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Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Corona-Warn-App (4.8.2020)

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch nicht überstanden. Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden. Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Sie hilft mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter und kann auch einen Beitrag zur Steuerung der Testkapazitäten für SARS-CoV-2 leisten.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Stand: 16.06.2020

Wie die Nutzung der Corona-Warn-App bei der Eindämmung der Pandemie hilft

Wenn Menschen schnell über eine mögliche Infektion informiert werden, können sie schnell reagieren und sich und andere schützen. Die App hilft also, die eigene Familie, Freunde und das gesamte Umfeld zu schützen.

Bisher ermittelten die Gesundheitsämter mit den Informationen über Corona-positiv getesteter Personen die Menschen, die mit ihnen in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers nachzuverfolgen und einzudämmen. Die Corona-Warn-App ist dafür ein wichtiger Beitrag. Sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt aufzuzeigen, weil sie Personen schneller als bei der klassischen Nachverfolgung identifiziert und benachrichtigt, die eine epidemiologisch relevante Begegnung mit einer Corona-positiven Person hatten. Sie hilft zudem, den zeitlichen Verzug zwischen Positivtest einer Person und Ermittlung und Information ihrer Kontakte zu reduzieren. Die Corona-Warn-App kann außerdem Begegnungen mit Unbekannten im öffentlichen Raum, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen im Supermarkt, erfassen, was bislang nicht möglich war.

Stand: 14.07.2020

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben, und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufällige Geräteschlüssel (oder Tagesschlüssel) werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel oder Tagesschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Werden Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sie sich dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel des positiv getesteten Nutzers auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden mehrfach täglich vom Corona-Warn-App-Server die dort veröffentlichten sogenannten Positivkennungen herunter und übergeben sie gesammelt über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob empfangene und aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode des positiv getesteten Nutzers passen.

Im Falle einer Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer per Mitteilung über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 23.07.2020

Wie die Corona-Warn-App über ein mögliches Infektionsrisiko informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeige "erhöhtes Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Statusanzeige "niedriges Risiko" in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Wie die Risikofaktoren errechnet werden

Während der Entwicklung der App hat das Robert Koch-Institut seine wissenschaftliche Expertise dazu eingebracht, wie Begegnungen, bei denen das Risiko einer Ansteckung bestand, über die App kategorisiert werden und welche Maßnahmen den Nutzern der App für den Fall geraten werden, dass sie eine Begegnung mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten.

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risikobegegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Die Risikobewertung in der App erfolgt auf Basis eines komplexen Modells, in dessen Entwicklung verschiedene Faktoren eingeflossen sind.

Das Übertragungsrisiko wird dabei in einem vierstufigen Verfahren bewertet. Dazu gehören die Auswertung, wie lange es her ist, dass die Nutzerin oder der Nutzer eine Corona-positive Person getroffen hat, wie lang der Kontakt bestanden hat, wie nah sich die Personen gekommen sind und welches Übertragungsrisiko bei der Corona-positiven Person bestand. Das Ergebnis ist ein Risikopunktestand (Risk Score), der der Nutzerin oder dem Nutzer als Mitteilung angezeigt wird. Überschreitet dieser „Risk Score“ einen definierten Schwellenwert, bekommt der Nutzer automatisch eine Warnung auf seinen Bildschirm angezeigt.

Stand: 14.07.2020

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse und Name) angeben.

Die dezentrale Datenspeicherung auf den Geräten selbst sowie die vollumfängliche Pseudonymisierung garantieren ein Höchstmaß an Datenschutz. Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben eine Risikoabschätzung für die App-Nutzenden vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die einen Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 16.06.2020

Wo die Corona-Warn-App verfügbar ist

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb von Deutschland ist im Moment aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich. Bei einer Veröffentlichung in internationalen App Stores ist das Recht des entsprechenden Landes zu berücksichtigen und auf die Corona-Warn-App anzuwenden. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App wird diese Einzelfallprüfung veranlassen und die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar machen.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  •     Belgien
  •     Bulgarien
  •     Dänemark
  •     Finnland
  •     Frankreich
  •     Griechenland
  •     Irland
  •     Island
  •     Italien
  •     Kroatien
  •     Lettland
  •     Litauen
  •     Luxemburg
  •     Malta
  •     Niederlande
  •     Norwegen
  •     Österreich
  •     Polen
  •     Portugal
  •     Rumänien
  •     Schweiz
  •     Slowakei
  •     Slowenien
  •     Spanien
  •     Schweden
  •     Tschechische Republik
  •     Ungarn
  •     Vereinigtes Königreich
  •     Zypern

Weitere Länder werden im Moment geprüft und schrittweise in den App Stores freigegeben. Das Robert Koch-Institut bittet um Verständnis, dass es während des laufenden Überprüfungsprozesses zu konkreten Ländern und dem Status ihrer Freigabe keine Auskunft erteilen kann.

