Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Diagnostik (Stand: 2.5.2022)

Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen?

Die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 erfolgt mittels direktem Erregernachweis. Ausführliche Angaben finden sich in den Hinweisen des RKI zur Testung auf SARS-CoV-2.

PCR-Test: Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung länger dauern.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. In Einzelfällen konnte virales Erbmaterial bis zum Tag 42 nach Symptombeginn nachgewiesen werden.

(NAT) POCTs: Molekulardiagnostische Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2 stehen auch im point-of-care-test-(POCT-)Format zur Verfügung. Methodisch basieren solche POCTs zum Nukleinsäurenachweis z. B. auf der PCR-, der NEAR- (nicking enzyme amplification reaction) oder der LAMP- (loop-mediated isothermal amplification) Technologie. Sensitivität und Spezifität variieren dabei und sind häufig, aber nicht immer mit der laborgestützten PCR-Diagnostik vergleichbar.

Antigen-Test: Antigen-Tests basieren auf dem Nachweis von viralem Protein in respiratorischen Probenmaterialien. Kommerziell verfügbare Antigen-Tests sind je nach Aufbau für den Einsatz vor Ort (Antigen-Schnelltest, sogenannter point of care test (POCT), Einzeltest) oder als Labortest für die Untersuchung größerer Probenmengen geeignet. Antigentests können bei Erfüllung definierter Anforderungen dort eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-) Testkapazitäten darstellen, wo in der frühen Phase der Infektion schnell (vor Ort, POCT) eine erste (Vor-)Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll. Aufgrund der geringeren Sensitivität und Spezifität von Antigen-Tests ist der Einsatz dieser Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen (siehe dazu die Nationale Teststrategie). Informationen zur Bewertung der Ergebnisse aus Antigen-Tests sind zu finden in den Hinweisen zur Testung von Patienten auf Infektion mit SARS-CoV-2. Eine Liste von Antigen-Tests stellt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bereit. Das BfArM hat Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung erteilt, bei denen Probennahme, Testung und Bewertung des Ergebnisses durch medizinische Laien erfolgen. Das Epidemiologische Bulletin 8/2021 beschreibt die Chancen, aber auch Grenzen bei der Eigenanwendung von Antigen-Selbsttests zum Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2. Im Epidemiologischen Bulletin 17/2021 wird die Rolle von Antigentests als ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung beschrieben (siehe dazu auch „Welche Anforderungen werden an Antigen-Tests gestellt?“ und den Flyer und die Grafik "Wie gut ist ein Antigentest-Resultat?").

Virusanzucht: Für Forschungszwecke, etwa zur genauen Charakterisierung der Viren, spielt die Virusanzucht aus Patientenmaterialien in Zellkultursystemen eine große Rolle. Sie kann auch zur Einschätzung der noch vorhandenen Infektiosität des von einem Patienten ausgeschiedenen Virus herangezogen werden kann. Die Virusanzucht setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3).

Indirekte Nachweise erfassen die Reaktion des Körpers auf die Infektion (Immunsystem, z.B. Bildung von Antikörpern, Entzündungsreaktionen):

Antikörper-Test: Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut/Serum ist insbesondere für epidemiologische Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr). SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können sowohl während der akuten Infektionsphase als auch nach Abklingen von Symptomen bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörperteste sind daher zur Feststellung einer aktuellen Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere, wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe (IgM, IgA, IgG) analysiert werden. Bei negativer PCR und fortbestehendem klinischem Verdacht kann der Nachweis einer Serokonversion für die Feststellung einer stattgefundenen Infektion hilfreich sein.

Tests zur Detektion einer Infektion mit SARS-CoV-2 sowie zum Nachweis von Antikörpern gehören zu den sog. In-vitro-Diagnostika (IVD). Das erstmalige Inverkehrbringen von IVD auf dem deutschen Markt ist nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) anzeigepflichtig. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) betreibt dafür die Datenbank "In-vitro-Diagnostika-Anzeigen (MPIVDA)", in welcher auch Daten von Corona-Tests erfasst werden.

Stand: 17.03.2022

Wann sind PCR-Pooltestungen sinnvoll?

