19. Mai 2017

RKI-Newsletter zu aktuellen Infektionsschutzthemen

Sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle informieren wir Sie über Neuigkeiten zu aktuellen Infektionsschutzthemen des Robert Koch-Instituts.

VacMap: Interaktive Online-Karte zum Impfquoten-Monitoring in Deutschland

VacMap-Schmuckbild

VacMap ist eine interaktive Visualisierung des Impfstatus in Deutschland und vermittelt ein qualitatives, quantitatives und regional aufgelöstes Gesamtbild der Impfquoten. Am Beispiel der Masern-Impfung wurde ein Werkzeug entwickelt, das Impfquoten jahrgangs- und altersgruppenübergreifend auf einer interaktiven Karte darstellt. VacMap nutzt als Grundlage Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die dem Robert Koch-Institut im Rahmen des Projektes "KV-Impfsurveillance" zur Verfügung gestellt werden. Die KV-Impfsurveillance wird seit 2004 vom Robert Koch-Institut koordiniert und gemeinschaftlich mit allen KVen durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.vacmap.de
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/01_17.pdf?__blob=publicationFile
www.rki.de/kv-impfsurveillance

Epidemiologie der Masern in Deutschland 2017

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Masernviren. Quelle: Hans R. Gelderblom, Freya Kaulbars. Kolorierung: Andrea Schnartendorff/RKI

Die Masern-Impfung erfolgt häufig zu spät. Aber auch die großen Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen tragen entscheidend dazu bei, dass eingetragene Masernviren immer wieder zu vielen Krankheitsfällen führen können. Im laufenden Jahr wurden mit 583 Fällen (bis einschließlich 17. Kalenderwoche) bereits mehr Masern-Erkrankungen als im Jahr 2016 (325 Fälle) registriert. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt daher die Masern-Impfung allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden. Die aktuelle Masern-Situation wird im Epidemiologischen Bulletin 16/2017 dargestellt (mit Stand 31. März 2017).

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/16_17.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html

Impfquoten bei der Schuleingangsuntersuchung in Deutschland 2015

Impfausweis

Seit dem Jahr 2001 werden auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Daten zum Impfstatus der Bevölkerung in allen Bundesländern regelmäßig für die Schulanfänger erhoben und an das Robert Koch-Institut übermittelt. Damit bildet diese Erhebung die einzige dauerhafte, gesetzlich festgelegte systematische Quelle von bundesweiten Impfdaten. Im Epidemiologischen Bulletin 16/2017 sind die Impfquoten der Schulanfänger für 2015 veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/16_17.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Impfstatus/impfstatus_node.html
http://www.rki.de/impfen

FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2017)

Zecke an einem trockenen Grashalm. © G. Hendrickx / Avia-GIS

Das Robert Koch-Institut hat im Epidemiologischen Bulletin 17/2017 die neue Karte der Frühsommer-Meningoenzephalitis- (FSME-) Risikogebiete veröffentlicht. In Deutschland besteht weiterhin ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen (LK Marburg-Biedenkopf), im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis), in Rheinland-Pfalz (LK Birkenfeld) und seit 2014 mit dem LK Vogtlandkreis auch in Sachsen. Wie im Vorjahr sind 146 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert.
Die STIKO empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten Kontakt zu Zecken haben könnten. Nach einem Anstieg der Impfquoten in diesen Gebieten bis ca. 2009/2010 stagnieren sie in den letzten Jahren oder nehmen sogar ab. Ein hoher Anteil der auftretenden FSME-Erkrankungen könnte durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten mit besonders hoher FSME-Inzidenz verhindert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html

Händehygiene first!

Arzt beim Händedesinfizieren. © TommL/iStockphoto.com

Die Händehygiene des medizinischen Personals und insbesondere die hygienische Händedesinfektion haben eine herausragende Bedeutung für die Infektionsprävention. Die Händedesinfektion kann aber auch von Patienten und Besuchern selbst durchgeführt werden. Anlässlich des internationalen Tags der Händehygiene am 5. Mai geht es im Epidemiologischen Bulletin 18/19 2017 daher um Möglichkeiten, Patienten und ihre Angehörigen in die Händehygiene einzubeziehen. Weitere Themen sind die langfristige Verbesserung der Händehygiene-Compliance und der neue Wirkbereich "begrenzt viruzid PLUS" für Händedesinfektionsmittel. Das Editorial gibt zudem einen Überblick über Informationsmaterialien für Personal und Patienten, u.a. die neue Musterpräsentation des Robert Koch-Institut zur Händehygiene.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/18-19_17.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/Ergaenzende_Informationen/Muster_Haendehygiene.html
http://www.rki.de/haendehygiene
http://www.aktion-sauberehaende.de/ash/aktionstag-2017/
http://www.who.int/gpsc/5may/en/index.html

Zoonotische Tuberkulose

Mycobacterium tuberculosis. Scanning electron microscopy. Bar = 1 µm. Colouring: Andrea Schnartendorff/RKI

Die Rindertuberkulose wird in Europa durch Mycobacterium (M.) bovis und M. caprae verursacht. Diese Erreger können auch auf Menschen übertragen werden, dem Robert Koch-Institut werden jedes Jahr mehrere Dutzend solcher Erkrankungen übermittelt. Umgekehrt können Menschen die humane Tuberkulose (M. tuberculosis) auf Rinder übertragen. Im Epidemiologischen Bulletin 20/2017 widmen sich 2 Beiträge dem Thema zoonotische Tuberkulose.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/20_17.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/tuberkulose
https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-molekulare-pathogenese-imp/referenzlabore/nrl-fuer-tuberkulose/

DEMIS – Deutsches Elektronisches Meldesystem für den Infektionsschutz

DEMIS-Schmuckbild

DEMIS soll die Meldung von Infektionskrankheiten für Ärzte und Labore erleichtern. Das Robert Koch-Institut hat einen Flyer mit Informationen zu DEMIS erstellt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfSG/DEMIS/Flyer.pdf?__blob=publicationFile
http://www.rki.de/demis