Stand: 06.07.2020

Wie man mit der Corona-Warn-App im (europäischen) Ausland umgeht

Die Corona-Warn-App richtet sich sowohl an diejenigen, die dauerhaft in Deutschland leben als auch diejenigen, die sich temporär z.B. als Berufspendler oder Touristen hier aufhalten. Für die Pendlerinnen und Pendler sowie Touristen, die nach Deutschland reisen, wurde die App auch auf ausländischen App-Stores zur Verfügung gestellt.

Die App funktioniert aber auch im europäischen Ausland und kann dort bereits Nutzerinnen und Nutzern der deutschen App Risikobenachrichtigungen anzeigen. In den Regioneneinstellungen des Smartphones muss bei einer Auslandsreise nichts geändert werden. Wichtiger Hinweis: Die daran angeschlossenen Funktionen wie die automatische Benachrichtigung über ein Testergebnis via QR-Code sind auf die Anforderungen des deutschen Gesundheitssystems abgestimmt. Wenn eine Nutzerin/ein Nutzer aus dem Ausland einen Test macht, der in einem deutschen Labor analysiert ist, ist es möglich, dass sie/er das Ergebnis auch über die App automatisch mitgeteilt bekommt.

Zusätzlich kann jeweils nur eine Warn-App aufgrund der API Schnittstelle von Google/Apple aktiv sein. Daher sollte im Einzelfall entschieden werden, welche App in dem Moment den größeren Nutzen hat. Um die Interoperabilität der Anwendungen zu gewährleisten ist es notwendig, dass die Apps über die gleichen Standards verfügen.

Bezüglich der Interoperabilität der Warn-Apps in Europa: Der für die grenzüberschreitende Nutzung der Corona-Warn-App erforderliche europäische Gateway-Server wird nach Planungen der EU-Kommission derzeit aufgebaut, sodass entsprechende Warnungen auch grenzüberschreitend zwischen den verschiedenen nationalen Corona-Warn-Apps ausgetauscht werden können. Dazu wurden die technischen Spezifikationen unter den EU-Nutzerstaaten abgestimmt und bereits eine europäische Rechtsanpassung vorgenommen.

Stand: 04.08.2020

Wie die Anbindung der Labore in die App erfolgt

Die Grundidee ist, dass Labore ein positives Testergebnis auch direkt an die jeweilige/n Nutzer/in senden können sollen, um diese schneller zu informieren und so das Risiko zu reduzieren, weitere Menschen anzustecken.

Diese Anbindung der Labore hat zwei Aspekte: Erstens müssen die Labore technisch an die Infrastruktur der Corona-Warn-App angeschlossen sein, damit die Ergebnisse in der App übermittelt werden können. Dafür gibt es eine entsprechende Registrierungshotline für Labore. Zweitens werden die QR-Codes benötigt, mit Hilfe derer die Nutzerinnen und Nutzer ihren Test in der App registrieren können. Diese QR-Codes sind Teil eines Formulars der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das jetzt zur Verfügung gestellt wurde.

Zum Start der App waren rund 15 Prozent der aktuell verfügbaren Testkapazitäten technisch an die App angebunden. Die Anbindung an die Infrastruktur der Corona-Warn-App erfolgt über einen Zugang, damit die Labore positive Testergebnisse direkt auch über die App an die Nutzerin/den Nutzer senden können. Die bestehenden Meldewege, entsprechend des Infektionsschutzgesetzes, bleiben davon unberührt.

Für die Meldung Labor - App - Nutzer ist ein QR-Code mit einem einzigartigen Identifizierungsmerkmal (GUID) notwendig. Die Laborüberweisung mit QR-Code, dem GUID und einem Einwilligungsfeld wurde jetzt von der KBV entwickelt.

Stand: 14.07.2020

Wie die Corona-Warn-App weiterentwickelt wird

Die Corona-Warn-App wird auch nach ihrer Veröffentlichung kontinuierlich weiterentwickelt, damit sie noch zielgenauer dabei unterstützen kann, Infektionsketten zu unterbrechen. Eine Stellschraube ist die Verbesserung der technischen Messparameter, d.h.  - wie präzise die App relevante Begegnungen erfasst? Eine anderer Faktor sind z.B. Informationen zu Symptomen: Wenn klar ist, ob beziehungsweise ab wann eine Corona-positive Person Symptome von COVID-19 zeigte, kann das Infektionsrisiko besser bestimmt und andere Nutzer zielgenauer benachrichtigt werden?

