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Zielgruppeneinstiege

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Wie viele Menschen lassen sich gegen die saisonale Influenza impfen?

Zur Bestimmung von Impfquoten gegen die saisonale Influenza werden Daten aus telefonischen oder Online-Befragungen, Abrechnungsdaten und Haushaltsbefragungen herangezogen.

Insgesamt sind die Impfquoten in den empfohlenen Zielgruppen in Deutschland zu niedrig. Dies gilt besonders für medizinisches Personal und Schwangere. Auch die Zielvorgaben der Europäischen Union, wonach eine Impfquote von 75% bei älteren Menschen vorgesehen ist, werden in Deutschland nicht annähernd erreicht.

Ältere Menschen: Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen, die in der KV-Impfsurveillance ausgewertet werden, zeigen, dass sich in der Saison 2016/17 bundesweit nur knapp 35% der Personen ab 60 Jahre impfen ließen (Rieck et al., Epid Bull 1/2018). In den Saisons 2008/09 und 2009/10 war in Deutschland noch knapp die Hälfte aller Menschen dieser Altersgruppe gegen Influenza geimpft. Danach gingen die Zahlen zurück. Mit der Saison 2018/19 ist nun wieder ein Anstieg der Impfquoten zu beobachten. Diese Daten basieren allerdings auf den Angaben von nur sieben Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen). Auf Ebene der Bundesländer ist die Spannweite nach wie vor groß: in der Saison 2018/19 ließen sich in Baden-Württemberg beispielsweise nur etwa 24% der über-60-Jährigen impfen, in Sachsen-Anhalt waren es 63% (Rieck et al., Epid Bull 44/2019).

Erwachsene mit chronischen Grundleiden: Auf Basis der KV-Impfsurveillance liegen in der Saison 2018/19 die Impfquoten für chronisch kranke Personen ab einem Alter von 18 Jahren bei den zur Auswertung zur Verfügung stehenden Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen) zwischen etwa 20% und 54% und sind wie bei der Standardimpfung im Vergleich zur Vorsaison leicht gestiegen (Rieck et al., Epid Bull 44/2019).

Schwangere: Nach einer in 2012 bis 2014 durchgeführten Studie lag der Anteil geimpfter Frauen, die während der Influenzasaison im Winter schwanger waren, bei 11% (Bödeker B et al., BMC Public Health 2015; 15:1308)). Diese Angaben decken sich mit Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen, nach denen in 2010 10% und 2014 11% der Schwangeren gegen Influenza geimpft waren (Bätzing-Feigenbaum J et al., Versorgungsatlas-Bericht 06/2017).

Medizinisches Personal: In einer 2010 durchgeführten Studie unter niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sagten 61%, dass sie sich regelmäßig gegen saisonale Influenza impfen lassen (Boehmer M et al. im Gesundheitswesen 2014). Im Rahmen der OKaPII-Studie (Online-Befragung von Krankenhaus-Personal zur Influenza-Impfung) des Robert Koch-Instituts wurden im Frühjahr 2019 bundesweit rund 27.000 Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu ihrem Impfstatus befragt. Insgesamt hatten sich rund 52% von ihnen in der Saison 2018/19 gegen Grippe impfen lassen – in der Ärzteschaft deutlich mehr (76%) als beim Pflegepersonal (46%) und anderen Berufsgruppen (48%, Bödeker et al., Epid Bull 44/2019).

Stand: 11.11.2019

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