RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

14. Oktober 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle informieren wir Sie über ausgewählte Neuigkeiten aus dem Bereich Infektionsschutz und speziell zu COVID-19. Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie unter www.rki.de/covid-19.

Aktuelle Informationen zu SARS-CoV-2/COVID-19

- Allgemeine aktuelle Einordnung –

Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau Ende August und Anfang September ist aktuell in mehreren Bundesländern ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung zu beobachten. Der Anteil der COVID-19 Fälle in der älteren Bevölkerung nimmt aktuell leicht zu, der Anteil der Fälle unter Reiserückkehrern nimmt seit Kalenderwoche 34 ab. Seit Ende September ist ein steigender Trend der über 1 liegenden R-Werte zu beobachten.

Bundesweit gibt es in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche, die mit unterschiedlichen Situationen in Zusammenhang stehen, u.a. größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen, oder auch, insbesondere bei Fällen unter jüngeren Personen, ausgehend von Reiserückkehrern. Die aktuelle Entwicklung muss weiter sorgfältig beobachtet werden. Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt kontinuierlich unter 1% und hat damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr, insbesondere im April, deutlich abgenommen (vgl. Lagebericht vom 06.10.2020). Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass sich das Virus verändert hat und weniger gefährlich geworden ist. Stattdessen gibt es für den niedrigeren Anteil an Verstorbenen verschiedene Gründe: Zum einen erkranken aktuell jüngere Menschen, die meist weniger schwer erkranken. Außerdem wird breiter getestet. Letzteres bedeutet, dass auch vermehrt mildere Fälle erkannt werden. Darüber hinaus wird bei ansteigenden Fallzahlen der Anteil schwerer Krankheitsverläufe erst nach einiger Zeit sichtbar, da die Krankengeschichte mit möglichem Tod meist sehr lang ist. Wenn sich wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, werden wieder mehr schwere Fälle und Todesfälle auftreten. Wir können weiterhin schwere Erkrankungen und Todesfälle vor allem vermeiden, indem wir die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verringern.

Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z.B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent –auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt. Menschenansammlungen –besonders in Innenräumen –sollten möglichst gemieden und Feiern auf den engsten Familien-und Freundeskreis beschränkt bleiben.

Aktuelle Lage/Situationsberichte können hier eingesehen werden. Im RKI Dashboard finden Sie aktuelle Zahlen für Ihre jeweiligen Landkreise/Gebiete.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu COVID-19 finden Sie unter: www.rki.de/covid-19-faq.

Die Pandemie in Deutschland in den nächsten Monaten - Ziele, Schwerpunktthemen und Instrumente für den Infektionsschutz: Strategie-Ergänzung

Das Papier gibt einen Überblick über Ziele, Schwer­punkt­themen und Instrumente für den Infektions­schutz. Ziel ist, die Aus­brei­tung von COVID-19 und damit ver­bundenes Leid und Todes­fälle zu ver­hindern, während das gesamt­gesell­schaft­liche Leben in Deutsch­land möglichst wenig be­ein­trächtigt wird. Maß­nahmen müssen ver­hältnis­mäßig, zeit­lich und örtlich be­grenzt sowie praktisch um­setz­bar sein. Die Pandemie­be­wältig­ung ist eine ge­samt­gesellschaft­liche Aufgabe – ent­scheidend ist, dass sich alle daran be­teiligen.

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Information zur Anerkennung von molekularbiologischen Testen auf SARS-CoV-2 bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland

Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer eine Pflicht zur Absonderung bestehen. Die aktuelle Liste der Risikogebiete ist auf folgender Webseite zu finden: www.rki.de/covid-19-risikogebiete.
Einreisende aus Risikogebieten können gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer von der Absonderungsverpflichtung ausgenommen sein, sofern sie durch ein ärztliches Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind (bzw. zum Zeitpunkt der Testung kein SARS-CoV-2 nachgewiesen werden konnte).
Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein.

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Information für Reisende in verschiedenen Sprachen

Reiseinformationen liegen aktuell in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch vor. Sie können als Poster oder Handzettel verwendet werden.

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Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Risikogebiete werden regelmäßig situationsabhängig angepasst. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete auf unserer Internetseite.

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Änderungen der Risikobewertung zu COVID-19

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein.
Änderungen gegenüber der Version vom 23.9.2020 erfolgten in den Bereichen „Risikobewertung“ und "Infektionsschutzmaßnahmen und Strategie".