Um den Nutzen der Corona-Warn-App und anderer Maßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen, bedarf es einer begleitenden Evaluation. Die Erkenntnisse aus dieser Evaluation der App wird auch für zukünftige Ereignisse und die Entwicklung von technischen Lösungen für andere bestehende Gesundheitsproblematiken benötigt. Für die wissenschaftliche Evaluation der App und die Bewertung des Nutzens ist das RKI hauptverantwortlich. Um einen wissenschaftlichen Diskurs zu ermöglichen, sollen hier auch andere wissenschaftliche Institutionen beteiligt werden. Die Möglichkeit der Evaluation wird erst in einer der nachfolgenden Ausbaustufen der App verfügbar sein. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dann die Möglichkeit, sich freiwillig an der wissenschaftlichen Evaluation der App und den damit verbundenen Forschungsfragen zur COVID-19-Situation in Deutschland zu beteiligen.

Stand: 14.07.2020

Wie viele Personen bereits über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden

Es gibt keine Daten dazu, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden, da die App auf einem dezentralen Ansatz basiert.

Alle Daten der Nutzerinnen und Nutzer werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Weder das Robert Koch-Institut als Herausgeber, noch Dritte haben Zugriff auf diese Daten.

Wird eine Person, die die App nutzt, positiv auf das Coronavirus getestet, kann sie freiwillig andere Nutzerinnen/Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes der infizierten Person allen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen.

Wenn Sie die App installiert haben, prüft die App dann ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Ist die Prüfung positiv, zeigt die App Ihnen – und nur Ihnen – eine Risiko-Benachrichtigung („erhöhtes Risiko“) an.

Da die Prüfung lokal auf den Smartphones der Nutzerinnen und Nutzer erfolgt, ist es nicht möglich zu sagen, wie viele Personen eine Risiko-Benachrichtigung erhalten haben.

Stand: 14.07.2020

Wie soll die Corona-Warn-App vom Personal von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung bzw. vom Personal bei Tätigkeiten wie Krankentransporte verwendet werden?

1. Behandlung von positiv getesteten Patientinnen und Patienten mit adäquater Schutzausrüstung* (vorherige Verifizierung über die Corona-Warn-App)

Bei der Arbeit mit Personen, die sich bereits über die Corona-Warn-App als positiver Fall verifiziert haben lassen, werde keine weiteren Codes durch die App ausgetauscht und damit keine neuen Warnmeldungen generiert. Ein erhöhtes Risiko wird ausschließlich für Begegnungen für die letzten 14 Tage vor der Verifikation ausgesprochen. Danach wird die Austauschfunktion der Codes über die App des verifizierten Falls deaktiviert. Demnach wird bei der Arbeit mit verifizierten positiven Fällen dem Personal kein erhöhtes Risiko angezeigt werden und die App kann weiterhin mit vollständigen Funktionen genutzt werden.
(Z.B. Arbeit auf einer Station mit bestätigten COVID-19 Fällen) 

*Bei der direkten Versorgung von Patienten und Patientinnen mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19 müssen gemäß den Arbeitsschutzvorgaben mindestens FFP2-Masken getragen werden.

2. Behandlung von positiv getesteten Patientinnen und Patienten ohne adäquate Schutzausrüstung* (nachträgliche Verifizierung über die Corona-Warn-App)

Bei der Arbeit mit Personen, die sich nachträglich über die Corona-Warn-App als positiver Fall verifizieren lassen, werden bis zum dem Zeitpunkt der Verifikationen 14-Tage rückwirkend Warnmeldungen für Kontaktpersonen generiert. Demnach wird bei der Arbeit mit positiven Fällen, die sich nachträglich verifizieren lassen, dem Personal eine Risiko-Begegnung und evtl. auch ein erhöhtes Risiko angezeigt werden. Da die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte nicht möglich ist, ist anzuraten in diesem Fall die Bluetooth-Funktion bei der Behandlung von positiven getesteten Personen zu deaktivieren, da andersfall eine Warnmeldung mit erhöhtem Risiko die Folge ist. Die Warnmeldung kann nachträglich nicht deaktiviert werden und kann nicht von einer anderen Begegnung ohne PSA differenziert werden.
(Z.B. Arbeit auf einer Station mit Verdachtsfällen für COVID-19)

*Bei der direkten Versorgung von Patienten und Patientinnen mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19 müssen gemäß den Arbeitsschutzvorgaben mindestens FFP2-Masken getragen werden.

3. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen mit adäquater Schutzausrüstung*

Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus mit adäquater Schutzausrüstung, ist anzuraten die Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ansonsten ein erhöhtes Risiko angezeigt werden. Da wie in 2. aufgeführt, im Nachhinein keine Deaktivierung der Warnmeldung möglich ist und eine Unterscheidung zwischen Kontakt mit Personen mit bzw. ohne PSA nicht mehr differenziert werden kann, sollte die App nicht genutzt werden. Nur so können wahre erhöhte Risikomeldungen gezielt durch die App gesendet werden.
(Z.B. Arbeit auf einer Station mit Verdachtsfällen für COVID-19)

*Bei der Versorgung von Patienten und Patientinnen, die kein wahrscheinlicher oder bestätigter Fall sind, stellt ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz eine adäquate Schutzausrüstung dar, soweit keine aerosolgenerierenden Tätigkeiten ausgeführt werden.

4. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen ohne adäquate Schutzausrüstung*

Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus ohne adäquate Schutzausrüstung, kann die App ohne Funktionseinschränkung genutzt werden. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ein erhöhtes Risiko angezeigt. Diese Warnmeldung ist dann als ein adäquates Risikomitteilung zu interpretieren. 

*Bei der Versorgung von Patienten und Patientinnen, die kein wahrscheinlicher oder bestätigter Fall sind, stellt ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz eine adäquate Schutzausrüstung dar, soweit keine aerosolgenerierenden Tätigkeiten ausgeführt werden.

Stand: 17.07.2020

Warum die Corona-Warn-App seit dem Update auf iOS 13.6 nicht mehr funktioniert

Nach dem Update auf die aktuelle iOS-Version 13.6 wird uns vereinzelt das Problem gemeldet, dass die Risiko-Ermittlung nicht mehr eingeschalten werden kann, weil „die aktuelle Region nicht unterstützt wird“.

Das Problem haben wir umgehend an Apple adressiert. Das Unternehmen versicherte uns, dass mit Hochdruck an der Beseitigung des Fehlers des Betriebssystems gearbeitet wird. Wir informieren Sie auf der Themenseite des RKI und im Github so bald wie möglich über den Fortschritt der Fehlerbehebung. Bei Bedarf finden Sie weitere Details dazu im GitHub-Issue corona-warn-app/cwa-app-ios#911

Stand: 17.07.2020

Warum hört die App bei 14 Tagen auf zu zählen?

Die App fängt von Tag 1 der Installation an, die Tage zu zählen. Ab Tag 14 werden die Begegnungen, die vor diesen 14 Tagen stattgefunden haben, wieder gelöscht, weil diese nicht mehr relevant für die Risiko-Ermittlung sind. Die Anzeige "14 von 14 Tagen" bedeutet also, dass die App bereits lange genug aktiv war, um die gesamten relevanten Kontakte der letzten 14 Tage zu berücksichtigen. Wenn nun ein aktuelles positives Testergebnis eingegeben wird, generiert die App eine Warnung. Dann werden die Personen informiert, mit denen der oder die Infizierte in den letzten 14 Tagen Kontakt hatte. Daher ist eine Anzeige „14 von 14 Tagen“ nach mehr als 14 Tagen korrekt.

Teilweise wird die Anzeige der gezählten aktiven Tage in der App zurzeit nicht korrekt dargestellt. Die Informationen zu den angesammelten Tagen sind jedoch vollständig vorhanden und werden auch korrekt verarbeitet. Es handelt sich dabei "lediglich" um eine fehlerhafte Anzeige.

Stand: 06.07.2020

Wie und wo technische Probleme gemeldet werden können

Technische Fragen können direkt an unsere Hotline der Corona-Warn-App gerichtet werden. Diese ist deutschlandweit unter der kostenfreien Rufnummer 0800 7540001 von Montag bis Samstag 7 bis 22 Uhr für Sie erreichbar. Die Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter werden Ihnen dort umgehend weiterhelfen. Vielen Dank!

Außerdem finden Sie weitergehende Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen ebenfalls in den FAQ auf unserer Website unter https://www.coronawarn.app/de/.

