nahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verlangsamen. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z. B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent –auch im Freien –einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen –besonders in Innenräumen –sollten möglichst gemieden werden.

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem und nicht medizinischem Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen bei Personalmangel

Änderung gegenüber der Version vom 12.10.2020: Dokument und Infografik umfassend überarbeitet Fokussierung nun auf die Situation mit relevantem Personalmangel. Für alle anderen Situationen gilt Kontaktpersonenmanagement www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen

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Optionen zur vorzeitigen Tätigkeitsaufnahme von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern bei relevantem Personalmangel

Dieses Dokument ersetzt das Dokument "Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern bei Personalmangel" vom 08.07.2020.
Änderungen gegenüber der Version vom 9.9.2020: Dokument und Infografik umfassend überarbeitet, Fokussierung nun auf die Situation mit relevantem Personalmangel. Für alle anderen Situationen gilt Kontaktpersonenmanagement www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen

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Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel

Änderung gegenüber der Version vom 29.7.2020: Dokument umfassend überarbeitet und inhaltlich aktualisiert bei Dauer von Isolierung und Quarantäne Fokussierung nun auf die Situation mit relevantem Personalmangel. Für alle anderen Situationen gilt Kontaktpersonenmanagement: www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen.

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Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten

Änderung gegenüber der Version vom 11.5.2020: Kapitel 2 b, Abschnitt Selbstmonitoring:

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Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Stand 30.11.2020: Letzte Aktualisierung: Informationen zu quantitativen Bezugsproben, weitere Erläuterungen zu Antigennachweisen und zur Frage der Infektiosität

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COVID-19 Entlassungskriterien aus der Isolierung – Orientierungshilfe für Ärzte und Ärztinnen

Die Infografik wurde am 30.11.2020 aktualisiert.

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Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung: Flyer für Patienten und Angehörige

Änderung zur Version vom 12.5.2020: Abschnitte 'Häusliche Isolierung', 'Haushaltsangehörige und Krankheitssymptome' und 'Gesundheitliche Beschwerden':

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Ergänzende Grundsätze der medizinischen Versorgung in Zeiten der SARS-CoV-2-Epidemie

Unerkannte Infektionen bei medizinischem und pflegendem Personal stellen eine potentielle Gefährdung für die Betroffenen, ihre Angehörigen, andere Mitarbeitende sowie für die von ihnen betreuten Patientinnen und Patienten dar und können zu nosokomialen Übertragungen führen. Personen in der Pflege und medizinischen Versorgung sind im Rahmen ihrer Tätigkeit regelmäßig in engem Kontakt mit einer großen Zahl von Personen mit chronischen Grundkrankheiten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf (vulnerable Gruppen). Der Schutz des medizinischen und pflegenden Personals ist daher zusätzlich zu den allgemeinen Arbeitsschutzanforderungen auch in Bezug auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung und der Prävention von nosokomialen Übertragungen von besonderer Bedeutung. Informationen zum Schutz des Personals sowie der Patienten, zu Arbeitsschutzanforderungen, sowie zu organisatorischen Maßnahmen sind auf folgender Seite zu finden:

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Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Änderungen gegenüber der Version vom 13.11.2020 erfolgten in den folgenden Kapiteln:
8. "Demografische Faktoren, Symptome und Krankheitsverlauf";
10. "Dauer der Ansteckungsfähigkeit (Kontagiosität)";
11. "Zeitintervalle bei der Behandlung";
12. "Angaben zu hospitalisierten COVID-19 Erkrankten;
14. "Therapie".

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Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19

Anpassungen erfolgten in den Bereichen Epidemiologie, klinische Aspekte, Infektionsschutzmaßnahmen, sowie in Kontaktpersonen und Quarantäne.

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Neue Version der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die Version 1.7 der Corona-Warn-App, die am 25. November 2020 veröffentlicht wurde, bringt zwei wesentliche Verbesserungen:
- besteht eine WLAN-Verbindung, können die Risikoüberprüfungen nun mehrmals am Tag stattfinden. So können Nutzerinnen und Nutzer schneller als bisher über mögliche Risikobegegnungen informiert werden.
- Zudem erhält die Corona-Warn-App eine wichtige Erinnerungsfunktion: Nutzerinnen und Nutzer, die ein positives Testergebnis über die Corona-Warn-App erhalten haben, werden zukünftig mehrmals daran erinnert, diese Information zu teilen, um andere zu warnen.Details zur häufigeren Risikoüberprüfung und der Erinnerungsfunktion:
Ab Version 1.7 beginnt die Umstellung auf die weiterentwickelte Schnittstelle (API) von Apple und Google, auf der die Corona-Warn-App basiert. Dies ermöglicht u.a. die häufigere Risikoüberprüfung.

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Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete auf unserer Internetseite.

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Information für Reisende in verschiedenen Sprachen

Die Reiseinformationen liegen aktuell in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Rumänisch, Serbisch und Spanisch vor. Sie können als Poster oder Handzettel verwendet werden.

Das Formular Ersatzmitteilung für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland (Form replacement notification for entry into the Federal Republic of Germany) sowie das Schreiben des BMG für Reisende (Leaflet from the Federal Ministry of Health for Travellers) sind jetzt auch auf Litauisch, Tschechisch und Ungarisch erhältlich.