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Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen

In den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen und für den öffentlichen Gesundheitsdienst ergaben sich gegenüber der Version vom 9.9.2020 folgende Änderungen: Abschnitt 3.1 Kernpunkte Basismaßnahmen für Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen: Ergänzung zum Erfordernis einer Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich des Arbeitsschutzes.

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STAKOB- Hinweise zur Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19

Der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz-und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) am Robert Koch-Institut hat die Hinweise zur Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19 aktualisiert. Es erfolgten Anpassungen der Kriterien zur klinischen Einteilung, Ergänzungen zur Antikoagulation, zur Anwendung von Remdesivir und Dexamethason, sowie Ergänzung der Hinweise zu Kindern.

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Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie

Die Empfehlungen des RKI zu Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie richten sich in erster Linie an alle für den Schulbetrieb und für Gesundheit und Hygiene an Schulen verantwortliche Personen. Die vorliegenden COVID-19-Empfehlungen beruhen zwar im Kern auf den bekannten Standardmaßnahmen zu Prävention und Management von respiratorisch übertragbaren Krankheiten in Schulen, aufgrund der sehr unterschiedlichen Bedingungen und Gegebenheiten ist jedoch eine Eins-zu-Eins Umsetzung nicht in jeder Situation ohne weiteres machbar. Schulen müssen die empfohlenen Maßnahmen an ihre Rahmenbedingungen anpassen, unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens, der räumlichen Situation, des Personals, der schulischen Demographie etc. Daher ist es notwendig, dass die Verantwortlichen der Einrichtungen gemeinsam mit den örtlichen Gesundheitsbehörden die erforderlichen Maßnahmen im Sinne der Empfehlungen flexibel und mit Augenmaß den gegebenen Umständen und Bedingungen vor Ort anpassen.

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SARS-CoV-2-Testkriterien für Schulen während der COVID-19-Pandemie

Die Empfehlungen richten sich in erster Linie an die für Schulen/Bildungseinrichtungen zuständigen Gesundheitsämter und an die Ärztinnen und Ärzte, welche Personen in diesen Einrichtungen und deren Umfeld betreuen. Darüber hinaus dienen Sie der Information und Orientierung für alle für den Schulbetrieb und für die Gesundheit und Hygiene an Schulen verantwortliche Personen.
Die vorliegenden Empfehlungen bilden eine Erweiterung für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unter Einfluss eines Anstiegs, sowohl an akuten Atemwegserkrankungen (ARE) als auch an COVID-19 Erkrankungen in den nächsten Wochen und Monaten, im Falle einer Verknappung der Testkapazitäten und hoher Belastung der ambulanten Versorgung. Vorzugweise gelten die Standardmaßnahmen zur Prävention und zum Management von respiratorisch übertragbaren Krankheiten auch in Schulen, das heißt, dass Personen mit Symptomen akuter Atemwegserkrankungen zu Hause bleiben und nicht am Gemeinschaftsunterricht teilnehmen sollen.

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Gesamt-Übersicht an Publikationen zu SARS-CoV-2 /COVID-19 mit RKI-Beteiligung

Eine Gesamt-Übersicht an Publikationen mit RKI-Beteiligung ist auf über folgenden Link erhältlich.

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SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)

Der Steckbrief zu COVID-19 beleuchtet wesentliche epidemiologische und Public Health-relevante Aspekte des SARS-CoV-2-Erregers. Er basiert auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur, inklusive der methodischen Bewertung der entsprechenden Quellen.

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BZgA YouTube Kanal „Corona Wissen kompakt“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantwortet in der Videoreihe "Corona Wissen kompakt" Fragen rund um das Thema SARS-CoV-2.

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Am 15. Oktober ist Welthändewaschtag

Dass Händewaschen wichtig ist – und in Corona-Zeiten nochmal einmal ganz besonders – darauf weist die BZgA mit ihren neuen Motiven der Plakatkampagne „Wo waren Deine Hände heute?“ hin.

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Weitere Informationen zu Themen des Infektionsschutzes finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/infektionsschutz

Weitere Informationen zu COVID-19 finden Sie auf unseren Internetseiten: www.rki.de/covid-19, sowie auf der Seite der BZgA www.infektionsschutz.de/coronavirus und des BMG www.zusammengegencorona.de.

Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App! Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie. Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Beteiligung! www.rki.de/covid-19-warnapp

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr RKI

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Robert Koch-Institut, Abt. für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 Berlin

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