Stand: 14.07.2020

Warum nicht alle Smartphones die App installieren und aktivieren können

Aktuell kann die App auf den folgenden Betriebssystemen installiert werden:

  • Android: Ab Android 6 mit Google Play Service in einer Version ab 20.18: Die für die App notwendige Exposure Notification API wurde hier bereits über die Google-Play-Dienste eingespielt.
  • iOS: ab iOS 13.5: Die App läuft auf iOS-Smartphones ab dem iPhone 6s. Die Version des Betriebssystems muss iOS 13.5 oder höher sein, da mit dieser Version die Exposure Notification API eingeführt wurde.

Personen mit Smartphones, die diese technischen Voraussetzungen nicht erfüllen, werden von der Nutzung ausgeschlossen, obwohl sie mitunter bereit wären, die App zu nutzen. Dies ist ärgerlich aber leider unumgänglich, da die sog. Exposure Notification API, eine Funktion, die die Identifizierung von Risikokontakten ermöglicht (u.a. durch die Bewertung der Dauer von Kontakten) von Apple und Google nur auf diesen Betriebssystemen eingespielt wurde.

Stand: 14.07.2020

Wie die neueste Version der Corona-Warn-App die Hintergrundaktualisierung auf Android-Geräten vereinfacht

Die Corona-Warn-App hat zu jeder Zeit funktioniert. Bestimmte Android-Geräte verhindern, dass Apps dauerhaft im Hintergrund laufen. Das gilt nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern für alle Apps auf diesen Smartphones. Die Gerätehersteller haben das so eingestellt, um Akku zu sparen. Die App tauscht aber auch ohne diese Hintergrundaktualisierung anonyme Codes mit anderen Smartphones aus, die sich in der Nähe befinden. Die App gleicht auch alle gespeicherten anonymen Codes mit dem Server ab - bei den betroffenen Geräten allerdings nicht automatisch im Hintergrund, sondern wenn die App geöffnet wird. Um dennoch eine automatische Hintergrundaktualisierung zu ermöglichen, ließ sich dieses Problem durch die Veränderung von Einstellungen im Gerät beheben.

Mit der Version 1.1.1, die am 23.7.2020 erschienen ist, ist das Problem behoben. Die Nutzerin/der Nutzer muss die Corona-Warn-App nach dem Update einmal kurz öffnen, in die Einstellungen gehen (auf die drei untereinanderstehenden Punkte rechts oben in der App tippen, dann auf Einstellungen). Darunter findet sich der Punkt „Priorisierte Hintergrundaktivität“. Diese Funktion lässt sich jetzt per Schieberegler aktivieren. Damit sind die oben beschriebenen Restriktionen durch den Hardwarehersteller für die Corona-Warn-App wieder aufgehoben.

Das beschriebene Problem ist seit längerem bekannt und in den FAQ der Corona-Warn-App adressiert. Dort wurde auch ausführlich erklärt, wie sich die Hintergrundaktualisierung manuell aktivieren lässt.

Stand: 24.07.2020

Warum das wöchentliche Update auf Apple iOS-Geräten "COVID-19-Begegnungsaufzeichnungen" keine Risiko-Benachrichtigung der Corona-Warn-App ist

Die einmal wöchentlich erscheinende Anzeige auf Apple iOS-Geräten "COVID-19-Benachrichtigungsaufzeichnungen" ist keine Meldung der Corona-Warn-App. Es handelt sich dabei um eine Apple-spezifische, rein technische Funktion, die über alle Begegnungen mit App-Nutzerinnen und -Nutzern informiert, die positiv getestet wurden. Sie berücksichtigt aber nicht, ob es sich um eine nach dem Schema des Robert Koch-Instituts kritische Begegnung handelte oder nicht. Sie ist deshalb für eine tatsächliche Risikoermittlung unzureichend, da sie auch Begegnungen anzeigt, die unter den Schwellenwerten liegen, die das Robert Koch-Institut definiert hat, um ein erhöhtes Risiko festzustellen. So meldet die Apple-spezifische Funktion zum Beispiel auch Begegnungen, bei denen der Abstand mehr als 8 Meter betrug oder die nur wenige Minuten dauerten. Die Risikobewertung in der Corona-Warn-App orientiert sich dagegen an den etablierten Kriterien für die "konventionelle" Kontaktpersonenermittlung (Begegnungen von mindestens 15 Minuten unter 2 Metern). Eine zuverlässige Risikoermittlung findet ausschließlich in der Corona-Warn-App unter den wissenschaftlichen Rahmenbedingungen des Robert-Koch-Instituts statt. Sie können Ihren aktuellen Risikostatus direkt in der Corona-Warn-App einsehen.

Stand: 03.08.2020

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