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Werden die Meldedaten durch mehr Tests und die wachsende Anzahl an Schnelltests verzerrt?

Nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der positive Befund bei einem Antigenschnelltest als Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung meldepflichtig an das Gesundheitsamt. Die an die Gesundheitsämter gemeldeten Daten werden an das RKI gemäß Falldefinition übermittelt. In den Lageberichten und anderen Datenpublikationen (z.B. Dashboard) des RKI werden jedoch nur die mit PCR bestätigten COVID-19-Fälle ausgewiesen (nach Referenzdefinition). Nur PCR-bestätigte Fälle gehen in die Inzidenzberechnung des RKI ein.

Sowohl die Meldedaten als auch die durch das RKI erfassten Testzahlen liefern aktuell keine Hinweise darauf, dass der zunehmende Einsatz von Antigentests seit dem Frühjahr 2021 zu den seit KW6/2021 stark gestiegenen Fallzahlen führte. Das Infektionsgeschehen hat zwischen Februar und Ende April 2021 tatsächlich zugenommen (siehe Grafik).

Testzahlen: Die Anzahl der PCR-Tests, die insgesamt durchgeführt wurden, blieb zwischen Februar und Anfang Mai 2021 konstant bei etwa 1,2-1,3 Mio. Tests pro Woche (in KW 11 und 12 etwas mehr). In diesem Zeitraum hat sich der Anteil der positiven PCR-Tests von 6 % auf 11 % erhöht.

Meldedaten: Die Anzahl an übermittelten Fällen (nicht gleichzusetzen mit der Anzahl positiver PCR-Tests, da manche Fälle mehrfach getestet werden) ist zwischen Februar und Mitte April ebenfalls deutlich gestiegen. Der Anteil der Fälle, bei denen einem positiven PCR-Test ein positiver Antigentest voranging, hat laut der am RKI erfassten Meldedaten in diesem Zeitraum ebenfalls leicht zugenommen. Allerdings handelt es sich nur um eine leichte Zunahme von 4 % (einschl. KW 9) auf 6 % der übermittelten Fälle in KW 17. Das heißt, nur einem vergleichsweise kleinen Teil der neu übermittelten Fälle ist ein positiver Antigentest vorausgegangen.

Aus den dem RKI nach IfSG vorliegenden Daten lässt sich aktuell keine Verzerrung der Anzahl PCR-positiver Testergebnisse durch eine übergroße oder stark ansteigende Anzahl von positiven Antigentests nachweisen. Einschränkend muss gesagt werden, dass über die Vollständigkeit der den Gesundheitsämtern gemeldeten positiven Antigennachweise keine Aussage gemacht werden kann.

Stand: 06.05.2021

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