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Allgemeine Fragen

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. In den letzten Wochen sind die Fallzahlen wieder angestiegen. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden. Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Sie hilft mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter und kann auch einen Beitrag zur Steuerung der Testkapazitäten für SARS-CoV-2 leisten.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Stand: 21.10.2020

Wie die Nutzung der Corona-Warn-App bei der Eindämmung der Pandemie hilft

Wenn Menschen schnell über eine mögliche Infektion informiert werden, können sie schnell reagieren und sich und andere schützen. Die App hilft also, die eigene Familie, Freunde und das gesamte Umfeld zu schützen.

Bisher ermittelten die Gesundheitsämter mit den Informationen über Corona-positiv getesteter Personen die Menschen, die mit ihnen in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers nachzuverfolgen und einzudämmen. Die Corona-Warn-App ist dafür ein wichtiger Beitrag. Sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt aufzuzeigen, weil sie Personen schneller als bei der klassischen Nachverfolgung identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Sie hilft zudem, den zeitlichen Verzug zwischen Positivtest einer Person und Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Die Corona-Warn-App kann außerdem Begegnungen mit Unbekannten im öffentlichen Raum, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen im Supermarkt, erfassen, was bislang nicht möglich war.

Stand: 14.07.2020

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben, und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufällige Geräteschlüssel (oder Tagesschlüssel) werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel oder Tagesschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Werden Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sie sich dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel des positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Nutzers auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden mehrfach täglich vom Corona-Warn-App-Server die dort veröffentlichten sogenannten Positivkennungen herunter und übergeben sie gesammelt über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob empfangene und aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode des positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Nutzers passen.

Im Falle einer Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer per Mitteilung über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Funktionsweise der App ist in diesem Erklärfilm dargestellt.

Stand: 09.09.2020

Ab welchem Alter die Corona-Warn-App freigegeben ist

Die App richtet sich an Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Selbstverständlich bleibt es Sorgeberechtigten unbenommen, die Nutzung der App auch Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zu erlauben.

Welche Altersbeschränkungen im Apple App Store und im Google Play Store gelten, legen hingegen ausschließlich die jeweiligen Unternehmen anhand verschiedener Kriterien fest. Daher liegt die Altersbeschränkung im Apple App-Store bei „12+“ und beim PlayStore bei 0+.

Stand: 19.10.2020

Wie die Corona-Warn-App über ein mögliches Infektionsrisiko informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeige "erhöhtes Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Statusanzeige "niedriges Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse und Name) angeben.

Die dezentrale Datenspeicherung auf den Geräten selbst sowie die vollumfängliche Pseudonymisierung garantieren ein Höchstmaß an Datenschutz. Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben eine Risikoabschätzung für die App-Nutzenden vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die einen Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 16.06.2020

Wo die Corona-Warn-App verfügbar ist

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb von Deutschland ist im Moment aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich. Bei einer Veröffentlichung in internationalen App Stores ist das Recht des entsprechenden Landes zu berücksichtigen und auf die Corona-Warn-App anzuwenden. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App wird diese Einzelfallprüfung veranlassen und die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar machen.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  •     Belgien
  •     Bulgarien
  •     Dänemark
  •     Finnland
  •     Frankreich
  •     Griechenland
  •     Irland
  •     Island
  •     Italien
  •     Kroatien
  •     Lettland
  •     Litauen
  •     Luxemburg
  •     Malta
  •     Niederlande
  •     Norwegen
  •     Österreich
  •     Polen
  •     Portugal
  •     Rumänien
  •     Schweiz
  •     Slowakei
  •     Slowenien
  •     Spanien
  •     Schweden
  •     Tschechische Republik
  •     Ungarn
  •     Vereinigtes Königreich
  •     Zypern

Weitere Länder werden im Moment geprüft und schrittweise in den App Stores freigegeben. Das Robert Koch-Institut bittet um Verständnis, dass es während des laufenden Überprüfungsprozesses zu konkreten Ländern und dem Status ihrer Freigabe keine Auskunft erteilen kann.

Stand: 06.07.2020

Mit welchen Warn-Apps aus europäischen Ländern die deutsche Corona-Warn-App nun Daten austauscht

Gemeinsam mit der EU-Kommission wurde mit der Version 1.5 der Corona-Warn-App eine Infrastruktur für einen sicheren Informationsaustausch entwickelt, die als sog. "Interoperability Gateway" bezeichnet wird. Dieses Gateway ermöglicht, dass die Corona-Warn-App über Landesgrenzen hinaus funktioniert und auch im Ausland potentielle Warnmeldungen empfangen werden können. Zuerst wurde die italienische und irische App über den europäischen Gateway-Server angebunden.

Stand: 21.10.2020

Wo finde ich die rechtlichen Hinweise für die CWA in deutscher Sprache?

Eine Übersetzung der rechtlichen Hinweise, die in der CWA in englischer Sprache zur Verfügung gestellt wird, finden Sie hier:

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_iOS.pdf

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_Android.pdf

Bitte beachten Sie: Rechtlich bindend ist nur die englische Version.

Stand: 17.08.2020

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