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Allgemeine Fragen (25.3.2021)

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. Nach wie vor ist eine hohe Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten, siehe tägliche Situationsberichte (www.rki.de/covid-19-situationsbericht). Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht und andere Menschen warnt. Sie hilft, mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören u.a. das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots, das Lüften von geschlossenen Räumen sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben.

Stand: 18.01.2021

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufälligen Geräteschlüssel werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Wird eine Nutzerin oder ein Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sich diese dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden regelmäßig die auf dem Corona-Warn-App-Server veröffentlichten herunter und übergeben sie über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person passen.

Gibt es eine Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

Eine genaue Anleitung finden Sie im folgenden Schaubild: So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Stand: 08.02.2021

Mögliches Infektionsrisiko – Wie die Corona-Warn-App informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzerinnen und Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeigen in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Was die wichtigsten Funktionen der Corona-Warn-App sind

Seit ihrer Veröffentlichung wird die Corona-Warn-App kontinuierlich weiterentwickelt. Zu ihren wichtigsten Funktionen gehören die folgenden:

  • die Risikoermittlung durch den Austausch von Zufallscodes zwischen Smartphones, die die App aktiviert haben,
  • die individuelle Risikoberechnung auf den Smartphones der Nutzenden,
  • die automatische Übermittlung von Testergebnissen danke des Aufbaus einer technischen Infrastruktur für die Labore,
  • der Datenaustausch mit anderen dezentralen Contact-Tracing-Apps in der EU, mit Hilfe derer auch grenzüberschreitend die Information zu Risikobegegnungen funktioniert,
  • die freiwillige Dokumentation und Möglichkeit zum Teilen von Symptomen bei einem positiven Testergebnis, um die Infektiösität zum Zeitpunkt vorangegangener Kontakte präziser einschätzen zu können,
  • das freiwillige Kontakttagebuch, mit Hilfe dessen Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren können, wen sie wo getroffen haben,
  • die Erinnerungsfunktion für positiv getestete Personen, um diese dazu zu motivieren, ihr Testergebnis in der App zu teilen.
  • das Dashboard mit ausgewählten Kennzahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland.

Stand: 08.02.2021

Ab welchem Alter die Corona-Warn-App freigegeben ist

Die App richtet sich an Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Selbstverständlich bleibt es Sorgeberechtigten unbenommen, auch Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zu erlauben, die App zu nutzen.

Welche Altersbeschränkungen im Apple App Store und im Google Play Store gelten, legen ausschließlich beide Unternehmen anhand verschiedener Kriterien fest. Daher liegt die Altersbeschränkung im Apple App-Store bei „12+“ und beim PlayStore bei 0+.

Stand: 08.02.2021

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse oder Name) angeben.

Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Dies garantiert ein Höchstmaß an Datenschutz.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben, eine Risikoabschätzung für die anderen Nutzerinnen und Nutzer der App vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die eine Nutzerin oder ein Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden, erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 08.02.2021

Wie und wo die Corona-Warn-App heruntergeladen werden kann

Die Corona-Warn-App ist kostenlos zum Download im Apple App Store und Google Play Store in Deutschland und verschiedenen anderen Ländern verfügbar.

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb Deutschlands ist aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App veranlasst diese Einzelfallprüfung und macht die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Schweden
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Vereinigtes Königreich
  • Zypern

Stand: 08.02.2021

Mit welchen Warn-Apps aus europäischen Ländern die Corona-Warn-App Daten austauscht

Gemeinsam mit der EU-Kommission wurde eine Infra­struktur für einen sicheren Informations­aus­tausch entwickelt, die als sog. "Inter­operability Gateway" be­zeichnet wird. Dieses Gateway er­mög­licht es, dass nationale Warn-Apps, die auf dem daten­sparsamen, de­zen­tralen Ansatz basieren, mit­einander Daten aus­tauschen.

Aktuell sind neben Deutschland auch die Apps folgender Länder an den Gateway-Server angebunden:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Irland
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Schweiz
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Zypern

Dieses Vorhaben wurde mit Mitteln der Europäischen Kommission gefördert.
Detaillierte Informationen zum Gateway bietet die EU-Kommission unter Coronavirus: EU-Datenabgleichsdienst für Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps – Fragen und Antworten.

Damit auch Warnungen zwischen Nutzern der Schweizer Corona-App und der Corona-Warn-App möglich sind, betreibt das RKI zudem gemeinsam mit der Schweiz (Bundesamt für Gesundheit der Schweizerischen Eidgenossenschaft) einen weiteren Austausch-Server.

Um weitere Informationen in der App zu sehen, klicken Sie

  1. 'RISIKO-ERMITTLUNG AKTIV (bzw. GESTOPPT) an'
  2. Dann auf 'Länderübergreifende Risiko Ermittlung' klicken.
  3. Scrollen Sie nach unten zu der Liste der Länder.

Stand: 25.03.2021

Wo die rechtlichen Hinweise in deutscher Sprache zu finden sind

Eine Übersetzung der rechtlichen Hinweise, die in der Corona-Warn-App in englischer Sprache zur Verfügung gestellt wird, finden Sie hier:

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_iOS.pdf

https://www.coronawarn.app/assets/documents/DE_30-06-20_LegalNotice_Android.pdf

Bitte beachten Sie: Rechtlich bindend ist nur die englische Version.

Stand: 17.08.2020

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