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Zwischenauswertung - Serologische Untersuchungen von Blutspenden auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 (SeBluCo-Studie)

Die Erfassung des Anteils der Bevölkerung, der bereits Kontakt zu SARS-CoV-2 hatte, ist wichtig, um den weiteren Verlauf der Epidemie in Deutschland abzuschätzen und Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz zu planen. In der SeBluCo-Studie untersucht das RKI in Kooperation mit 13 Blutspendediensten und zwei virologischen Instituten seit April in 28 Regionen bundesweit alle 14 Tage ca. 5.000 Proben von Blutspenderinnen und Blutspendern auf das Vorliegen von Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Diese werden mittels IgG-ELISA auf das Vorliegen von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 untersucht (Seropositivität). Bislang wurden ca. 80% des vorgesehenen Studienumfangs getestet und ausgewertet. Mit Datenstand vom 05.11.2020 wurde eine Zwischenauswertung von knapp 50.000 Proben durchgeführt; diese ist online abrufbar:

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Neue Ergebnisse aus der Corona-Monitoring Studie lokal veröffentlicht

Die Studie CORONA-MONITORING lokal ist eine bevölkerungsbezogene, seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. In Eurosurveillance wurden die neusten Ergebnisse aus der Gemeinde Kupferzell unter dem Titel “Serology- and PCR-based cumulative incidence of SARS-CoV-2 infection in adults in a successfully contained early hotspot (CoMoLo study), Germany, May to June 2020” veröffentlicht. Antikörper-Untersuchungen zeigen, dass zwischen März und Mai 12 % der Erwachsenen mit SARS-CoV-2 infiziert waren – sechsmal mehr als damals bekannt.

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Gesamt-Übersicht an Publikationen zu SARS-CoV-2 /COVID-19 mit RKI-Beteiligung

Eine Gesamt-Übersicht an Publikationen mit RKI-Beteiligung ist auf über folgenden Link erhältlich.

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Zwei neue Veröffentlichungen der Fachgruppe COVRIIN

Die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin (kurz: Fachgruppe COVRIIN) unterstützt und berät das Robert Koch-Institut bei übergeordneten Fachfragen im Management von COVID-19 Fällen. Die Fachgruppe besteht aus führenden Vertretern und Vertreterinnen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) , der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI) sowie des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Im Deutschen Ärzteblatt wurden folgende Publikationen am 26.11. vorab veröffentlicht:
- COVID-19-Intensivpatienten: Innerdeutsche Verlegungen
- COVID-19: Evidenzbasierte Therapieoptionen

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Welt-AIDS-Tag – RKI veröffentlicht neue Daten zu HIV/AIDS in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat anlässlich des bevorstehenden Welt-AIDS-Tages im Epidemiologischen Bulletin eine umfassende Darstellung der HIV/AIDS-Situation in Deutschland veröffentlicht. Im Jahr 2019 haben sich geschätzt 2.600 Personen in Deutschland mit HIV infiziert, 2018 waren es 2.500 Neuinfektionen. „Dieser leichte Anstieg der Infektionszahlen zeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, insbesondere um die Testangebote zu verbessern und den Zugang zur Therapie für alle in Deutschland mit HIV lebenden Menschen zu gewährleisten“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. „In der Gesamtschau der vergangenen Jahre zeigt sich aber, dass der Ausbau von zielgruppenspezifischen Testangeboten und ein früherer Behandlungsbeginn Erfolge gebracht haben“, unterstreicht Wieler. Insbesondere ist in den vergangenen Jahren bei der wichtigsten Betroffenengruppe – Männer, die Sex mit Männern haben – die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken.

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Beschluss und Wissenschaftliche Begründung der STIKO für die Aktualisierung der Influenza-Impfempfehlung für Personen im Alter von ≥60 Jahren

Die STIKO empfiehlt allen Personen im Alter von ≥60 Jahren im Herbst eine jährliche Impfung gegen die saisonale Influenza mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Hochdosis-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination. Solange Hochdosis-Impfstoffe für die Altersgruppe 60-64 Jahre nicht zugelassen sind, werden für die Influenza-Impfung von Personen in diesem Alter weiterhin inaktivierte, quadrivalente Influenza-Impfstoffe (unabhängig vom Impfstofftyp) empfohlen. Eine Empfehlung für die Anwendung eines Influenza-Hochdosis-Impfstoffs ist in gleichem Maße bei der Impfempfehlung für Reisende zu berücksichtigen. Die Veröffentlichung dieser Empfehlung im Epidemiologischen Bulletin 1/2021 zu diesem Zeitpunkt, ohne Berücksichtigung der aktuellen Verfügbarkeit von Influenza-Hochdosis-Impfstoffen, soll gewährleisten, dass der entsprechende Impfstoffbedarf bei der Planung, Produktion und Beschaffung von Influenza-Impfstoffen ab der Saison 2021/2022 berücksichtigt werden kann.

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Neue Daten aus Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) und Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS) des Robert Koch-Instituts

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Daten in den interaktiven Datenbanken der „Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS)“ und „Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS)“ am 23.11.2020 aktualisiert. In ARS können aggregierte Daten für die Jahre 2008 bis 2019 abgerufen werden, für das Jahr 2019 liegen Daten aus ca. 700 Krankenhäusern und 17.800 Arztpraxen vor. In AVS stehen für die Jahre 2015 bis 2019 aggregierte Daten aus mehr als 200 Krankenhäusern zur Verfügung. Mit der diesjährigen Veröffentlichung wurden in ARS die Abfragemöglichkeiten für die Resistenz- und Erregerstatistik überarbeitet und in AVS für die Versorgungstypen erweitert.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/covid-19-warnapp

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

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