Die PCR-Testung ist als empfindlichste (sensitivste) und genaueste (spezifischste) Methode der Goldstandard für den Nachweis von SARS-CoV-2 (siehe auch „Wie wird eine Infektion mit SARS-CoV-2 labordiagnostisch nachgewiesen?“). Grundsätzlich gilt deshalb, dass die Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion mittels PCR-Testung erfolgt (siehe dazu auch die Referenzdefinition). Aufgrund der Komplexität des Verfahrens stehen PCR-Testkapazitäten nicht unbegrenzt zur Verfügung. Es gilt also, die vorhandenen Testkapazitäten bestmöglich und effizient zu nutzen, ohne diese zu überlasten.

Um PCR-Testkapazitäten im Rahmen breiterer Anwendungen entlasten zu können, wurden für ergänzende Fragestellungen (etwa im Rahmen von Screenings) Antigentests eingeführt. Der Vorteil von Antigentests ist eine schnelle Durchführbarkeit direkt vor Ort mit geringeren fachlichen Anforderungen, die allerdings mit einer im Vergleich zur PCR niedrigeren Sensitivität und Spezifität verbunden ist. Aspekte der Vortestwahrscheinlichkeit (also die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der getestet werden soll, wirklich infiziert ist) sind daher bei der Interpretation besonders zu beachten. Der Einsatz von Antigentests ist dort vorgesehen, wo sie einen zusätzlichen Nutzen zur Vermeidung der Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 darstellen, so z.B. als Screeningmaßnahme von symptomfreien Personen, die ansonsten nicht getestet würden. Dies kann unter Einhaltung der AHA+L-Regeln dazu beitragen, die Ansteckungswahrscheinlichkeit bei Kontakt zu reduzieren. Hierbei sind daher auch die Risiken einer nicht erkannten Infektion zu bedenken.

Für strukturierte Testkonzepte in Bereichen, in denen die AHA+L-Regeln nur unzureichend angewendet/eingehalten werden können und in denen Impfungen noch nicht möglich sind (etwa in Kitas und Schulen), kann die im Vergleich zu Antigentests höhere Sensitivität und Spezifität von PCR-Testungen genutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu reduzieren, in Abhängigkeit von den vorhandenen Kapazitäten. Ein Vorteil der PCR-Testung gegenüber den Antigentests ist, dass eine SARS-CoV-2 Infektion bereits erkannt werden kann, bevor die infizierte Person für andere Personen ansteckend ist, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Infektionseintrages in die Gruppe verringert werden kann. Aufgrund der üblicherweise klar definierten Gruppen von Personen, die in Kitas und Schulen zueinander Kontakt haben, kann als ressourcen-schonendes Vorgehen eine Analyse mittels eines geeigneten und validierten PCR-Pooling-Verfahrens erfolgen (siehe dazu auch die Informationen unter www.schulministerium.nrw/lolli-tests). Das Pooling-Verfahren mit anschließender PCR-Testung ermöglicht die Verwendung von Probenmaterial, welches bei Antigentesten nur unzureichende Ergebnisse liefert. Es sollte aber in einer Form durchgeführt werden, die eine Probenverdünnung weitestgehend minimiert oder anderweitig einen Sensitivitätsverlust. Das durchführende Labor muss durch geeignete qualitätssichernde Maßnahmen eine ausreichende Sensitivität und Spezifität nachweisen können.

Bei ausreichenden PCR-Testkapazitäten und guter Logistik sind daher geeignete PCR-Pooltestungen im Rahmen der Testkonzepte bei Kita- und Schulgruppen (die die AHA+L-Regeln nur unzureichend einhalten können und noch keine Schutzimpfung erhalten können) eine weitere Möglichkeit, ein regelmäßiges und niedrigschwelliges Testangebot bereitzustellen. Siehe dazu auch den Artikel im Epidemiologischen Bulletin 26/2021.

Stand: 17.03.2022

Welche Anforderungen werden an Antigen-Tests gestellt?

Die auf dem Markt verfügbaren Tests unterscheiden sich in ihrer Leistungsfähigkeit.

