RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

18. November 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Aktuelle Informationen zu SARS-CoV-2/COVID-19

- Allgemeine aktuelle Einordnung –

Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist es im Oktober in allen Bundesländern zu einem steilen Anstieg der Fallzahlen gekommen. Die Zunahme hat sich zuletzt abgeflacht. Die Inzidenz der COVID-19-Fälle in der älteren Bevölkerung nimmt aktuell weiter zu. Die berichteten R-Werte lagen im Oktober stabil deutlich über 1. In den letzten Tagen unterlag der R-Wert leichten Schwankungen; aktuell liegt er um 1. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ca. eine weitere Person ansteckt. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen.

Am 11.11.2020 wurde die Tabelle auf der ersten Seite des Lageberichts angepasst. Ziel der Änderungen ist eine stärkere Fokussierung auf die aktuelle Lage. Deshalb werden die Veränderungen zum Vortag nun in den Vordergrund gestellt. Außerdem werden neben den Meldedaten auch die Daten aus anderen Surveillancesystemen sichtbarer dargestellt. Insbesondere die Daten zur Auslastung der Intensivstationen aus dem DIVI-Intensivregister haben in der aktuellen Situation eine große Bedeutung.

Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen. So werden z.B. wieder vermehrt COVID-19-bedingte Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet. Zusätzlich kommt es in zahlreichen Landkreisen zu einer zunehmend diffusen Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in die Bevölkerung, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln.

Aktuell nehmen die Erkrankungen unter älteren Menschen weiter zu. Da diese häufiger einen schweren Verlauf durch COVID-19 aufweisen, steigt ebenso die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen. Diese können vermieden werden, wenn wir mit Hilfe der Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verlangsamen. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z. B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden werden.

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19 finden Sie unter: www.rki.de/covid-19-faq, zu COVID-19 und Impfen siehe www.rki.de/covid-19-faq-impfen.

Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Änderungen gegenüber der Version vom 30.10.2020: Es wurde insbesondere
- im Kapitel 8 "Demografische Faktoren, [...]" der Abschnitt zu Schwangeren umgeschrieben;
- das Kapitel 17 "Immunität" komplett überarbeitet;
- sowie an verschiedenen Stellen editiert, gekürzt, und neue Referenzen hinzugefügt.

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Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die FAQ zu COVID-19 wurden überarbeitet und aktualisiert.

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Information zur Anerkennung von diagnostischen Tests auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland

Grundsätzlich gilt für Ein- bzw. Rückreisende aus dem Ausland, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, die Verpflichtung, sich unverzüglich nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben. Die Möglichkeit, die Quarantänepflicht durch ein negatives Testergebnis vorzeitig zu beenden, besteht künftig grundsätzlich erst nach fünf Tagen. Um das Gemeinwesen, das Familienleben und den Wirtschaftsverkehr aufrecht zu erhalten, sind jedoch bestimmte Personengruppen von der Pflicht zur Quarantäne bei Vorlage eines negativen Testergebnisses ausgenommen. Zur Frage, ob ggf. eine dieser Ausnahmeregelungen für Sie einschlägig ist, wenden Sie sich bitte an das Sie betreffende Bundesland.

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Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete auf unserer Internetseite.

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Risikobewertung zu COVID-19

Änderungen gegenüber der Version vom 26.10.2020: Anpassung im Bereich "Risikobewertung" ("Allgemein" sowie " Ressourcenbelastung des Gesundheitssystems")

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Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei Infektionen durch SARS-CoV-2

Änderung gegenüber der Version vom 19.10.2020: Ergänzung im Abschnitt "Empfohlenes Management von Kontaktpersonen der Kategorie I": Quarantäne für Haushaltsangehörige

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Orientierungshilfe Kontaktpersonenmanagement in der Herbst- und Wintersaison 2020/21

Das Dokument ist an Gesundheitsämter, die Fachöffentlichkeit sowie Betroffene gerichtet und wurde zum 13.11 aktualisiert.

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Testkriterien für die SARS-CoV-2 Diagnostik: Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021

Im Rahmen der Anpassung an die Herbst- und Wintersaison erscheint es geboten, die Testkriterien für SARS-CoV-2-Infektionen anzupassen, um eine Überlastung von Arztpraxen, Eltern, Betreuungseinrichtungen etc. zu verhindern. Änderung gegenüber der Version vom 9.11.2020: redaktionelle Anpassung in Abschnitt 1.

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CoViRiS - Studie zu Corona-Virus Risiko- und Schutzfaktoren

Mit der CoViRiS-Studie soll untersucht werden, in welchen Situationen das Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, erhöht ist und wie stark bestimmte Verhaltensweisen oder Umstände das Ansteckungsrisiko beeinflussen. Die Ergebnisse sollen die wissenschaftliche Datengrundlage für bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erweitern. Das Studienprotokoll, Informationen, wer an der Studie teilnehmen kann, sowie weitere Hintergrundinformationen sind auf der RKI-Internetseite abrufbar.

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JoHM S10/2020: Versorgung von chronisch Kranken in Deutschland – Herausforderungen in Zeiten der COVID-19-Pandemie

Im Rahmen der Beitragsreihe zu COVID-19 im Journal of Health Monitoring ist ein Special Issue zur Versorgung von chronisch Kranken in Deutschland erschienen. Mittels eines Scoping Reviews wird eine Bestandsaufnahme zu Veränderungen der Versorgungsangebote und der Inanspruchnahme sowie möglicher gesundheitlicher Folgen chronisch kranker Menschen in Deutschland zu Beginn der COVID-19-Pandemie vorgenommen.

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Selbst eingeschätzte medizinische Versorgung im Verlauf der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland: Ergebnisse der COSMO-Studie

Die im Epidemiologischen Bulletin 46/2020 veröffentlichte Analyse basiert auf Daten der Online-Befragungsstudie „COVID-19 Snapshot Monitoring“ (COSMO). Hierbei sollte die selbst eingeschätzte Versorgungssituation im Verlauf der Pandemie zu Beginn und vergleichend über 3 Monate später nach Lockerung der Maßnahmen erhoben werden. Dabei wurden auch Menschen mit chronischen Erkrankungen und im höheren Lebensalter betrachtet. Die COSMO-Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mehrheit der 18- bis 74-Jährigen die Versorgung mit notwendigen Medikamenten und die Möglichkeit für notwendige Arztbesuche als gewährleistet betrachtete. Dies galt für Personen aller Altersgruppen und auch für Personen, die das Vorliegen chronischer Erkrankungen angaben. Da jedoch insbesondere im April ein Teil der Befragten angab, dass notwendige Arzttermine nicht wahrgenommen werden konnten, erscheint es wichtig, im weiteren Pandemieverlauf mit aktuell wieder steigenden Infektionszahlen Analysen zu versorgungsrelevanten Fragestellungen fortzusetzen. Hierbei sollte auch die Bevölkerung ab 75 Jahren eingeschlossen und Unterschiede nach sozialen Ressourcen auf individueller und regionaler Ebene analysiert werden.

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Gesamt-Übersicht an Publikationen zu SARS-CoV-2 /COVID-19 mit RKI-Beteiligung

Eine Gesamt-Übersicht an Publikationen mit RKI-Beteiligung ist auf über folgenden Link erhältlich.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/covid-19-warnapp

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

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