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Allgemeine Fragen

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. In den vergangenen Wochen sind die Fallzahlen wieder sehr deutlich angestiegen. Noch steht kein Impfstoff zur Verfügung.

Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht und andere Menschen warnt. Sie hilft, mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören u.a. das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots, das Lüften von geschlossenen Räumen sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben.

Stand: 20.11.2020

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufälligen Geräteschlüssel (oder Tagesschlüssel) werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel oder Tagesschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Wird eine Nutzerin oder ein Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sich diese dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden regelmäßig die auf dem Corona-Warn-App-Server veröffentlichten sogenannten Positivkennungen herunter und übergeben sie gesammelt über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob empfangene und aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person passen.

Gibt es eine Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer per Mitteilung über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

Eine genaue Anleitung finden Sie im folgenden Schaubild: So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Stand: 20.11.2020

Mögliches Infektionsrisiko – Wie die Corona-Warn-App informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzerinnen und Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeigen in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Ab welchem Alter die Corona-Warn-App freigegeben ist

Die App richtet sich an Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Selbstverständlich bleibt es Sorgeberechtigten unbenommen, die Nutzung der App auch Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zu erlauben.

Welche Altersbeschränkungen im Apple App Store und im Google Play Store gelten, legen hingegen ausschließlich die jeweiligen Unternehmen anhand verschiedener Kriterien fest. Daher liegt die Altersbeschränkung im Apple App-Store bei „12+“ und beim PlayStore bei 0+.

Stand: 19.10.2020

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse oder Name) angeben.

Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Dies garantiert ein Höchstmaß an Datenschutz.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben, eine Risikoabschätzung für die anderen Nutzerinnen und Nutzer der App vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die eine Nutzerin oder ein Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden, erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 20.11.2020

Wie und wo die Corona-Warn-App heruntergeladen werden kann

Die Corona-Warn-App ist kostenlos zum Download im Apple App-Store und Google Play-Store in Deutschland und verschiedenen anderen Ländern verfügbar.

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App-Stores außerhalb Deutschlands ist aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich, bei der das Recht des entsprechenden Landes berücksichtigt werden muss. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App veranlasst diese Einzelfallprüfung und macht die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Schweden
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Vereinigtes Königreich
  • Zypern

Die Veröffentlichung in weiteren Ländern wird geprüft. Das Robert Koch-Institut bittet um Verständnis, dass es während des laufenden Überprüfungsprozesses zu konkreten Ländern und dem Status der Freigabe keine Auskunft erteilen kann.

Stand: 20.11.2020

Mit welchen Warn-Apps aus europäischen Ländern die Corona-Warn-App Daten austauscht

Die Ausbreitung von SARS-CoV-2 macht nicht vor Landesgrenzen Halt. Deswegen wurden gemeinsam mit der EU-Kommission die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Corona-Warn-App über nationale Grenzen hinaus funktioniert. Dazu wurde mit der Version 1.5 der Corona-Warn-App eine Infrastruktur für einen sicheren Informationsaustausch entwickelt, der europäische Gateway-Server. Dieser ermöglicht den Datenabgleich über Landesgrenzen. Die Risikoberechnung erfolgt weiterhin lokal auf dem Smartphone der Nutzerin/des Nutzers.

Die Infrastruktur ermöglicht es, dass nationale Warn-Apps, die auf dem datensparsamen, dezentralen Ansatz basieren, miteinander Daten austauschen. Seit dem Start Mitte Oktober 2020 sind neben Deutschland auch die Apps folgender Länder an den Gateway-Server angebunden.

  • Italien
  • Irland
  • Kroatien
  • Dänemark
  • Lettland
  • Spanien
  • Polen

Weitere europäische Länder sollen folgen.

Stand: 24.11.2020

Wo die rechtlichen Hinweise in deutscher Sprache zu finden sind

Eine Übersetzung der rechtlichen Hinweise, die in der Corona-Warn-App in englischer Sprache zur Verfügung gestellt wird, finden Sie hier:

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_iOS.pdf

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_Android.pdf

Bitte beachten Sie: Rechtlich bindend ist nur die englische Version.

Stand: 17.08.2020

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