Mindestkriterien für Antigentests werden durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegt. Testsysteme, die diese Kriterien erfüllen, sind gemäß Testverordnung erstattungsfähig.

Eine Liste von Antigentests, die gemäß Herstellerangaben die Mindestkriterien erfüllen und dementsprechend erstattungsfähig sind, wird durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführt und kann unter https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html aufgerufen werden. Diese Liste wird kontinuierlich dem wachsenden Kenntnisstand angepasst und dementsprechend fortlaufend aktualisiert. Erste herstellerunabhängige Evaluierungssstudien deuten darauf hin, dass zwischen verschiedenen kommerziell erhältlichen Testsysteme erhebliche Leistungsunterschiede bestehen.

Eine vergleichende Evaluierung der Sensitivität von Tests verschiedener Hersteller stellt das PEI zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es unter https://diagnosticsglobalhealth.org/ sowie auf der Internetseite des Konsiliarlaboratoriums für Coronaviren am Institut für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Das BfArM stellt darüber hinaus eine Liste nach §1 Satz 1 TestV der Antigen-Tests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bereit, bei denen Probennahme, Testung und Bewertung des Ergebnisses durch medizinische Laien erfolgen. Das Epidemiologische Bulletin 8/2021 beschreibt die Chancen, aber auch Risiken und Limitationen bei der Eigenanwendung von Antigen-Selbsttests zum Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2. Im Epidemiologischen Bulletin 17/2021 wird die Rolle von Antigentests als ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung beschrieben.

Die Hinweise für die Fachöffentlichkeit zur Testung auf SARS-CoV-2 finden sich unter www.rki.de/covid-19-diagnostik, weitere Informationen finden sich im Zusammenhang mit der Nationalen Teststrategie.

Stand: 17.03.2022

Was ist bei Antigentests zur Eigenanwendung (Selbsttests) zu beachten?

Hinweise dazu sind im Epidemiologischen Bulletin 8/2021 zu finden, u.a. zur Aussagekraft positiver und negativer Ergebnisse von Antigentests sowie Schlussfolgerungen dazu, siehe auch Faktenbox auf Seite 8. Siehe dazu auch den Flyer und die interaktive Grafik „Wie gut ist ein Antigentest-Resultat?“.

Im Epidemiologischen Bulletin 17/2021 wird u.a. eingegangen auf Praktikabilität und Akzeptanz von Patientinnen und Patienten selbst abgenommenen Proben.Kommunikationsempfehlungen zur Verbesserung des Verhaltens bei der Verwendung von Antigen-Schnelltests und Selbsttests sind im Epidemiologischen Bulletin 20/2021 zu finden.

Stand: 23.12.2021

Wann sollte ein Arzt eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 veranlassen?

Die Testkriterien werden fortlaufend an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst: Die Testkriterien dienen als Empfehlungen, die individuelle Entscheidungen liegt bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Das RKI hat ein Flussschema erstellt, das Ärztinnen und Ärzten Hilfestellungen für die Verdachtsabklärung, zu ergreifende Schutzmaßnahmen und Veranlassung einer Diagnostik auf SARS-CoV-2 gibt.

Die Kriterien für die Testindikation zur Erreichung der aufgeführten Ziele können in drei Kategorien unterschieden werden, 1. Vulnerabilität der betroffenen Person oder deren Kontaktpersonen; 2. die klinische Symptomatik; 3. die Expositionswahrscheinlichkeit einmal individuell und dann grundsätzlich basierend auf der Häufigkeit von COVID-19-Fällen in der Region. Das RKI empfiehlt eine Testung aller Personen, die bestimmte Testkriterien erfüllen.

Zur Testindikation siehe auch Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 sowie die Nationale Teststrategie für Deutschland.

Stand: 17.03.2022

Wie wird die Anzahl an Labortests in Deutschland erfasst?

In Deutschland gibt es eine große Anzahl an Laboren, die den PCR-Nachweis auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion anbieten und durchführen können. Die Anzahl der durchgeführten Tests wird in Deutschland jedoch nicht zentral erfasst.

Die Anzahl der durchgeführten Tests – sowohl der negativen wie auch der positiven – ist zentral, um zu erkennen, ob z.B. ein Anstieg der Fallzahlen auf vermehrtes Testen zurückgeführt werden kann oder ob tatsächlich mehr Fälle auftreten. Deshalb führt das RKI die Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen und klinischen und ambulanten Laboren zusammen - insgesamt mehr als 200 Teilnehmer. Die Zahl der durchgeführten Tests in Deutschland wird alle zwei Wochen donnerstags im Wochenbericht veröffentlicht.

Außerdem nehmen im Rahmen der am RKI etablierten Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) etwa 70 Labore an der erweiterten ARS teil und übermitteln detailliertere (u.a. bundeslandbezogene) Daten zu SARS-CoV-2-Testungen (https://ars.rki.de/Content/COVID19/Main.aspx).

Siehe auch die Übersichtsseite zur Erfassung der SARS-CoV-2-Testzahlen in Deutschland: www.rki.de/covid-19-testzahlen

Stand: 02.05.2022

Warum sind Genomsequenzierungen wichtig?

Bei der Sequenzierung eines Genoms wird die Reihenfolge der Erbgut-Bausteine bestimmt. Die Genomsequenz eines Erregers ist eine Art mikrobieller genetischer Fingerabdruck und ermöglicht es, die Spur eines Erregers nachzuverfolgen oder genetische Variationen zu erkennen. Die Genomsequenzierung wird bei SARS-CoV-2, wie bei anderen Erregern, je nach Fragestellung stichprobenartig oder anlassbezogen durchgeführt, um Veränderungen im Erbgut festzustellen. Derartige Veränderungen (Mutationen) sind bei Viren und Bakterien nicht ungewöhnlich, sie führen nicht automatisch zu einer Änderung der Erreger-Eigenschaften. Die Bedeutung einer Mutation muss mit anderen Methoden geklärt werden. Eine Genomsequenzierung ist aufwändiger als ein PCR-Test und dauert bei SARS-CoV-2 einschließlich der Auswertung bei optimalen Abläufen etwa zwei bis drei Arbeitstage im Labor.

Genomsequenzierungen werden in Deutschland an verschiedenen Stellen von kompetenten Laboratorien durchgeführt. Ein zentraler Ansprechpartner ist das Konsiliarlabor für Coronaviren ist an der Charité in Berlin. Auch das Robert Koch-Institut als nationales Public Health Institut führt Genomsequenzierungen durch, ebenso Universitätskliniken, Landeslabore oder entsprechend befähigte private Labore.

Die Sequenzdaten für die Analyse von Diversität und Evolution von SARS-CoV-2 in Deutschland werden aus verschiedenen Quellen am RKI zusammengeführt (Erläuterungen siehe "Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2", Abschnitt "Molekulare Surveillance"). Das RKI stellt zur Übermittlung von Sequenzdaten eine technische Plattform zur Verfügung, welche von allen sequenzierenden Laboren in Deutschland verwendet werden kann: der Deutsche elektronische Sequenzdaten-Hub (DESH). Jedes Laboratorium in Deutschland, welches SARS-CoV-2 sequenziert, ist laut der Verordnung zur molekulargenetischen Surveillance des Coronavirus SARS-CoV-2 verpflichtet, dem RKI die Sequenz- und zugehörige Metadaten zu übermitteln.

Bei der integrierten molekularen Surveillance werden die Genomsequenzen der Krankheitserreger systematisch analysiert, mit den Meldedaten gemäß Infektionsschutzgesetz verknüpft und die Ergebnisse fortlaufend bewertet. Damit können z.B. Ausbruchsgeschehen und Übertragungsketten oder die Ausbreitung in bestimmten Altersgruppen besser erkannt bzw. bewertet werden. Ein weiteres Ziel ist die kontinuierliche Überwachung von wichtigen Erregereigenschaften anhand der Genomsequenzen; bei SARS-CoV-2 etwa das Auftreten neuer Erreger-Varianten oder die Eignung (Passfähigkeit) von diagnostischen Tests oder von Impfstoffen. Die integrierte molekulare Surveillance ist Bestandteil einer nachhaltigen und international vergleichbaren Überwachung von Infektionskrankheiten.

Stand: 17.03.2022

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.